Eine ganze Weile lang saßen sie nur da, neben dem Bett und hingen jeder den eigenen Gedanken nach. Zum ersten Mal war da so etwas wie ruhiger Frieden zwischen ihnen.

Mia kuschelte sich ein wenig in seine Arme und betete innerlich zu Luna, dass diese Torben endlich richtig auf einen guten Weg leiten würde und natürlich auch Dark seinen Wolf.
Es durfte einfach noch nicht zu spät für einen Wandel sein. Torben musste mit seinem Wolf verhandeln, eine Abmachung treffen so wie es die gebissenen Wölfe ja auch alle taten oder aber zu tierischen Rogues mutierten, wenn sie zu lange ohne ihre Werwolfseite gelebt hatten.

Ihr Bruder hatte diese wolflosen Werwölfe immer zutiefst bedauert, sie aber trotzdem immer gleich bei Entdeckung getötet, auch wenn sie noch nicht von ihren Wölfen übernommen worden waren. Es bestand so gut wie keine Chance jemanden zu retten der schon Jahrelang, gar ein ganzes Jahrzehnt ohne seine andere Seelenhälfte lebte. Diese Personen waren dann meistens schon so schwach, dass der Wolf in ihnen jederzeit herausbrechen und deren Schicksal bestimmen konnte.

Das hatte sie nun wirklich nicht gedacht als sie den starken, mächtigen Werwolf-Alpha aus dem Taununs vor zwei Jahren zum ersten Mal gesehen hatte. Er hatte sich doch immerhin verwandelt und auch getötet, war wild gewesen und so selbstsicher.

Sie hatte damals tatsächlich gedacht er sei, so ähnlich wie sein Vater, schlicht und einfach brutal und effizient und kühl und gelassen, in seinem Werwolfsein.
Viel schlimmer noch als ihr Bruder.
Doch im Grunde war er überhaupt kein Gegner für Dared und den Schwarzwald.

Doch zumindest war der Mensch in ihm nicht ganz so ein Arsch wie gedacht. Er hatte nicht da weiter gemacht wo Dark aufgehört hatte, sie statt dessen in diese Decke eingewickelt und hielt sie nun sanft in den Armen, fast schon beschützend.
Okay,... ja klar...  Er war noch von der Übernahme verwirrt und besorgt. Doch das war sie ebenfalls.
Er war wie ein unwissender Welpe in einem Männerkörper.

"Mia?", fragte er sie plötzlich doch noch ganz leise und sie sah still zu ihm auf.
"Hast du schon einmal solche Wölfe wie mich erlebt und gesehen?", flüsterte er leise.

Sprich bitte über den Mate-L ink, Torben. Wölfe hören ganz hervorragend, das müsstest du eigentlich wissen. Wenn sie hören wie es dir geht werden sie dich töten. Noch denken sie du hast die Kontrolle, weil du dich auch verwandelst, wachst und in Wolfgestalt tötest. Doch sobald sie sehen das es nicht so ist..., erklärte sie ihm über den Mate-Link und seufzte dann tonlos.
Er nickte nur zerknirschst und wechselte tatsächlich mit gerunzelter und konzentrierter Stirn in den Mate-Link hinüber.
Meinst du ich habe noch eine Chance gegen Dark? Dass er mich nicht verdrängt und übernimmt und ich ... ich bleiben kann, in meinem Körper?, fragte er sie leise.

Mia stöhnte ungeduldig auf. Torben so lange du so denkst wie eben jetzt, wirst du totsicher den Kampf verlieren. Denn das bist eben nicht nur du in deinem Körper. Du bist auch er. Ihr beide seid in eurem Körper und eigentlich solltet ihr auch eins sein.
Nur die gebissenen Werwölfe reden mit ihren Wölfen, bezeichnen sie als selbstständige Wesen in ihrem Inneren und treffen eine Art Abmachung mit ihnen, damit sie beide friedlich und ruhig bleiben.
Als Kind musst du das auch getan haben, oder aber instinktiv mehr ihr beide gewesen sein, sonst währst du schon längst nur noch der Wolf.
Also was ist passiert, dass du aufgehört hast ihn zu spüren und ihm manchmal in seinen wesentlichen und in deinen Augen aber für unwesentlich gehaltenden Dingen  nachzugeben?, fragte sie ihn leise.

Torben verzog kurz das Gesicht und schien dann aber ganz weit weg zu gleiten.
Mia ließ ihn gewähren, doch selbst konnte sie sich den Luxus nun auszuruhen nicht leisten.

Während du überlegst und dann hoffentlich auch gleich mal die Gesetze studierst, muss ich nun dringend mit der Regierung sprechen  und dem Naturschutz. Dr. Klausen hätte wissen müssen, dass dieses Gebiet hier Werwolfgebiet ist. Außerdem muss ich mich noch um die beiden Biologen kümmern.

Torben merkte auf und erbleichte kurz. Was wirst du mit ihnen tun, Mia?

Sie knurrte ihn böse an, einfach weil sie genau wusste in welche Gedankenrichtung er gerade  driftete.
Oh, keine Sorge, ich quäle sie nur mal eben ein Bisschen unten im Folterkeller, ramme ihnen eine Spritze nach der anderen  in den Arsch und tanze zuletzt dann Rumba auf ihren Knochengerippen..., motzte sie ihn erbost und rein sarkastisch an, dann wand sie sich heftig aus seinen Armen heraus und sprang auf die Füße.

Wie willst du eigentlich weiterleben, Torben, wenn du noch nicht mal dir selbst vertrauen kannst? Wie willst du jemals glücklich und zufrieden sein, wenn du dir selbst jegliches Vertrauen versagst?
Ich habe dir gesagt ich bin kein Monster. Wird langsam Zeit dass du mir mal glaubst ud anfängst zuzusehen, zuzuhören und zu lernen. Ich hatte einen sehr guten Lehrer, dank Rahel und deiner Erlaubnis, dass Sebstian mich anleiten durfte., erinnerte sie ihn an sein Einverständnis aus dem ehemals so behüteten aber ängstlichen Mädchen, dass sie vor zwei Jahren noch gewesen war, eine starke, kampferfahrene und in führenden Rudelangelegenheiten versierte Wölfin geworden war.

Ich weiß genau was ich nun zu tun habe, Torben. Doch ich warne dich mich weiterhin für grausam oder brutal zu halten, denn das ist nicht meine Natur, das ist deine!
Deine Menschennatur, Torben.
Denn Wölfe sind niemals grausam und brutal, es sei denn sie sind Einzelgänger oder so stark von anderer Seite beeinflusst, gequält oder dass sie selbst nicht mehr wissen wer oder was sie überhaupt sind.
- Im günstigsten Fall lassen sie sich noch anleiten, sind sie noch jung genug um zu lernen. Wir werden sehen ob du es noch kannst, Alpha Torben. Ich bete zu Luna dass sie dir wenigstens noch etwas Vernunft schenkt, wenn sie dich schon so komplett verkorkst hat.

Torben

Ihre Worte machten ihn zornig.
Am liebsten hätte er irgendwas zerschlagen.
Doch sie sah so hilflos und zart und voller Angst und Sorge zu ihm hin, dass seine Wut schon wieder fast gänzlich verrauchte.
Er sah zu wie sie den Raum verließ, die Stirn gerunzelt und still den Kopf schüttelnd.

Sie hatte ihn nun wiederholt gewarnt, vor seinem wolf, vor den anderen Wölfen, dass er sterben würde, das seine Mutter sterben würde, das er einen Fehler begangen hatte... udn ja er glaubte ihr. er spürte es das sie ihn nicht anlog. auch wenn das vielleicht idiotisch von ihm war auf diesen alten Instinkt zu vetrtrauen den Selma ihn gelehrt hatte zu ignorieren um mehr Mensch zu bleiben... um den wolf in seinem inneren einzusperren oder sogar zu vergessen.

Mia aber hatte den Nagel auf den Kopf getroffen.
Es hatte tatsächlich eine Zeit gegeben in der er wie ein junger Wolf im Wald gespielt sich verwandelt, Hasen gejagt und auch richtig glücklich gewesen war... bis eines Tages ein Jäger auf den jungen fünfzehnjährigen Torben schoss und ihn schwer verletzte.

Er war noch irgendwie davon gekommenen. Doch den restlichen Tag und die Nacht über hatte er vollkommen hilflos irgendwo im Wald gelegen bevor Selma ihn fand und ganz alleine zurück schleppte.

Er hatte zwei Wochen gebraucht bevor er sich endlich zurück verwandeln konnte. Danach aber hatte Selma ihm verboten seine wilde Seite weiterhin so rücksichtslos zu zeigen, sich selbst und auch Menschen in Gefahr zu bringen, sie in Angst und Schrecken zu versetzen, Hasen oder Kleinwild zu jagen wie ein Tier.

Er hatte damals große Angst gehabt, gestand er sich selbst ein. Ein Wolf zu sein machte einen Gestaltwandler so unglaublich stark und schnell aber zugleich auch verletzlich. Wenn keiner von ihnen wusste...?!

Doch Mia behauptete die Regierung wüsste über sie alle Bescheid.

Mit einem schweren Seufzen schnappte er sich also das Buch das Mia ihm eben noch fast an den Kopf geworfen hatte und schlug die erste Seite auf.

Da war ein Stempel und das Deutschlandwappen.
Der Bundesadler.
Darunter geschrieben standen die Worte:

Leitfaden der Gesetzlichen Regelungen für Werwölfe in menschennahen Gebieten

Modernisiert und Überarbeitet in der Arbeitsgruppe "Gestaltwandler" März 2011, beglaubigt und Festgelegt als geltendes Regelwerk mit den Vertretern aller deutschen ansässigen Werwolfrudel.

Bewilligt durch das Justizministerium - i.V. Bundesgerichtshof Konrad Arendt

Beglaubigt durch das Innenministerium. - Inneminister Carsten Siegel

"Woaahhhh!", staunte er halb fluchend und setzte sich stirnrunzelnd auf das Bett.
Das hier war ein ordentliches, allgemein gültiges deutsches Gesetzbuch für die Werwölfe in Deutschland?
Er atmete kurz tief durch und blätterte verwirrt aber auch neugierig die Seite um.
Stirnrunzelnd aber dennoch konzentriert begann er zu lesen.


*


Mia lief den Korridor entlang und sah am Ende der Treppe drei Wölfe stehen und sich leise flüsternd unterhalten. Sofort spitzte sie die Ohren und lauschte auf ihre Stimmen:

...bis dahin hat der Alpha sie sicher umgebracht. Oder aber sie sich selbst. Sie ist immerhin eine Geborene.
Sie wird wissen was sie tun muss.
Und dann kann Maron endlich Alpha werden und wir rechnen mit dieser Menschenschlampe ab, Jan.", sagte eine relativ junge Stimme zornig.
„Hm... Das wird ganz sicher nicht so leicht wie du dir das Vorstellst, Ian.", erklang eine sehr viel ältere Stimme. „Ich hab gehört im Schwarzwald war deren neue Luna auch mal komplett von ihrem Wolf übernommen worden, weil sie sofort nach dem ersten Moon wie eine irre gegen ihre Wölfin angekämpft hat. Das tun so einige von den gebissenen und sterben.
Trotzdem haben sie es noch irgendwie geschafft sie zurück zu holen und ich will gar nicht genau wissen wie... Aber danach wurde sie angeblich noch ein ganz ordentlicher Werwolf."
„Und du denkst echt diese Bestie von Alpha Torben ist noch zu stoppen? Bist du verrückt, Doc? Er wird uns alle vernichten, sobald er unter der Oberfläche verschwindet.", sagte der dritte Wolf reichlich besorgt und Mia hörte wieder den Rudelarzt sprechen.
„Wenn es so ist müssen wir uns wenigstens keine Sorgen mehr wegen der wildernden Menschen machen. Die tötet er dann nämlich auch alle miteinander."
„Ha! Er scherzt!", lachte Jan zornig auf.
„Die haben meine kleine Schwester angeschossen und der Alpha hat rein gar nichts getan. Wirst sehen ... die Menschen bleiben als Einzige übrig..."

