Selma stand mit dem Rücken zu ihr und schimpfte gerade schon wieder auf Torben ein wie eine Furie:
„Du musst ihn endlich töten! Du musst, Torben, sonst war alles umsonst!", verlangte sie gerade von ihrem Sohn den Ultimativen Verrat.
Mia tippte ihr einfach nur mal seelenruhig auf die Schulter und wartete dann, bis die nur wenig größere aber ältere Frau sich mit zornigem Gesicht zu ihr umgedreht hatte.
„Kinder haben zu schweigen wenn Erwachsene reden!", griff sie Mia erbost an, doch diese lächelte nur fein, tippte sich selbst deutlich und drei mal auf die Mitte der Stirn und bohrte ihr dann den Zeigefinger beinahe in dir Brust hinein.
Das Gesicht von Mama Selma war unbeschreiblich, erstaunt, verwirrt, empört... zornig?!
Ja, eindeutig letztlich zornig.
Im Vorbeigehen sah sie noch kopfschüttelnd zu Torben hin der nur finster neben dem Bett stand und mit vor der Brust verschränkten Armen zugesehen hatte.

Sag ihr dass sie nur noch dieses eine Mal das Leben meines Beta oder eines Rudelwolfes bedroht hat, indem sie dich dazu anstiften wollte für sie zu töten. Das nächst Mal muss ich sie dem Gesetz übergeben.
Die inneren Angelegenheiten eines Rudels gehen einen reinen Menschen gar nichts an, Torben. Ja, diese dürfen noch nicht einmal direkt Einfluss nehmen.
Denn sie hat sich ja schließlich auch nur rein nach den menschlichen Gesetzen zu verantworten.
Währe sie ein Werwolf müsstest du sie nun töten, weil du an mich und meine Entscheidungen gebunden bist.
Ich will hier aber keinen Streit. Ich will auch keine Morde. Das muss endlich alles aufhören, wenn es jemals echten Frieden geben soll. Also mach es ihr begreiflich Torben oder aber sie zieht ab heute in den nächsten Ort., teilte sie ihm ernsthaft mit und sein Gesicht wurde sofort wenn möglich noch düsterer.
„Sag es ihr doch selbst, Alpha-Luna!", knurrte er sie grollend an.

Kurz zog sie die Brauen hoch, dann aber nickte sie kühl und wandte sich zu der verwirrt und böse blickenden Selma um.
„Du bist ein Mensch. Und du bist nur Gast in diesem Rudel aber kein Mitglied. Dazu müsstest du gebissen sein. Du hattest und wirst hier nie etwas zu sagen haben und wenn du meinen Beta bedrohst oder einen der anderen Wölfe,  oder meinen Mate noch einmal zum Mord anstiften willst, übergebe ich dich den örtlichen Behörden.", flüsterte sie ihr gelassener zu, als sie es gerade fühlte. Doch Sebastian hatte sie schließlich Beherrschung gelehrt.
Eiserne Beherrschung und keine Angst zu zeigen angesichts von älteren Respektspersonen oder gar der eigenen Mutter.

Selma blinzelte nur kurz erstaunt und auch Torben schien verblüfft, dass sie kein Blatt vor den Mund genommen hatte.
Doch scheinbar war es Selma dir hier keinerlei Respekt besaß denn die lachte nur abfällig auf:
„Du Kindchen willst hier ernsthaft was zu sagen haben? Dass ich nicht lache...!!!"
Mia hatte sie blitzschnell gepackt und gegen die Wand geklatscht, noch bevor die ältere Frau die Bewegung überhaupt gesehen hatte und hielt nun hart ihren Hals umfasst.
Selma schrie erstickt auf und Torben knurrte los, doch anscheinend war Maron bereits aufmerksam geworden, denn er stand mit Silas plötzlich im Raum und auch dieser schien heute ungewohnt finster drauf zu sein, während sich beide nun vor Torben stellten, um ihn davon abzuhalten seiner Mutter gegen Mia beizustehen.

Mia sah es nicht selbst, doch sie fühlte ihre eigenen Augen gerade heiß brennen und wusste das sie jetzt in einem feurigen Alpharot glühten, während sie nun ganz nahe an Selmas erschrocken verzerrtes Gesicht heranging und sie direkt auch noch mit ihrem Werwolf-Gebiss beeindruckte, dass sie direkt vor ihrer Nase grimmig fletschte.
„Du hast hier schon mehr als genug Schaden angerichtet, Mutter meines Mate.
Nur mein Respekt vor Torben und seiner Position in diesem unseren Rudel, lässt es überhaupt zu das du nach diesem neuerlichen verbalen Angriff noch weiterleben darfst.
Mein Beta hätte gerade eigentlich jedes Recht dazu dich zu töten, doch ich verwehre es ihm hiermit, ist dir das eigentlich bewusst du dumme, scharfzüngige Menschenfrau?
Und weißt du eigentlich auch, was du Torben, deinem eigenen Sohn, mit deinem generellen Hass auf alle Werwölfe angetan hast?
Er ist auch ein Solcher, Selma. Doch er kennt seinen eigenen Wolf nicht, achtet ihn nicht, versteht sich selbst und seine Bedürfnisse nicht und ist darum auch gar nicht fähig hier gerade der mächtige und gute Alpha zu sein, und einen Rangkampf mit mir oder egal wem auch immer auszutragen.
Denn du hast ihn lediglich zu einem ehrlosen Mörder erzogen und so sage ich dir nun folgendes und es ist dir letzte Warnung an dich:
Fordere mich oder Torben, Maron, Silas oder Ole noch jeden anderen Werwolf in diesem Rudel ein einziges Mal dazu auf eine dir unangenehme Person zu töten, dann wirst du fortan woanders leben müssen und deinen Sohn, wenn überhaupt, nur noch sehr selten sehen können.
Denn er ist immer noch der Alpha dieses Rudels. - Mein Mate!
Und du hast leider absolut keine Ahnung was das für uns beide bedeutet, welche Pflichten damit einhergehen oder was es aus uns macht.
Und dank dir und deiner schlechten Erziehung bin ich übrigens schon sehr lange kein Kind mehr. Nur wegen dir, muss ich nun an seiner statt die Alpha-Luna des Taunus-Rudels sein.", krächzte Mia nun heiser aber dank ihrer neuen Alphastimme doch etwas kraftvoller klingend als sonst heraus.
Und endlich blieb der ängstlich bebende Mund von Mama Selma geschlossen.

Langsam ließ Mia sie los und trat einen Schritt von ihr zurück. Das Brennen ihrer Augen ließ gleichsam nach.
Schließlich wandte sie den Kopf und sah Maron sich kurz leise räuspernd an.
Gibt es unten schon was zu Essen?, fragte sie ihn über den Leader Mind-Link, ganz Kühl ganz reserviert, denn sein feines Lächeln verstand sie zwar, doch