Mia hielt es nicht mehr länger aus und kam die Treppe runter gegangen.
„Wer hat deine kleine Schwester angeschossen... und warum?", fragte sie den Jungen Werwolf krächzend und leise.

Die Wölfe stoben beinahe schon auseinander und der zornige Junge den der Doc Ian genannt hatte, sah verunsichert zu ihr auf.

Alpha-Luna!", neigte da aber der Doc schon ehrerbietend den Kopf und sah sie besorgt an. „Simon hat mich gerufen da er aus euren Räumen Kampfgeräusche und Schreie gehört hat... er dachte ihr würdet mich vielleicht benötigen.", formulierte es sein Hiersein Taktvoll.
Mia hob nur kühl den Kopf und wechselte auf den Allgemeinen Rudellink
Maron, komm hier an meine Seite. Du musst für mich ein dringendes Gespräch über Videokonferenz mit dem Innenministerium führen. Ich bin stimmlich nicht dazu in der Lage also ist das eine Beta-Aufgabe.
Sie spürte den Missmut in Maron ganz kurz noch vergehen.
Mia schüttelte nur kurz den Kopf.
Er vertraute ihrem Urteil nicht.
Und wenn ihr Beta ihr nicht vertraute, konnte sie es dann...?
Sie vergaß ganz, dass der Rudellink immer noch offen stand. Das Rudel fühlte ihre besorgt-zornigen Gefühle über Marons Haltung, der aber sofort erstarrt war... wo auch immer er gerade war.
Sie hatte ihn gerade also beim schmollen erwischt. Ein Beta der eingeschnappt war...
Das hätte Sebastian sich mal bei Dared erlauben sollen.
Der Rudeldoc legte kurz ein paar Finger auf ihren Arm doch Mia sah ihn nur bedrohlich an und krächz-knurrte leise auf.
Lass die Finger von meiner Luna!", erklang es da biestig knurrend hinter ihr und Torben kam mit glühenden Augen die Treppe runter.
Auch er hatte also über den Rudellink mitgehört. Was für ein Wunder dass er gerade wusste dass die ihn brauchte.
„Wenn Maron weiter schmollen möchte übernehme ich gerne diesen Anruf für dich, Mia. Denn dass Jäger auf unsere Wölfe schießen geht natürlich nicht.
Das hier ist Naturschutzgebiet..."
Du musst dann aber genau das sagen was ich will, Torben. Selbst wenn du nicht damit einverstanden bist., warnte sie ihn kurz.
„Okay!", versprach er ihr ernsthaft.

Da stand Maron plötzlich neben ihr und knurrte leise auf.. senkte den Kopf und beugte vor Mia sein Knie. Mehr Unterwerfung war für einen Beta nicht möglich.
Kurz war sie sich unsicher was sie nun tun sollte. Doch die Werwolfregeln waren eindeutig.
Wenn sie Torben jetzt zurückwies würde dieser zukünftig unter dem Befehl des Beta stehen.

Mein Gefährte hat sich erboten, Beta. Du kannst also gerne wieder schmollen gehen, bevor du dich vielleicht doch noch auf deine Pfflichten besinnst... und das tu möglichst bald bevor ich mir einen anderen, weniger hitzigen Beta suche der seinen Platz kennt und mich nicht herausfordert zu demonstrieren dass ich ich tatsächlich all unsere Gesetze kenne nach denen wir Werwölfe leben.", grollte sie ihn derber als nötig an. Doch genau so und nicht anders hielt Dared es auch mit seinem Beta. Viel Tadel wenig Lob und stets ein aggressives Auftreten.
Das Geheimnis seines Erfolges.
Vielleicht klappte es ja auch hier bei den Wölfen... so hoffte sie zumindest.
Denke bloß nicht dass mir deine Herausforderung entgangen ist, Beta! Ihr hat euren Alpha nie akzeptiert und er hat euren absoluten Gehorsam aus Unwissenheit auch nie eingefordert.
Denke nicht dass ich genauso milde handeln werde, versuchst du wieder und gegeneinander auszuspielen.
Wenn du dich nicht vollständig unterwirfst und mir weiterhin stets nur Gesten zeigst, wird es bald sehr schlimm werden, sowohl für das Rudel als auch für dich.
Sie stellte sich zurück auf die nächst höhere Stufe um ihn wieder zu überragen. Sebastian hatte ihr das geraten. Im Gelände einen Baumstamm oder Stein auf den sie sich stellen sollte. Im Haus die Treppe , oder aber sie sollte das Rudel zum Sitzen bewegen.
Auch jetzt gerade sah sie das sein Rat äußerst klug gewesen war als Marin nur erbost zu ihr hoch starrte. Also verschärfte sie ihre Alphastimme noch einmal um etliches um seinen Widerstand zu brechen. Jetzt oder nie!
Ich bin meines Bruders Schwester, Maron! Schwester des mächtigen und grausamen Alpha Dared von den Schwarzwald-Devils und ich brauche schon lange keine Hilfe mehr im Kampf.
Der beste Kämpfer unseres Rudels hat mich unterwiesen, ein Riese, doppelt so breit wie du, einen Kopf größer, Klug und stark und er hörte erst auf mit den Prügeln und Härten bis auch er mich nicht mehr im Kampf besiegen konnte.
Also sieh dich vor, Beta, wen du da gerade herausfordern willst und zu was!
Vielleicht liegt die Niederlage eures Letzten Alpha nämlich gar nicht unbedingt im Überraschungsmoment begründet.

Torben sah sie kurz skeptisch an und sie schenkte ihm ein kurzes, finsteres feixen.
Sein Schnauben war zum Glück leise genug, als sie ihm nun winkte ihr zu folgen. Rüber in die Küche wo sie Rückwärts hineinging und einen Augenblick lang wartete, bis hinter ihr( nach dem erschrocken aufkeuchen) schließlich ein zaghaftes Räuspern erklang.
„Alpha-Luna...?", fragte die Haushälterin die leise.
Jetzt erst drehte sie sich zu der Haushälterin um und sah die bewusst freundlich an.
„Danke dass du mich bemerkst hast und genug Mut mit mir zu sprechen. Ich würde gerne einen frühen Lunch haben. Was hast du denn geplant?", fragte sie krächzend flüsternd aber ganz breit und strahlend lächelnd.
Die Haushälterin schluckte nur hart und drehte das Geschirrtuch in ihrer Hand herum und herum vor Unbehagen.
„I...Ich dachte an... an Hähnchenschenkel u... und Bratwürste... als Beilagen dann Salzkartoffeln, Pommes und ...grüner Salat?!", fragte sie zaghaft.
Mia nickte nur möglichst wohlwollend.
Perfekt. Du hast dich schon angepasst. Das ist gut zu wissen. Und damit mich deine Furcht nicht reizt wirst du dich mir von hinten nähern und mit mir sprechen. Du kommst jeden Tag drei mal, dann sagst du mir was es gibt und ich sage dir was ich mir wünsche. Außerdem hälst du weiter die oberen Zimmer in Ordnung.
Sobald ich das Rechtliche mit der Regierung besprochen habe wird dein Gehalt erhöht. Du hast drei Halbe Tage in der Woche frei. Nach dem Mittagessen bis um Mitternacht. In dieser Zeit wirst du dich im Ort oder an anderen Stellen des Territoriums aufhalten. Einer der gebissenen Wölfe wird dir beibringen wie man Auto fährt, falls du das nicht kannst.", erklärte sie ihr Tonlos, fast Gleichgültig,
„Und du übernimmst nun auch das Einkaufen.
Ich gebe dir eine Liste an Freizeitaktivitäten, die du abhaken musst, bevor der Monat um ist. Es werden ungefährliche Aktivitäten sein, die Menschen gerne tun.
Und lernst du irgendwann jemanden Kennen und willst lieber im Ort wohnen, ist dir dies hiermit ausdrücklich gestattet. So wie auch der Wechsel in ein neues Leben, falls du je den Wunsch verspürst.
Doch bis dahin bleibst du hier fest angestellt."
Mia sah sowohl Fassungslosigkeit wie auch Unbehagen und Verblüffung in den Augen der Frau aufblitzen und freute sich zumindest einen Minidurchbruch erzielt zu haben.
Auch wenn sie in ihrem Mind-Link gerade Torbens Verblüffung fühlte. Doch auch ihm musste sie nun begreiflich machen dass hier jetzt ein frischerer Wind wehte.

Du erhältst morgen deinen neuen Arbritsvertrag. Dein Arbeitsbeginn morgens ist um 6:00 Uhr, der Tag endet mit der Bereitstellung des Abendessens um 17.30 Uhr.
Pausen hast du von 10:00-11:30 und 14.00-15:30 Uhr. In dieser Zeit ist es dir verboten hier zu fegen, zu putzen zu saugen zu kochen oder irgendwas schweres zu heben, es sei denn es sind private Dinge.
Zudem wird dein Zimmer renoviert und du erhältst 20 Urlaubstage im Jahr.
Suchst du sie dir nicht selbst aus bestimme ich oder der Alpha an welchen Tagen du nicht arbeiten wirst.
Nun entschuldige mich. Ich muss mich um ein paar Gefangene und die Rudelfinanzen kümmern. Wir haben jetzt 10:00 Uhr.
Zeit für dich, hinaus zu gehen. Die Sonne Scheint. Du wirst also jetzt einen Spaziergang machen und mein Beta wird so freundlich sein dafür zu sorgen dass dich dabei niemand stört. Essen dann heute um 12:30 für 15 Personen, oder brauchst du mehr Zeit? Dann um 13:00 Uhr!?", fragte sie sie mit langsam versagender Stimme.
„ 12:30Uhr!", flüsterte die Haushälterin nur heftig nickend und Mia lächelte ihr höflich zu... und wartete... und wartete weiter...

Schließlich kam Maron entnervt in die Küche hinein und zwang sich ganz offensichtlich dazu einen neutralen Tonfall anzuschlagen, statt die Frau anzufauchen:
„Sylvia, die Alpha-Luna sagte gerade es ist Zeit für deine Pause! Leg das Tuch hin und zieh dich an. Jacke und Stiefel. Du gehst spazieren, und ruhst dich aus... bis es Zeit ist wieder die Arbeit aufzunehmen!", befahl er ihr grollend. Die Haushälterin nickte nur hastig, total verschreckt nun und warf das Tuch hin und rannte dann den Kopf einziehend an Torben und Mia vorbei nach draußen.

Sie wird genau das tun was du ihr gesagt hast... und jede Sekunde davon hassen und sich fürchten.", meinte Torben nur leise grollend zu ihr.
Möglich! Aber wenn sie es jeden Tag tut, löst sich die Anspannung. Wenn sie läuft wird es besser. Vor Furcht zu erstarren ist das schlimmste was ihr passieren kann.
Und genau deshalb bestimme ich was sie machen soll, weil sie selbst es nicht weiß. Du kannst gerne Vorschläge machen. Rahel, meine Schwägerin, ist ja eher ein untypischer Mensch, finde ich.
Sie wollte nie shoppen, Theater und Konzerte besuchen. Aber das Kino mag sie und ... Fallschirmspringen., sagte Mia stirnrunzelnd über den Mind-Link.
„Oh wow... cool!", zog Torben nur die Brauen hoch und nickte beeindruckt.
Mia sah ihn skeptisch an.
Denkst du das währe auch was für Sylvia?
Er prustete schnaubend und grinste ganz kurz. Beide sahen sie dies Haushälterin nun aus dem Fenster heraus ganz unsicher und unbehaglich vom Haus weg gehen. Immer wieder schaute die dich dabei um und versteckte dich beim Anblick von mehreren Wölfen die vorbeiliefen sogar kurz hinter einem Baum.
Mia und Torben sahen sich erneut kurz an, wobei Mus sich nur aufkeuchend auf das Fensterbrett aufstützte und ungläubig den Mund aufriss.
„Wie lange hast du gesagt, hat sie das Haus nicht verlassen?", flüsterte sie raustimmig.
Torben räusperte sich kurz.
Soweit ich weiß ist sie nie vor die Tür gegangen, seid ich hier bin.", flüsterte er heiser zurück.
Scheiße!", flüsterte Mia nur hauchleise und Torben brummte nur zustimmend. Gemeinsam sahen sie zu wie die Frau wie auf rohen Eiern schleichend von Baum zu Baum hetzt, bis die außer Sichtweite war.
Mia schluckte nur hart und öffnete nach einem weiteren riesengroßäugigen Blick zu Torben hin den Rudel-Mind-Link.
Anordnung an alle!
Unsere Rudelhaushälterin Sylvia hat gerade Freizeit. So wie nun jeden Tag.
Da sie nachweislich sehr lange nicht dieses Haus verlassen hat, werdet ihr ihr weder auflauern noch sie anknurren noch euch einen Spaß daraus machen sie irgendwie zu erschrecken.

Ein Mensch auf unserem Grund der mir persönlich und auch dem Alpha dient verdient die selbe Freiheit wie das übrige Rudel. Lasst sie walken und walkt auch selbst so viel ihr wollt.
Doch nicht in ihrer Nähe, denn die ist scheu. Das ist ein Befehl!
Ich kümmere mich jetzt darum dass die menschlichen Jäger verschwinden. Wenn einer auf euch oder die Welpen schießt ist er oder sie mir unverzüglich vorzuführen!
Alpha-Luna Mia Ende


Mia klinkte sich wieder aus dem Mind-Link aus und sah Torben durchatmend an.

Ich bin keine Bestie! Ich habe keinen Spaß daran andere Wesen zu quälen.  Und egal ob du nun neben mir stehst oder nicht... Ich würde immer nur mein Ding tun, also wage es bloß nicht dir gerade etwas anderes einzubilden.

 Torben zog nur kurz die Brauen hoch bevor er auch noch die Hände hob, wie um sich zu ergeben. "Ich hab gar nichts gesagt.", stellte er fest.

Mia sah ihn nur tödlich  fies an.

Vielleicht solltest du mal Kapitel 5 in Rahels Schmöcker lesen. Da geht es um Lügen seinem Mate gegenüber, und das es schicht nicht möglich ist. Wenn du mich anlügst krieg ich das über den Mind-Link mit. Nichts zu sagen heißt nicht automatisch dass du es nicht auch gedacht hast, das ich böse und gemein und hinterhältig bin und diese arme, verstörrte Frau wohl nur rausgeschickt habe, damit die Wölfe dort ihren fiesen Spaß mit ihr treiben können.

Denkst du echt wir haben den ganzen Tag lang gar nichts anderes oder besseres zu tun, als nur einzig Menschen zu quälen? Ja? Na dann pass mal auf...!", donnerte sie ihn erbost an und ging grollend an ihm vorbei udn suchte nach dem Alpha-Arbeitszimmer.

"Zweite links!", meldete sich Torben  grollend, also ging sie die zweite Tür links rein und setzte sich dort an den Schreibtisch. Die Computeranlage war antiquiert, so wie fast alles hier im Haus.

Sie würde nun wohl oder übel nun große Geschütze auffahren und Torben dazu benutzen müssen ihrer beider Rudel wieder in den Griff zu bekommen. Und Geld in die lehre Kasse!

Ich habe das bisher noch nie gemacht, aber mein Bruder hat mal gesagt es ist ganz leicht. Du wirst für mich sprechen, Torben und offiziell für die da draußen auch noch der hiesige Alpha sein. Du lässt einfach locker und ich übernehme dich mal eben kurz, durch Alpha-Zwang. Dadurch spreche ich durch dich, ohne Zeitverzögerung und kann mit dem Innenminister die alten Zustände wieder herstellen, die mit der Regierung für alle Rudel ausgehandelt waren. Einiges von den Drohungen wird dir nicht gefallen, doch bisher mussten wir sie noch nie wahr machen.
Mia sah ihn kurz besorgt an, während er sie bitter böse anstarrte.

Oder ich gebe mich als Alpha-Luna dieses Rudels zu erkennen, lasse dich außen vor und Maron spricht für mich mit dem Minister. Über Skype wird er mich selbst nicht verstehen und darum auch nicht für voll nehmen. Ich flüstere zu leise und bin jetzt schon heiser von meinen Gesprächen mit den Wölfen und Sylvia. Und das weißt du auch. , bot sie ihm eine Alternative zur Wahl an.

"Okay, schon gut. Mach was du machen musst, aber wenn ich hinterher nicht mehr weiß was passiert ist..."
Ich bin nicht Dark, ich überschreibe dich nicht. Du kannst sogar in Gedanken mit mir sprechen, nur eben selbst gerade kurz nicht selber reden, weil du nur meine Worte sprechen wirst. Aber du bist an der Oberfläche und bewusst., teilte sie ihm knurrig mit und rollte mit den Augen. Dann fuhr sie den Computer hoch und gab ihr Rudelpasswort für den Schwarzwald ein, dass sie als Luna in Ausbildung vom Ministerium zuletzt erhalten hatte, falls sie sich in Angelegenheiten ihres Rudels an das Ministerium wenden musste.
Dared hatte letztes Jahr darauf bestanden, dass ihr ein solches zugestanden wurde... Als seiner Schwester. Dann erst deutete sie mit einem Nicken auf den Sessel vor dem Bildschirm und Torben setzte sich hin.

Sie spührte sein Unbehagen, während er nervös die Finger zur Faust ballte und wieder öffnete. Oh nein... Er mochte es ganz und gar nicht von irgendwem übernommen zu sein.

Entspann dich! Ich tu dir nicht weh. Doch ich werde hart und finster sprechen und du solltest vielleicht einfach mal mitspielen und zusehen was passiert, okay? Du wirst wissen was ich empfinde, auch meine Gedanken hören ohne das ich sie ausspreche und meine Empfindungen hoffentlich auf deinem Gesicht spiegeln können. Denn davon hängt die Zukunft unseres Rudels ab. Ich werde sprechen als währe ich du, also wundere dich bitte nicht., wies sie ihn locker an und schloss dann kurz die Augen, fühlte sich konzentriert über den Mate-Link einsteigend in ihn hinein und verlangte dann von seinem Wolf mit Alphastimme in seinem Bewusstsein: Deine Stimme wird jetzt zu meiner, Rudelwolf! Du sprichst aus was dein Alpha sagen will!  JETZT!!!

Es fühlte sich seltsam an, doch gerade als sich der Skypebildschirm mit der ziemlich überraschten Empfangssekretärin öffnete, die ihren Account bisher noch nie gesehen hatte und nun Torben verdutzt anblickte, so wie er auch sie nun ausgesprochen grimmig anblickte, wusste Mia, das es gut gehen würde.

"Geben sie mir auf der Stelle den Innenminister!", verlangte sie barsch klingend durch Torben hindurch. - Hu, wie gruselig er klang.

"Äh... und mit wem rede ich da gerade? Das ist ein neuer Luna-Account, soweit ich weiß...", fragte die Frau ihn verwirrt.

Mia trat so hinter Torben, das die Frau sie erkennen konnte.

"Hier ist Alpha Torben aus dem Taunus. Meine Luna ist nun eingetroffen und hatte höchst interessante Neuigkeiten zu verkünden. Zum Beispiel dass es einen heißen Draht zu ihrem Minnisterium gibt... den sie uns vorenthalten haben.
Zum Beispiel das es Gelder für mein Rudel von der Regierung gibt, die sie uns vorenthalten haben... Zum Beispiel das es Absprachen mit der Regierung gibt... über unsere Gebiete... die sie gerade an Jäger und Naturforscher und Biologen freigegeben haben, damit diese unser Revier mit echten Wölfen besetzen und unsere Welpen abschießen sollen."

Mia machte eine kurze effektvolle Pause und Torben sah sie kurz verwundert an, während sie ihm zunickte, vollkomen ernsthaft.

Dreh dich wieder zum Bildschirm um und heb eine Braue. Das sieht immer mordsgefährlich aus!, bat sie ihn  freundlich und er tat ihr den Gefallen, während sie nun über ihn weiter sprach.

"Es sei denn natürlich sie legen Wert darauf das wir heute noch persönlich bei ihrem Minister vorbeikommen... in Begleitung von rund dreihundert Werwolfwächtern... oder besser doch fünfhundert?!... - Die ziemlich sauer sind... weil sie angeschossene Verwandte zu Hause liegen haben... oder von ihren Biologen betäubt, geimpft und entführt wurden, die uns neulich erst ihre haarsträubende Entscheidung mitgeteilt haben unser  alteingetragenes Territorium sei jetzt ein neues von ihnen ausgewiesenes Naturreservat für echte Wildtiere?"

Die Sekretärin schluckte hart und wurde kreidebleich. "Einen Moment Alpha Torben, ich stelle sie sofort zum Minnister durch!", verkündetete sie rasch und mann sah sie arbeiten, dann wurde der Bildschirm kurz dunkel... und wieder hell.

"Alpha Torben aus dem Taunus?", fragte der Innenminister noch irgendjemanden verwirrt, dann aber kam er auf seinem Stuhl vor die Kamera gerollt.

Torben brauchte nun gar keine Anleitung von Mia mehr zum sauer drein blicken. Nach ihren Worten war er schon restlos Bedient.

Die hatten ihn tatsächlich gelinkt...
Nur ruhig... keine Sorge das rächen wir uns jetzt, hör einfach zu., bat Mia ihn noch leise und legte ihm zaghaft eine Hand auf die breite Schulter, bevor sie Torben zischelnd durchatmen ließ.

"Minnister?! Wie schön sie nach vier Jahren auch mal kennen zu lernen. Ich bin mir sicher sie haben sich auf unsere Kosten bisher ganz köstlich amüsiert...", sagte sie äußerst scharf und finster zu dem Minnister, der sich prompt seine Krawatte lockerte.

"Nun... Alpha... schön auch sie mal kennen zu lernen. Äh...Ich wusste gar nicht, dass das Taunusrudel überhaupt noch existiert... Man hat nie etwas von euch gesehen oder gehört..."

"Reden sie keinen Unsinn, Mann. Ich habe dieses Rudel als außenstehender Rogue übernommen, wie sie sehr wohl wissen und nie etwas von ihnen gehört, von wegen Zugang und gesetzlichen Regelungen und natürlich den Geldern... Tja... und meine Luna kennen sie schließlich auch schon seid zwei Jahren, dies hier ist ihr Zugang. also sie hat einen solchen erhalten und ich nicht???
Sie verarschen uns hier wohl gerade nach Strich und Faden, ja? Denken sie, sie müssten sich nicht mehr an ihre eigenen Gesetze halten? Keine Gelder für uns, damit wir weiter alle bleiben wo wir sind und uns ruhig verhalten?  Nun gut... Okay. Dann dürfen wir uns nun also alle Weltweit bewegen, alle Gebiete sind unsere und Schutzzonen für Menschen gibt es jetzt auch nicht mehr oder abgesteckte Gebiete für Werwölfe, ja?"
, fragte sie ihn überfreundlich und viel zu sanft klingend. Oh, wie schön Torben knurren konnte. Viel wirkungsvoller als selbst ihr Bruder.

"Wir dürfen dann also nun auch für unseren Lebensunterhalt arbeiten wo und wie wir wollen und wenn mal ein Jäger auf uns trifft, tja... Pech gehabt... Egal für welche Seite auch immer, was?
Vor allem in unserem angestammten Gebiet, wo es von diesem Gezücht gerade nur so wimmelt. Hier wird es demnächst heiß her gehen, also bereitet sie sich besser schon mal auf eine Flut von Vermisstenmeldungen vor und wissen sie... das haben dann sie zu verantworten. Ich vertreidige hier nämlich lediglich MEIN REVIER gegen Mörder meiner Spezies!"
, knurrte Mia nur wieder gefährlich samtweich und der Minnister kam ins stottern.

"Oh... äh... na ja...  ich bin mir sicher das das unerfreulich ist... Und auch das es sich hierbei nur um ein bedauerliches Missverständniss auf komunaler Ebene handelt, Alpha Torben... ", sagte der Minsiter hastig und begann offensichtlich zu schwitzen.

"Ein Missverständnis nennen sie das?", fragte Mia ihn nun tatsächlich stinksauer und auch Torben zog finster seine Brauen zusammen. "Na dann stellen sie sich meine große Verwunderung vor als zwei menschliche Biologen mit dem Auftrag ihrer Naturschutzbehörde in meinem Territorium nach wilden Wölfen zu forschen und sie umzusiedeln, es gestern Mittag wagten ganz in der Nähe von meinem Haus auf Wolfsjagt zu gehen und dabei ausgerechnet meine junge, und gerade erst eingetroffene Luna nicht nur mit einem Betäubungspfeil abschossen sondern ihr sogar auch noch einen Hunde-Chip in den Nacken implantierten, sie mit tierischen Medikamenten impften und dann auch noch entwurmten. Ganz so als seien wir Werwölfe wilde Tiere.... IST DAS JETZT ALSO AB SOFORT SO, HERR MINNISTER?"

Der Innenminister lockerte sich erneut die Krawatte als Mia Torben bedrohlich aufknurren ließ.

"Wir aus dem Taunus haben in den letzten vier Jahren umfassend mit ihnen kooperiert, die Wölfe waren ruhiger, zurückhaltender, wir forderten nichts ein, sie haben sich auch nicht gemeldet, so dass wir hätten wissen können das wir ein Anrecht auf irgendwas gehabt hätten, aber sei es wie es sei. Sie denken wir sind jetzt zahm, oder? Sie denken mein Rudel ist in einem Käfig und ich stehe davor und sehe  tatenlos dabei zu wie ihre Regierung sie ganz allmählich abknallt, und unser Territorium Stück für Stück für ihre Belange zurück nehmen."

Steh bitte auf Torben udn beug dich ganz nahe über den Bildschirm dass er deine Augen sehen kann!, bat Mia ihn in Gedanken und Torben tat ihr knurrig den Gefallen, während der Minister nun ziemlich zu schwitzen begann. „Also... nein... So können sie das wirklich nicht sehen..."

" Sie werden feststellen das ihre schiesswütigen Biologen nun in unserer Gewalt sind und jeden Jäger den wir wiederrechtlich hier erwischen nehmen wir ebenfalls in unser Territorium auf.  Sie schicken uns so wie früher die Menschen und wir werden dafür sorgen das sie zukünftig von Nutzen sein werden... mitsamt ihren Familien, natürlich. Und da wir keine Gelder erhalten die uns weiterhin an unsere Grenzen binden könnten..."

"Natürlich erhalten sie fortan die Gelder...! Meine Sekretärin wird es gleich veranlassen, sofort zum nächsten Ersten...", beeilte sich der Minister gezwungen lächelnd zu versichern.

"Zu spät!" , donnerte Mia ihn durch Z
Torben gefährlich knurrend an.
Sie schulden meinem Rudel bereits vier Jahre an Geldern plus Zinsen und Schmerzensgeld für meine Wölfe.
Dazu kommt das Blutgeld für die beinahe getöteten Wölfe, die sie abschießen ließen, von der Sache mit meiner eigenen Luna ganz zu schweigen, so viel können sie gar nicht an Steuergeldern aufbringen, um mich dahingehend zu besänftigen.", höhnte sie weiter und schnaubte erbost.

"Also bitte... Alpha Torben... Mann kann doch über alles Reden, finden sie nicht auch? Die neuen Verträge mit den Rudeln bestehen immerhin schon seid einem Jahrhundert und wir haben diese Gesetze und Verträge ja auch nicht aus reinem Spaß ausgehandelt!", plusterte der Minister sich nun hochtrabend auf.
"Da soll mich doch...", fauchte Mia nun erst recht zornig los. "Wissen Sie was?
Ich vermute hinter diesem Wahnsinn nun Methode.
Und da ich ja persönlich auch nie einen Zugang zu den Regierungsgeschäften hatte, wie es seid über fünfhundert Jahren stets Brauch war, dürfte es sie auch sicher nicht groß jucken ihre Regierung nun darüber zu informieren, dass ich doch noch dahinter gekommen bin und das sie den Vertrag mit uns gebrochen haben... und zwar vorsätzlich!
Schade um die Zeit die die heute mit ihnen vergeudet habe.
Leben sie wohl!", drückte Mia das Gespräch mit dem nun eilig Protestierenden Minister über Torbens Kopf hinweg greifend weg und schloss kurz die Augen.

Er musste sich genauso erleichtert fühlen wie sie gerade, als die die Verbindung zwischen Ihnen beiden kappte. Sofort keuchte er leise auf und sah die ungläubig an.
„Was hast du getan?  Mia! Wenn die Werwölfe in ganz Deutschland und außerhalb geschützter Gebiete herumlaufen, dann gibt es bald ein Blutbad und die Menschen verfallen in Panik, werden sie gebissen und verwandeln sich auf einmal...", beschwerte er sich bei ihr.
Sie schüttelte nur über so viel Unverstand den Kopf.

Steh bitte auf. Ich werde gleich selbst das nächste Gespräch entgegennehmen., teilte sie ihm innerlich seufzend mit.
„Nächstes Gespräch???", erhob er sich verwirrt. Da klingelte bereits jemand über den Skype-Server an und Mia schob Torben kopfschüttelnd außerhalb der Kamerareichweite und sah ihn eindringlich an.
„Sieh zu und lerne!", flüsterte sie heiser, bevor sie sich hinsetzte und sich schnell ein wenig zerzauste...
Torben starrte sie derweil nur an, als hätte sie die nicht mehr alle. Aber okay.
Schließlich drückte sie besorgt zu ihm hinblickend auf die Gesprächsannahme und... Torben blinzelte denn die Bundeskanzlerin des Landes war selbst online.
„Guten Tag, Luna Mia.
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Initiation. Wie ich gehört habe gab es ein schwerwiegendes Vertragsrechts-Debakel von unserer Seite aus. Wir würden den Disput gerne gütlich beilegen, wenn sie dazu eine Chance sehen?!", fragte die Kanzlerin Mia ernsthaft, die nun die Tastatur bediente und schrieb:

Mein Mate und Alpha ist sehr wütend, Kanzlerin. Ich bin neu hier und lebe mich gerade erst ein. So fragte ich ihn vorhin vollkommen arglos wie oft er mit ihnen Rücksprache hielte, auch weil hier vielen ärmlich wirkt und wenig gepflegt.
Er sagte er wüsste nichts von einer Intervention der Regierung, oder von Geldern, damit die Rudel friedlich und ruhig innerhalb ihrer Territorien leben würden.
Er war doch Rogue... wurde von einem Mensch geboren und erzogen und lebt gütlich und friedlich mit diesen zusammen.
Er kam dennoch als Werwolf auf die Welt. Ich habe ihm von den Verträgen erzählt und nun... fühlt er sich sehr betrogen.
Vor allem weil sich hier gerade sehr viele Jäger und auch zwei Biologen herumtreiben und das Rudelgebiet einnehmen wollen.
Wölfe und auch unsere Welpen wurden in den letzten Wochen mehrfach betäubt, verschleppt oder aber angeschossen.
Er hat sich gefragt wieso der Kreis unser Land auf einmal für sich nutzen will, um dann darauf Wölfe zu jagen und wollte mir nicht glauben, als ich ihm erzählte es sei so gar nicht rechtens und wir dürften auch alle gar nicht Weltweit herumreisen um zu Arbeiten oder gar von hier weg zu gehen.
Er teilte mir daraufhin mit er und seine Leader bewegen sich schon seid vier Jahren Frei in Deutschland und Europa, denn niemand schloss den Vertrag mit ihm, wie es eigentlich ja sein soll.

Warum haben sie ihn nicht von Anfang an gütlich eingewiesen? Soweit ich weiß nahm Mann mit meinem Bruder sofort den Kontakt auf, als er damals Alpha wurde?!, fragte sie die Kanzlerin und wartete immer noch verärgert auf ihr Angebot zur Einigung.

Torben

Mia war vollkommen ernsthaft und auch die Bundeskanzlerin schien genau zu wissen um was es gerade ging und wirkte erstaunlich abgeklärt auf ihn.
Es erstaunte Torben total wie selbstverständlich man von höchster Stelle mit einem sechzehn jährigen Werwolf-Mädchen umging... sich entschuldigte ...und genau Bescheid wusste über etwas von dem er selbst gar nichts wusste.

Er hatte sich wohl die letzten Jahre vollkommen umsonst abgerackert, um hier alles am Laufen und die Wölfe trotzdem innerhalb der Territorium-Grenzen zu halten.
Jetzt wusste er auch endlich weshalb so viele über das klägliche Einkommen geklagt hatten und dass es ihnen unter seinem Vater viel besser gegangen war...
Dass der ja nicht alles für sich behalten hatte.

Er besaß aber in Wahrheit selbst viel weniger zum Leben als die meisten hier.
Doch hatte er unglaublich hart gearbeitet und in diesem Jahr endlich Erfolg...
Seine Augen begannen vor Wut zu glühen.
Und obwohl die Bundeskanzlerin gerade beschwichtigend meinend mit Mia sprach, wusste er genau dass diese Frau gerade wieder versuchte die gerade absolut frei und ungezwungen lebenden Wölfe schleunigst zurück in einen goldenen Käfig zu sperren.

Er hatte aber nicht vor dieser Heimtückischen Verlockung nachzugeben. In seinen Träumen hatte er sich immer nur ein freies Leben vorgestellt. Frei für alle Wölfe, unter den Menschen normal lebend und arbeitend und Geld verdienend.
So langsam begriff er nun das die Gegebenheiten und Voraussetzungen von Anfang an vollkommen Andere als gedacht gewesen waren.
Die Wölfe gingen nicht von alleine in die Selbstständigkeit, weil sie es nicht sollten und auch nicht durften. Die Menschen waren tatsächlich diejenigen die sie Zeit ihres Lebens einsperrten und knechteten.

Und sie machten den Platz des Rudels gerade ja auch immer kleiner... ganze Gemeinden hatten sie in den letzten drei Jahren aus dem Territorium heraus genommen, das vorher den Wölfen gehört hatte. Torben hatte das für Rechtens gehalten.
Tja... kein Wunder weshalb seine weiterbildenden Maßnahmen bei den Wölfen so wenig Anklang fanden. In den letzten vier Jahren war er anscheinend blind und Taub gewesen. Selbst Selma hatte vieles nicht gewusst oder verstanden.
Herrgott im Himmel...
Die Gesetze der Menschen banden die Wölfe wie Kettenhunde an ihr Territorium. Es beschützte sie und er als Alpha verteilte die Gelder und forderte dafür alleine schlichten Gehorsam ein?
- War es das?
Der einzige Weg für einen Werwolf war die Gefangenschaft und auch dass er, der Alpha, dafür sorgte dass Menschen die Bescheid wussten nicht fort gingen und über sie plauderten?
Dann war das hier tatsächlich eine Art Indianer-Reservat oder auch Gefangenen-KZ, mit seiner erkauften Oberaufsicht.
Gesetzlich geregelte Gefangenschaft für Wolf und Mensch... Für immer!?

Nicht. Mit. Mir!

Mia

Beunruhigt sah sie aus den Augenwinkeln wie Torbens Miene gefror, wie seine Augen zu glühen begannen...
Die Bundeskanzlerin radebrechte gerade etwas von wegen Vergleich und Abschlagszahlungen und vernünftige Einigung mit dem Alpha...
Da stand er auf einmal wieder hinter ihr und knurrte sie sauer an: „Mia! Mach die Kiste aus! Wir haben den Regierungsheinis schon alles gesagt! Alles, hörst du?", befahl er ihr gebieterisch.
Die Kanzlerin unterbrach sich in ihrem monoton-höflichen Vortrag über juristische Verjährungsfristen der nicht angeforderten Gelder und weitere langweilige Einzelheiten... und sog kurz hörbar tief die Luft ein.
Damit hatte sie wohl nicht gerechnet.
„Torben...!", versuchte Mia ebenfalls noch einmal flüsternd und direkt mit ihm zu sprechen, doch da knurrte er auf einmal bestialisch auf und zerrte den Stecker aus der Wand.
Zing...
Computer aus.
Bildschirm schwarz.
Sekundenlang fürchtete sie sich vor seinem wilden Knurren und den zornigen Blicken doch dann atmete sie kurz durch und dachte nach.
Eigentlich war das ja nun gar keine dumme Verhandlungsstrategie gewesen, die er da angewandt hatte...
Doch das Torben gar nicht mehr daran dachte zu verhandeln ging ihr tatsächlich erst auf, als er den gesamten veralteten Computer packte und mit einem Rums, der sich gewaschen hatte, an die nächste Wand warf.
Es klirrte und splitterte und polterte und krachte.

Ach... Du... gütige... Luna!!!!

Mia erhob sich rasch und wollte nur noch aus dem Arbeitszimmer entkommen, denn mit einem wütenden Torben, der jederzeit wieder zu Dark mutieren konnte wollte sie lieber nicht in einem Raum bleiben. Doch noch ehe sie aufstehen konnte hatte er sie auch schon gepackt und hoch gezerrt, fühlte sich herumgewirbelt... und spürte dann auf Einmal die Wand hinter sich , an die er sie presste und starrte großäugig zu ihm auf.

Torben...", flüsterte sie tonlos und erschrocken zu ihm hoch.

Denkst du ernsthaft ich bin wie ihr Mia? Denkst du ich lasse mich von unserer Regierung wie ein Tier im Zoo hier einsperren, mir mein Leben zerstören und kaputtmachen, obschon sie es doch mit ihrem bewussten Versäumnis gerade erst interessant gemacht haben?", knurrte er sie böse an.

Mia fühlte wie nah er ihr war. Sie konnte sich gerade kaum auf seine Worte konzentrieren sondern nur an seine Nähe denken, seine Wärme... sie fühlte ihre Wölfin in sich unruhig knurren und winseln. Sie wollte sich an ihren Gefährten schmiegen. So lange hatten sie beide darauf gewartet dass er sie holen würde, waren so enttäuscht gewesen und nun...? Wie lange hatte sie denn nun noch die Gelegenheit ihm nahe zu sein? Wie lange mochte es dauern bis sein Wolf die komplette Kontrolle an sich gerissen hatte? Wie viele Tage oder Stunden blieben ihnen noch?

Es spielt doch längst keine Rolle mehr, wie du gerne sein willst.", wisperte sie darum nur mutlos und sehnsuchtsvoll zu ihm auf. Hob eine Hand an sein Gesicht und er ließ es sogar verblüfft über sich ergehen und der unheilvolle Schimmer in seinen Augen erlosch.

Wie bitte?", fragte er sie schließlich zögernd.

Sie strich ihm besorgt über das rau und leicht kratzig anfühlende Gesicht. Er hatte sich heute nicht rasiert. Es kam ihr vielleicht nur für eine oder zwei Sekunden lang so vor als würde er ihr nachgeben, es auch fühlen, diese Anziehung zwischen ihren Seelen, diese Nähe..., bevor er ihre Hand einfing und sie knurrend runter drückte.

Mia, wovon zum Teufel redest du da? Und warum berührst du mich so?", fragte er sie rau klingend und sie wechselte fließend über in den Mate-Link:

Weil es vielleicht nicht mehr viele Gelegenheiten dazu geben wird, Torben. Du bist jetzt noch du... Aber bald schon bist du nur noch Dark... deine Bestie.
Es lässt sich leider nicht mehr aufhalten, denn du sprichst ja nie mit ihm. Du verhandelst auch nicht, gehst keinerlei Kompromisse für sein Wohlbefinden mit ihm ein. Dein Wolf muss sich immer gewaltsam nehmen was er zum Leben braucht, nur weil du dich selbst nicht achtest. Und deshalb versuche ich jetzt noch den besten für das Rudel einträglichsten Deal mit der Regierung zu schließen, damit sie wenigstens versorgt sein werden. Denn egal ob du nun mit Reisen oder
Ortswechseln oder genereller Freiheit aufgewachsen bist, Torben, das alles ist uns Werwölfen gar nicht wichtig. Wir wollen unser Territorium haben, wir wollen hier frei und ungezwungen verwandelt gehen und walken, wollen unsere Mate suchen, Familien Gründen, Kinder aufziehen, jagen gehen... leben!

Schön für euch aber ich bin kein reiner Wolf! Meine Mutter war und ist ein Mensch – immer noch!", unterbrach er sie eisig. "Und damit zählt auch dieser Schwachsinn von goldenem Käfig nicht für mich. Hast du das verstanden, Mia? Du wirst nicht weiter mit der Bundeskanzlerin darüber verhandeln das wir alle nur noch hier herumsitzen und eingesperrt wie Sardinen in einem kleinen Gebiet leben müssen von dem die Regierung sich in den letzten Jahren vier Gemeinden wieder genommen hat.
Ich bin der Meinung, wenn sie es so wollen, dann sollen sie uns unter sich lebend akzeptieren, egal wann egal wo egal in welchen Wäldern, Feldern, Orten!", fuhr er sie grob an.

Aber das würde doch bedeuten das dein Rudel sein Territorium komplett aufgeben müsste, das Jäger uns frei lebende jederzeit erschießen oder kennzeichnen könnten um ihren Wildbestand für den eigenen Bedarf zu sichern.", wandte Mia verwirrt ein. „Es würde bedeuten, dass dann noch mehr Menschen als nötig von uns erfahren und es eine Regelrechte Hexenjagd auf uns Werwölfe geben würde. Die Geschichte hat uns gelehrt solches besser nicht noch einmal zu riskieren, Torben!", versuchte Mia ihn weiter zu überzeugen. Doch er stieß sich einfach von der Wand ab und lehnte sich mit verächtlichem Ausdruck an den Schreibtisch an.

Wovor hast du solche Angst, hm? Die Menschen heute schreiben über Werwölfe und Vampire, es gibt große Communitys die sich als solche Verkleiden, so leben wollen, die sich mit diesem Rollenspiel die Zeit vertreiben. Es werden filme gedreht, Menschen haben Masken auf und alles nur weil es einen Mysterien-Hyphe um uns gibt der nicht der Realität entspricht, Mia. Denn wir können uns jederzeit verwandeln, Silber macht uns genauso viel oder wenig aus wie Bleikugeln und nur zu Vollmond, beginnt ein Junger Wolf oder ein gebissener Mensch sich zum ersten mal zu wandeln. Doch mit dem bissigen Bestienwesen hat es nichts zu tun. Wir können uns kontrollieren, wir können reisen, und die ganze Welt sehen, wenn wir das so wollen..."

Ja, aber die geborenen Wölfe leben und sterben in ihren Territorien, wollen auch gar nicht aus dem sicheren und geschützten Rahmen heraustreten, Torben. Wir sind hier vollkommen sicher, haben genug Geld zum Leben, keiner jagt uns, es sei denn es gibt so wie jetzt eine Verwirrung über die Gebietseinteilung und ob dieses Rudel überhaupt noch existiert. Du bist wie ein Mensch aufgewachsen. Du weißt es nicht besser. Aber echte Wölfe suchen ihr Heil nicht in der Flucht vor ihren Wurzeln, sie bleiben und leben und genießen das was sie haben!", erklärte sie ihm nun wieder normal sprechend und flüsterleise und seufzte schließlich tonlos vor sich hin.
Außerdem haben es die meisten Wölfe aus dem Taunus wohl nie gelernt sich in eine Menschliche Gesellschaft einzugliedern statt immer nur zu dominieren.Das war das Versäumnis deines Vaters. Aber entspricht den alten Gesetzen und Bräuchen.
Wenn ich gerade nur deine Luna wäre, müsste ich ob deiner offenkundigen Ablehnung meiner Person an deiner Seite, als Wölfin, als Oberhaupt eines Rudels und teil des Alpha-Paares im Kreiskampf meine Ehre gegen sämtliche weiblichen Wölfe dieses Rudels verteidigen, um anschließend überhaupt noch eine Stellung zu haben. Nun aber bin ich Alpha-Luna und so Leid es mir tut... Du hast gerade deine Kompetenzen Überschritten, Torben, indem du eine wichtige Verhandlung deiner Vorgesetzten unterbrochen hast.
", erklärte sie ihm doch lieber wieder über den Link.

Er sah sie nur ungläubig an.
„Nicht dein Ernst oder? Du willst die Wölfe also echt wieder zurück in einen Käfig sperren lassen, nur weil sie es nicht anders kennen und du auch nicht?", fauchte er sie erbost aufbrausend an.
Mia verschränkte lediglich Schutz suchend die Arme vor ihrer Brust.

Wie ich schon sagte... wird das was du dir wünschst bald keine große Rolle mehr spielen, denn dich wird es dann nicht mehr geben, sondern nur noch Dark.
Das ist leider eine Tatsache, Torben! Bei deiner negativen Einstellung zu allem was uns Wölfen und somit auch ihm heilig ist, wird dir keine Wahl gelassen werden und mir damit auch nicht.
Wir müssen jetzt also nur noch einzig das regeln was wir noch regeln können, bevor du ganz verschwindest.
, stellte sie tonlos flüsternd fest und einige Sekunden lang hätte man Stecknadeln fallen hören können, als Torben sie kreidebleich anblickte, so wie sie auch ihn.

Also hast du den Kampf schon aufgegeben?", fragte er sie schließlich verächtlich.

Mia sah nur stirnrunzelnd zum Fenster hin und presste kurz die Lippen aufeinander.

"Siehst du...? Genau das meinte ich ja gerade, Torben.", krächzte sie schließlich wieder ärgerlich los.  "Du hast es nur immer noch nicht verstanden. Das Leben zusammen mit deinem inneren Wolf in deinem Körper ist gar kein Kampf. Es ist eine Symbiose.
Ihr könnt nicht ohne den anderen Leben. Doch da du das einfach nicht erkennen, noch etwas an deiner agressiven, dich selbst verstümmelnden Haltung verändert haben willst, sehe ich die Dinge nun mal lieber realistisch, statt mir noch lange etwas vorzumachen.
Ich gebe dir noch allerhöchstens einen Monat, Torben, dann wirst du gänzlich verschwunden sein und deine Bestie frei und entfesselt mit vollstem Hass auf Mensch und Wolf und jedem Lebewesen, das ihm unter die Reißzähne kommen wird. Mir wird dann nichts mehr anderes übrig bleiben als mich selbst zu töten oder meinem Beta zu befehlen im Kreiskampf mit mir zum Alpha zu werden und es barmherzig schnell zu tun. Denn ich leide nicht gerne. Ich habe jetzt schon Jahre gelitten, Torben, weil du mir meine Stimme genommen hast. Doch ich würde unermesslich viel schlimmer leiden, wenn es dich nicht mehr gibt.", stellte sie noch krächzend fest und räusperte sich schließlich wieder heiser, berührte ihren Hals und wechselte doch wieder in den Mind-Link:
Und jetzt entschuldige mich bitte. Ich muss schnellst einen neuen Computer kaufen gehen um die Verhandlungen mit der Regierung fortzuführen... Keine Sorge wegen der Finanzen. Ich besitze eigenes Geld, das mir mein Vater vererbte. Es wird dich also garantiert auch nichts kosten. Aber solange ich hier die Alpha-Luna bin werde ich dafür sorgen das das Rudel wieder zusammenfindet und auch die Menschen es wieder gut behandeln... so gut sie nur können.
Und das gilt übrigens auch für dich, Torben.
Es ist dir hiermit ganz offiziell verboten einzugreifen wenn es Streit zwischen Mensch und Wolf gibt, denn wie ich bereits in unzähligen Rudelmind-Link Kommentaren von geborenen oder gebissenen Wölfen hören konnte, urteilst du
immer zu Gunsten der Menschen, ganz egal was auch immer die Menschen getan haben und ob ein Wolf sogar sein Leben verteidigen musste.
Die einzigen Ausnahmen bilden hierbei deine beiden Freunde, Ole und Silas, weil du nur ihrem Wort vertraust.
Das ist nun nicht mehr länger hinnehmbar, Torben.
Dieses Rudel wird also noch Gerechtigkeit lernen, bevor du in dir selbst und unter Darks Zorn verschwindest. - Und
du ...wirst es auch noch lernen, selbst wenn ich dich bei den Gelegenheiten mit Alpha-Stimme dazu zwingen muss!

Sie sah ihn nur noch unglücklich an und ging mit verschlossener Miene an ihm vorbei.

Doch da berührte er auf einmal ganz kurz nur ihren bloßen Arm. Mia wandte überrascht den Kopf und bemerkte den dunklen Blick seiner Augen.

Dark... und Torben... zusammen?

Sie atmete noch einmal unglücklich schniefend durch und wandte dann erst wieder den Blick schmerzlich fühlend zur Tür um

Ich wünschte so sehr du würdest nur ein mal richtig mit ihm reden!", flüsterte sie hauch leise und berührte ebenso kurz seine Finger an ihrem Arm und genoss das leichte kribbeln auf ihrer Haut.

Wie warm sich das anfühlte, wie schön...
Doch sie konnte ihm bei seinem inneren Kampf nicht helfen. Das zumindest hatte sie inzwischen eingesehen.
Also blieb ihr nur noch der Blick nach vorne und der Weg aus dem Arbeitszimmer hinaus, vorbei an den verstreut liegenden Computerteilen, während Torben ihr sehnsüchtig hinterher blickte... oder war es doch eher Dark?

Mia bekam was sie wollte nachdem sie endlich einen der älteren Mitarbeiter im Computerladen von ihrem Beta bei Seite zerren und über die geänderten Verhältnisse im Rudel hatte aufklären lassen. Es war erstaunlich. Da hatte Torben gerade mal vier Jahre die Füße still gehalten und schon hatte man das höfliche Umgangsprozedere mit dem Alpha des Ortsansässigen Rudels vergessen.

Doch mit Maron und Cap und Finn seinen besten Freunden die Maron gerne in Leaderposition gesehen hätte und ihr heute auch nur darum vorgestellt hatte, war das Ungemach schnell bereinigt, ihr Alter kein Thema mehr und auch die Polizei, die vorbei schaute weil einer der jüngeren Mitarbeiter sie alarmiert hatte, wurde umgehend eingeweiht und erinnerte sich noch gut an die früheren zustände.

Es gab so einige saure Gesichter, was Mia dann aber dazu veranlasste, nach dem Computer und Router-kauf noch einmal ins Rathaus zu gehen und dort für einigen Wirbel zu sorgen denn sie dachte gar nicht daran wie ein Mensch mehrere stunden oder Tage auf einen Termin beim Bürgermeister zu warten sondern ging geschützt von ihren Wölfen einfach die Treppe hinauf und betrat einen Konferenzsaal, ... wo sich bereits alle im Ort langjährig dienenden Menschen um den Tisch herum versammelt hatten um irgendeine Ausschusssache zu diskutieren.

Perfektes Timing also. Sie nickte Maron, ihrem Beta kurz zu und übernahm dann auch ihn wie sie kurz zuvor Torben übernommen hatte.

Guten Tag meine Herren. Die hier ist Alpha-Luna Mia, die Gefährtin von Alpha Torben, der zuletzt der Anführer des Taunus Rudels war und von ihr im Fairen Kreiskampf besiegt wurde.
Sie kann leider nicht zu ihnen sprechen da ihr Kehlkopf durch einen Biss verletzt wurde, hat sich aber heute zu ihnen bemüht da sie anscheinend vergessen haben was sich gehört.
Sie wissen doch sicher noch, dass es wichtig ist eine gute stabile Verbindung zwischen den Gruppen der Menschen und Werwölfe zu führen, eine ausgewogene Kommunikation zu unterhalten und vor allem das Wissen um ihre Zuständigkeitsbereiche zu haben und was sie absolut nichts angeht. 

Erstens... vier ausgelagerte Gemeinden in andere Kreise... machen sie es rückgängig und sprechen sie das mit der Regierung ab, vorher wird nicht weiter über den alten, gerade wegen eines Regierungsfehlers nicht existenten Schutzvertrages für umliegende Gemeinden, Ortschaften und Kreise verhandelt.

Zweitens, ausgestellte Jagdpachtscheine - machen sie es rückgängig sonst gibt es morgen schon Tote, und das nicht nur da draußen im Wald sondern auch hier. Sie haben zugelassen das Jäger unsere Welpen und Mütter und Wächter beschießen. Noch ist keiner gestorben, aber der nächste Schuss geht in die Andere Richtung, nur damit sie Bescheid wissen..."

Also... jetzt hören sie mal... das Rudel gibt es doch schon seid Jahren nicht mehr. Es hat sich zurückgezogen..."

Falsch meine Herren. Wir waren immer da... haben aber auf Geheiß und Befehl unseres neuen Alpha hin,  den Menschen ein wenig mehr Spielraum gewährt, was sie nun aber über die Maßen ausgenutzt haben, so wie wir es schon immer wussten.", meldete sich Finn knurrig zu Wort und auch auch Maron wollte gerne etwas sagen weshalb Mia ihn kurz aus ihrem Bann entließ.

Es war eine langjährige Studie über die Menschen und wie sehr sie den Zusammenschluss mit Werwölfen in ihrer Gemeinde wollen. Wie sich nun herausstellte gar nicht. Keiner hält sich mehr an die Regeln, Werwölfe werden ständig ausgenutzt, beschimpft und angefeindet.
Das hört ab heute wieder auf!"

Mia übernahm ihn wieder bevor er noch mehr Feindseligkeit verbreiten konnte und ließ ihn ihren Book suchen. Sie runzelte lediglich die Stirn und er beugte sich ihr... mürrisch.

Aber... aber...", meinte der Bürgermeister nur fassungslos zu seinem Rat hinschauend die aber alle nur stöhnend miteinander zu raunen begannen. „Hab ihn noch gewarnt... hab ich nicht?"

Der hatte sowieso keinen Plan, der Arschkriecher von Büttelshausen."

Sehen sie nun warum wir gegen ihren Entscheid mit den Jagdpachten waren, Bürgermeister! Jetzt haben sie die Wölfe richtig sauer gemacht!", hieb ein alter Greis motzig auf den Tisch und Mia musste gegen ihren willen lächeln.

Wieder ließ sie Maron sprechen:

Oh sauer haben sie uns noch nicht erlebt doch glauben sie mir, das wollen sie auch nicht.

Drittens... die allgemeine Schule hört augenblicklich mit der Diskriminierung auf sonst stellt Alpha-Luna Mia komplett neue Lehrer ein, die ausschließlich Werwölfe sein werden und mit den rebellierenden Teenagern der Menschen besser zurecht kommen werden, als die jetzigen Pädagogen.
Außerdem wird es mal wieder Zeit für einen Mate-Ball. Das hatten wir viel zu lange nicht. Alpha Luna Mia kommt aus dem Schwarzwald wo diese zwei mal im Jahr stattfinden. Doch wurden sie lange nicht mehr in den Taunus geladen. Auch das hört nun auf."

Das Geraune hub schon wieder an und auch das Stöhnen, während der Bürgermeister sich nun kreidebleich zurück in seinen Stuhl fallen ließ und eine ältere Dame verärgert zeterte : „Alles ihre Schuld... Hammerschmidt! Das sagen sie ihren Wählern und dann können sie von mir aus auch gleich zurücktreten, sie Arschloch!"
Mia hätte nun beinahe laut losgelacht, konnte es sich aber gerade noch verkneifen und sprach hastig über Maron weiter:

In zwei Monaten, bei Vollmond, wird der Mate-Ball der fünf Rudel in der Schulsporthalle stattfinden und sie werden alles wieder ganz genau so wie früher organisieren. Regeln: Keine Parfüms oder Deo sind an dem Abend am Körper erlaubt. Halten sie sich nicht daran, werden die jungen Leute einfach noch mal zwangsgeduscht und von den Wölfen abgeschrubbt. Und glauben sie nicht es bringt etwas, ziehen die Leute vorher schon aus der Stadt weg.
Denn dann werden die Familien Deutschlandweit aufgespürt werden, die Jungen über vierzehn von ihren Eltern getrennt, gebissen und unverzüglich in unser Rudel aufgenommen.

Bitte geben sie das in der nächsten Stadtversammlung genau so weiter.
Alpha-Luna Mia wird nicht mehr länger zögern das Recht durchzusetzen, nachdem man ihren Alpha von ihrer Seite aus so grundlegend verarscht hat... Dabei wollte er eigentlich gerne versuchen wie ein Mensch zu leben, sich an ihre Gesetze zu halten und niemandem je zu schaden.

Hat ganz offensichtlich auf ihrer Seite nicht funktioniert, darum zurück zu Status Quo."

Wieder das Geraune und jammernde Gestöhne.
„Hab ich es nicht gesagt, Hammerschmitt!!", donnerte der Greis erneut auf der Tischplatte herum und lief dabei beinahe lila an.

Mia biss sich nun ernsthaft fest auf die Unterlippe, um nicht über die gerade eben wild gerauften, letzten Haarbüschel des alten tot zu lachen, die nun nach allen Seiten hin auf seinem fast schon kahlen Eierkopf ab standen. Als hätte der Alte gerade eben in eine Steckdose gefasst... ach herrje!
Schmunzelnd konzentrierte sie sich wieder auf die übrigen Teilnehmer der Versammlung und erlaubte Maron sich kurz zu räuspern.

Erst dann, wenn die Ordnung wieder hergestellt ist, wird Alpha Torben vermutlich seine Erlaubnis geben und Alpha-Luna Mia kann dann weiter mit der Bundeskanzlerin über die nun schon seid vier Jahren ausstehenden Gelder, und auch die Blutgelder wegen der Fast-Tötungen unserer Rudelmitglieder verhandeln, die dem Rudel bis heute widerrechtlich vorenthalten werden.

Es sei denn sie möchten auf das Blutgeld an die Familien der Betroffenen verzichten und die Menschen die auf uns schossen übergeben, auf das wir sie richten. Das ist natürlich auch noch eine Möglichkeit.

Im übrigen befinden sich gerade zwei Biologen und Wolfsräuber in unserem Gewahrsam. Nur falls sie diese vermissen.
Sie haben Alpha-Luna Mia gestern fast erschossen, sie zuvor noch betäubt, ihr einen Tierchip im Nacken, eine Impfung und eine Wurmkur verpasst, so als wäre sie ein räudiger Köter von der Straße.

Zudem hatten sie auch noch vor sie zu entführen, um sie ihrem echten Wolfsrudel als neues Mitglied zu zu führen, was dann sehr schnell tödlich hätte enden können wenn sie noch benommen und betäubt unter echten Wölfen aufgewacht wäre. Sie können sich vorstellen wie empört das gesamte Rudel ist. Also erwarten wir auch für diese Tat ein gehöriges Blutgeld, denn es hätte nicht nur unsere Luna sondern damit auch unseren Alpha töten können was unser Rudel tatsächlich Anführer los und damit wild gemacht hätte."

Wieder vergrub der alte Greis nur aufstöhnend sein Gesicht in den Händen und lamentierte was von Idioten und idiotischen Verwandten, während der Bürgermeister nun jegliche Farbe im Gesicht verlor.

Vermutlich möchten sie auch hierüber mit den Verantwortlichen der Regierung über das  weiterleben der Beiden in Verhandlungen treten. Wenn nicht, entledigen wir sie natürlich gerne dieser Pflicht und wählen mit Freude in diesem Fall Blut statt Geld.", erklärte Mia den Gemeindeoberhäuptern gelassen.

Der ältere Herr raufte sich daraufhin nur wieder stöhnend die Haare und der Bürgermeister wimmerte nun beinahe schon. Ok, das also hatte der Alte mit Verwandtschaft und Idioten gemeint.  Sehr interessant.

Generell gilt gerade ohnehin nur noch das alte Rudelrecht im Territorium und auch in Deutschland.
Es gibt derzeit keine gültigen Verträge mit uns. Die Wölfe bewegen sich also seid vier Jahren schon vollkommen frei und ungezwungen auf gleich welchen Straßen und in gleich welchen Wäldern. Werden sie indes jetzt noch einmal angegriffen, geschossen, bedroht oder gejagt, zum Zwecke der Umsiedlung, endet es für den Menschen demnächst äußerst schlecht. 
- Bestenfalls noch als Omega-Werwolf im Rudel, wenn er die vielen Bisse überlebt.

Beleidigungen von Menschen wie auch Anpöbeleien sollten nun auch wieder unterbleiben, sonst gilt auch hier das alte Rudelrecht... bestenfalls endend mit neuen Rudelangehörigen, schlechtesten Falls mit dem Tod desjenigen der dachte sich über uns Werwölfe gebieterisch oder abfällig erheben zu dürfen.
Wir agieren gerne mit ihnen auf Augenhöhe.. höflich und korrekt, solange sie ebenfalls kooperieren. Und solange Alpha-Luna Mia hierbei das Sagen hat, wird sich auch nicht mehr abfällig oder auch nur ansatzweise negativ über das Taunus-Rudel unterhalten, es sei denn unsere Wölfe initiieren einen unprovozierten Angriff über den sie gerne sprechen möchten.
Im Rudelhaus wird demnächst immer jemand zu erreichen sein, wenn sie noch Fragen oder Sorgen oder Probleme mit unseren Wölfen haben sollten.
Wir möchten ein wieder friedliches und rechtlich gesichertes Miteinander ausarbeiten. Vermutlich wäre es klug auch dafür einen Ausschuss zu bilden.
Ich bin der Beta des Taunus-Rudels, Maron und ihr Ansprechpartner in allen rechtlichen oder ungesetzlichen oder Zwischen wolf- und menschlichen Dingen, selbst wenn Personen vermisst werden, wir stehen ihnen gerne zur Verfügung, um zu helfen.

Solange sie uns nicht schon wieder zu verarschen versuchen, genauso so, wie die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und seien sie froh das heute nur unsere Alpha-Luna Mia hier war und nicht der Alpha selbst. Denn dieser will gerade noch nicht einmal mehr mit ihnen verhandeln...!", schloss sie das Gespräch ab und und ihr Beta nickte ihr nur ein wenig grummelig zu.

Er will es gerade nicht und auch sonst nie!, hörte sie ihn im Mind-Link knurren.

Mia atmete nur kurz tief durch und nickte noch einmal entnervend ruhig in die Runde der nun vollkommen verstummten, weil geschockten Menschen und wandte sich mit ihren Wölfen zum Gehen.

Also... verdammt noch mal! Will denn hier wirklich niemand gegen diese rotzfreche kleine Göre, die sich nicht mal herab gelassen hat den Mund auf zu tun, behaupten?", brüllte der Bürgermeister plötzlich los.

Mia hielt nur eine Hand hoch, weil Maron sofort wild knurrend auf den Mann losstürmen wollte doch statt seiner ging sie zurück zu dem Ratstisch und öffnete den Mund:

Mein Gefährte erwählte mich im Alter von nur vierzehn Jahren auf unserem Mate-Ball im Schwarzwald zu seiner Mate und Luna. Und um die Verbindung zu besiegeln biss er mir aus Grimm über meine Widerspenstigkeit die Kehle durch!", krächzte sie hässlich und schrill klingend zu ihm und der Mann setzte sich einfach nur wieder hin, wie auch einige der anwesenden Frauen nun leise aufkieksten.

Mia ließ ihre Augen rötlich aufglühen.
„Denken sie nicht dass es mir jetzt noch etwas ausmacht Rotzfrech genannt zu werden. Doch eine Göre bin ich tatsächlich schon lange nicht mehr. Und nun noch einen guten Tag... wir hören todsicher von einander!", drohte sie den Stadtverordneten eisig und knurrte fiep-kreisch-grollend auf, bevor sie sich schlicht umwandte und mit ihren Wölfen wirklich finster und gangmäßig stark abgehend das Rathaus verließ.
Ganz so wie ihr Bruder das gemacht hätte, dachte sie bei sich.

Noch ein Problem gelöst, dachte sie nur bei sich, während sie neben Maron der nur noch still schwieg auf den Beifahrersitz einstieg und sich die schmerzende Stirn rieb.

Sie hatte Torben heute zu Hause gesagt er hätte noch knapp einen Monat bewusst zu leben. Doch insgeheim rechnete sie ihr restliches Leben nur noch in wenigen Stunden. Er war schon viel zu weit fort. Ihr Körper spürte es schon. Die Nähe zu ihm fehlte ihr, das Wolfsfieber würde schon bald zurückkehren, wenn kein Wunder geschah.
Doch vielleicht war es ja auch gut so. Im Fieber und der starre abgleitend würde sie einfach versinken und sterben, einschlafen und weg driften. Es würde nicht schlimm sein. Schlimm war nur hier zu bleiben und weiter zuzusehen wie Torben ganz langsam entglitt, oder Dark ihn ganz schnell und brutal verdrängen würde. Genau das hatte sie schon einmal mit ansehen müssen und einen ganzen Nachmittag lang gebangt, gehofft und gezittert, das der mächtige Wolf im Wesen ihrer Schwägerin doch noch einmal zurückgedrängt und ihr Bruder sie retten könnte. Sie hatte so sehr um ihrer beider Leben gefürchtet und sich stundenlang mit Mahmen eingeschlossen... gebetet.

Noch einmal könnte sie das garantiert nicht so durchstehen. Ganz davon abgesehen das Torben ein geborener Wolf war. Und da war der Wolf noch einmal viel stärker. Dark würde sich nicht mehr aus ihm raus prügeln lassen, nein. Er würde nur schlicht zum Monster werden und alles töten was ihm unter die Augen kam.

Es blieb ihr nur noch so wenig Zeit.
Und sie hatte immer noch so unendlich viel zu tun...

Zu Hause... ja sie bezeichnete das Rudelhaus jetzt langsam wirklich schon als ihr zu Hause... ließ sie die Wölfe die neue Computeranlage in einem der Zimmer im ersten Stockwerk aufbauen, in dem es eine Telefon und Internetdose gab. Um zu verhindern das Torben ihre Bemühungen wieder mit einer geplanten Zerstörungsaktion torpedieren würde, stellte sie danach sogar eine wache vor dem Zimmer auf und ging dann erst einmal hinaus ins Freie.

Tief sog sie die frische Luft des Taunus ein, genoss die Wärme der Sonnenstrahlen auf ihrem Gesicht und gab schließlich dem leisen Drängen ihrer inneren Wölfin nach sich zu verwandeln und einfach nur zu laufen. Laufen... Laufen... und nochmals Laufen.

Es fühlte sich gut an ihre geschwächten Muskeln zu strecken, ihren keuchenden, hechelnden Atem zu hören und einmal mehr Rast zu machen an jenem kleinen Teich in der nähe dieser Klinik. Diesmal aber kroch sie nicht in die Wurzelhöhle. Sie war nun Alpha-Luna. Sie musste sich nicht verstecken. Also legte sie sich oben neben den großen Wurzeln an den steil abfallenden Uferrand und döste einige Zeit lang nur vor sich hin um sich noch ein wenig zu ruhen und zu erholen.

Sie musste dann eingeschlafen sein, denn als sie erwachte war das eine wundervolle Wärme an ihrer Seite. Sie hob nur kurz den Kopf und begegnete Torbens Blick... Er hatte sich in den Wolf verwandelt.

Geht es dir nicht gut? Brauchst du deinen Rudelarzt?, fragte er sie besorgt über den Privaten Mind-Link. Mia lächelte schwach, für eine Wölfin eher ein Fänge blecken, aber sie hoffte er würde verstehen.

Ich habe es dir schon gesagt das die Impfung mich geschwächt hat. Außerdem noch der Schuss in die Brust und das Wolfsfieber...

Ich weiß nicht wofür du mich hältst aber nicht mal mein Bruder steckt das einfach so weg, also musst du es schlicht akzeptieren wenn ich mal verschwinde und mehr Wölfin bin als ein Mensch. Sowieso wäre ich gerade lieber ein Wolf... immer. Es ist so viel einfacher zu walken und zu vergessen was sonst noch alles in meinem Leben läuft... oder in deinem.

Sie seufzte leise krächze-fiepend und rappelte sich schließlich mühsam auf und verwandelte sich, wobei sie sich müde die Haare aus dem Gesicht zurück strich und auf die Uhr blickte.

Essenszeit.

Wo willst du hin? Ich dachte du wärst gerade lieber ein Wolf statt ein Mensch, also warum bleibst du nicht liegen?", fragte er sie weiter in Wolfsform bleibend und Mia sah ihn nur kurz irritiert ihre Stirn reibend an.

Ich nehme an, das du mir doch zumindest ab und an zuhörst.

Ich kann es mir gerade nicht leisten eine Mahlzeit auszulassen und da ich laut deiner Regeln und aufgrund deiner Abneigung ja nicht Jagen darf, muss ich wohl oder übel die Zeiten unserer Haushälterin einhalten. Sie hat alles vorbereitet, aber kochen werde ich... vermutlich.

Das ist schließlich Lunaaufgabe.", flüsterte sie tonlos.

Er verwandelte sich und packte sie blitzschnell an der Hand.

Bleib noch, Mia!", bat er sie heiser klingend.

Kurz musste sie mit sich kämpfen um nicht in Tränen auszubrechen.

Wieso, Torben? Du hasst meine Wölfin doch, schon vergessen? Du hasst alle Wölfe. Außerdem bist du böse auf mich weil ich die Rechtlichen Dinge des Rudels noch ordnen will und werde, obwohl du der Meinung bist das wir keine Schutzzonen für uns brauchen... das das hier ein Gefängnis ist..."

Das ist es auch Mia. Aber wer darin aufwächst kann es nicht sehen. Kann es nicht erkennen noch begreifen wie sehr sie die Werwölfe hier tatsächlich einschränken und gefangen halten. Sie daran hindern ein selbstbestimmtes Leben unter Menschen zu führen..."

Also willst du mich jetzt überzeugen deinem Weg zu folgen, ja? Willst du dass ich die Gelder die deinem Rudel zustehen ablehne, damit sie alle bettelarm in einem Territorium sitzen werden ohne Rechte, mit Jägern im Nacken und Biologen die sie betäuben und krank machen und Chipen? Du weißt gar nicht was du da von mir verlangst oder?", fragte sie ihn wieder ganz leise und flüsternd. Eine Träne lief ihr über das bleiche, erschöpfte Gesicht und sie schüttelte den Kopf.

Er kniff nur kurz die Lippen zusammen doch dann sah er sie so entschlossen an dass es ihr ganz mulmig zumute wurde.

Mia, ich werde dich nicht mit Worten von der Freiheit eines Menschen zu überzeugen versuchen, doch du bist jetzt Alpha und ich... brauche wohl oder übel deine Erlaubnis damit ich auch weiterhin frei sein kann... und es dir vielleicht auch zeige... was das für mich bedeutet.", fügte er noch finster brummend hinzu

Verwirrt sah sie ihn an und schüttelte schließlich den Kopf „Und darum bist du jetzt hier? Darum hast du gerade neben mir gelegen? Weil du meine Erlaubnis brauchst etwas zu tun was gegen unsere Gesetze verstößt?", fragte sie ihn ausdruckslos.

Werwolfgesetze, Mia, nicht meine. Und im übrigen ist es der Arbeit wegen, nicht weil ich hier gerade gehen will doch dieser Monat wurde noch als Arbeitsmonat geplant. Ich habe schon diese Woche alle Termine abgesagt und bin geblieben aber am Wochenende muss ich arbeiten. Ebenso wie Ole und Silas und noch zwei Menschen, die ich mitgebracht habe als ich hergezogen bin und die im Ort wohnen.", knurrte er nun beinahe und Mia sah ihn besorgt an.

Du...Arbeitest für den Unterhalt des Rudels?", fragte sie ihn verwundert.

Torben blickte sie nur spöttisch an.

Wenn man es als Arbeit betrachten will, was wir tun... ja. Und es ist inzwischen eine Verpflichtung geworden, die ich mir auch nicht nehmen lasse, Mia, auch nicht von dir oder dieser beschissenen Bundeskanzlerin. Ich arbeite und verzichte auf die Gelder, auf die Verträge. Wir kommen hier bestens klar und wenn die Wölfe nicht so grottenfaul währen und selbst arbeiten gehen würden dann hätten sie ach mehr als genug zum Leben.", erklärte er ihr finster und ergriff dann plötzlich ihre Hand.

Verwirrt zuckte sie zusammen und sah zu ihm auf.

Wieso tust du das?", fragte sie ihn leise.

Der Rudelarzt hat dich beobachtet. Er hat gesagt das du ständige Schmerzen hast, meine Nähe mildert das. Ebenso... wie das Wolfsfieber wieder zurückgedrängt wird, das erneut kurz vor dem Ausbruch steht.

Du bist zu schwach geworden, Mia. Wenn du nicht aufpasst fällst du wieder in diese furchtbare Starre zurück und stirbst.", kritisierte diesmal er sie eindringlich, fast schon besorgt.

Mia lief eine zweite Träne über das Gesicht und sie schniefte leise auf.

Warum kümmert dich das denn überhaupt noch, auf welche Weise ich sterbe? Das Fieber ist ruhig und sanft. Wenn die Schmerzen erst vergehen, kommt die Temperatur, dann die Starre und dann der Schlaf. Ich sterbe lieber daran, statt mich töten lassen zu müssen, nur weil du kein Wolf sein willst, Torben und dich deshalb nun selbst bekämpfst bis zum nahenden Exitus...", flüsterte sie unglücklich.

Auf einmal lag sie in seinen Armen, an seiner Brust und er hielt sie fest umfangen. Kurz sog sie überrascht aber auch erschrocken die Luft ein, fühlte sein leises Zittern, hörte ihn knurren, dachte schon jetzt würde er sie gleich von Dark übernommen so fest pressen oder an sich drücken dass er ihr glatt die Knochen brechen musste. Doch er hielt sie weiter nur ganz sanft, strich ihr sachte über das Haar, wieder und wieder...
Oh, bei Lunas Ohren...
Es fühlte sich so unfassbar gut an, so richtig und schön. Ihr ganzer Leib kribbelte unter seinen sachten Berührungen und es wurde sogar noch besser, für sie noch hoffnungsvoller, als er dann plötzlich ganz beseelt und leise, erst an ihrem Ohr und dann an der Mate-Bissnarbe entlang zum Hals hinunter küssend und hauchend, zu raunen und zu flüstern begann.
Immer wieder die selben Worte, leise... so leise... aber nichts desto trotz fest entschlossen: „Nein... Ich lasse dich nicht sterben, meine Mia... lasse dich nicht ... meine...nur Meine. Du gehörst mir, hörst du? Und ich lasse dich nicht sterben!"


Mia hatte keine Ahnung wie lange er da stand und sie umarmt hielt aber irgendwann hob er sie plötzlich mit Schwung auf die Arme und trug sie wie eine Braut den kleinen Hügel hinunter, halb um den Teich herum zu einem wartenden Geländewagen hin an dem Silas und Ole lehnten und warteten.

Kommt sie mit uns?", fragte Silas ihn nur kurz und schaute besorgt zu Mia hin, die eben noch verträumt den Kopf an seine breite Schulter angelehnt gehalten hatte, um seine Nähe zu spüren... und um ihrer Wölfin nach zu geben,die in ihrem Kopf wie eine irre schnurrte.
Darauf hatten sie beide so lange gewartet.
die Nähe ihres Mate...

Doch als er sich nun schlicht mit ihr auf die Rückbank setzte und Silas zunickte überkam sie doch ganz kurz ein sonderbares Gefühl.
„Torben, wohin genau willst du jetzt mit mir fahren?", flüsterte sie unsicher zu ihm auf.

Er sah ernsthaft aber zugleich auch eindringlich auf sie herab und legte einen Arm um ihre Schulter. Oh er roch so unglaublich gut...
„Da du nicht weißt was du vielleicht vermissen könntest, wenn du diesen Vertrag mit der Regierung im Namen von uns allen schließt, Mia, möchte ich zumindest die Gelegenheit erhalten, es dir zu zeigen!

Mir zeigen?", fragte sie ihn nur verwundert.

Du weißt aber schon, dass sie nur ihre Alphastimme benutzen muss, um uns sofort und für immer hier im Gebietskreis gefangen zu setzen?", schnaubte Ole nur höchst pessimistisch nach hinten.

Gefangen zu setzen?", fragte Mia ihn nur erneut verwirrt. Sie kam sich gerade vor wie ein Echo.

Mia, ich weiß das du bisher wenig Grund hattest mir irgendwie zu vertrauen, mein Wolf ist eine Bestie und das war er schon immer, verstehst du? Doch das was ich heute Abend vor habe, und morgen bis übermorgen früh, gefällt selbst ihm, also bitte ich dich... komm mit mir mit, zwei Tage nur... Und Montag Morgen sind wir zurück und dann kannst du immer noch entscheiden, ob du mir mein Leben... und allen unsere Selbstbestimmung verweigern willst, oder nicht.
Aber ich habe hierfür vier lange Jahre lang hart geschuftet und ich kann es dir nicht kampflos überlassen, mir das was mir das wichtigste auf der Welt ist einfach wegzunehmen... Ebenso wie du dir das Walken und Jagen nicht nehmen lassen wolltest.", erinnerte er sie eindringlich an ihr eigenenWorte von gestern... oder war es vorgestern gewesen?
Himmel, es passierte gerade so viel in so kurzer Zeit das sie langsam Schwierigkeiten hatte gedanklich nach zu kommen.

Verstehe ich dich also richtig, Torben, das du heute Abend die Grenzen unseres Territoriums verlassen und mir zeigen willst, womit ihr die ganzen Jahre über das Geld für das Rudel verdient habt...?", fragte sie ihn flüsternd und ernsthaft.

Er klopfte sachte auf die Kopfstütze des Fahrersitzes und Silas hielt den Wagen prompt an. Alle drehten sich nun wie auf Kommando zu ihr herum.
„Ja, so ist es.", sagte Torben entschlossen zu ihr.

Mia schloss kurz die Augen und verbiss sich eine weitere Träne.
„Hast du also deshalb eben gerade so getan, als würdest du mich mögen, nur damit ich zustimme?", fragte sie ihn fast schon mit brechender Stimme.

Er hielt ihr Gesicht in den Händen und seine Augen glühten fast schon vor Zorn, noch bevor sie blinzeln konnte.
„Ich habe es nicht nötig dir etwas vorzuspielen, Mia.
Ich habe gemeint was ich eben am Teich zu dir gesagt habe und dazu gehört verdammt noch mal auch, es irgendwie doch noch mit meiner bescheuerten Bestie hin zu kriegen, denn was du vielleicht nicht realisiert hast... Das Biest mag dich total gerne, auch wenn er ansonsten echt fies und gemeingefährlich ist und dich zwei mal fast schon tödlich verletzt hat.
Und er ist bei mir selbst im Übrigen immer am ruhigsten wenn ich gerade arbeite. Denn das kann er aus irgendeinem merkwürdigen Grund heraus doch noch echt gut leiden.
Also... hier der Deal... ja? Ich will es dir zeigen was wir machen! Nur dieses Wochenende! Du siehst es dir an, ohne jede Einschränkung und ohne einen Befehl von dir, das wir sofort hierher zurückkommen müssen.
Ich will ich dir beweisen dass es nicht nötig ist sich von der Regierung noch länger bestechen zu lassen, denn wir sind zumindest menschenähnliche Wesen, anpassungsfähig und auch erfolgreich, wenn man uns nur lässt!", erklärte er ihr eindringlich.

Mann hat uns ganze vier Jahre lang in Ruhe gelassen.", nickte auch Silas nur ernsthaft dazu und sah sie aber nicht mehr direkt an.

Jetzt aufzugeben wäre ein Eingeständnis das wir alle wirklich nur Tiere sind die tatsächlich weggesperrt gehören. Es wäre ein Eingeständnis, dass wir uns auch gar nicht selbst versorgen könnten, ähnlich wie Zoolöwen, oder Tierparktiere.", meinte auch Ole ausdruckslos, so als hätte er schon jede Hoffnung auf ihre Zustimmung aufgegeben.

Mia sah wieder nur zu Torben hin, unsicher was sie nun denken oder sagen oder befehlen sollte. Die Dinge waren doch eigentlich schon wieder gut ins Rollen gekommen, mit der Regierung, mit dem Kreis... Sie war heute beim Bürgermeister gewesen.
Ihr war gar nicht bewusst das Torben ihre Gedanken über den Mate-Link mit verfolgte.

Du hast ihm doch nur gesagt das du so lange nicht verhandeln wirst, bis die Punkte auf deiner Liste erfüllt sind.
Du hast nicht gesagt das du zum alten Vertrag zurückkehren willst, Mia. Und was außer Geld hat diese Regierung denn schon zu verlieren, wenn wir doch rein in Menschengestalt arbeiten, uns rein in Menschengestalt unter ihnen bewegen, wenn wir sogar wie Menschen handeln... und erst wieder zum Wolf werden wenn wir heimgekehrt sind...
Oder kannst du nicht zwei Tage lang am Stück in Menschengestalt bleiben? Musst du immer wieder kurz Wölfin sein?", fragte er sie besorgt und sie sah ihn zweifelnd an.

Ich kann durchaus ein paar Tage nur Mensch sein.", gab sie schließlich leise zu.

Er nickte kurz und atmete tief durch.

Dann bitte ich dich, Alpha-Luna Mia, deinem Mate den Wunsch zu erfüllen und dir zunächst anzusehen was mich glücklich macht, was mich frei fühlen lässt, was ich brauche, um zu leben, so wie du deine Wölfin brauchst.", bat er sie eindringlich und strich ihr erneut sachte über die Haare.
Berechnung, Verführung, dachte Mia nur wieder bestürzt, das es sogar funktionierte. Alles in ihr wurde bei seiner sanften Berührung nachgiebig und weich und sie wollte ihm jeden noch so kleinen Wunsch erfüllen, den er nur haben konnte.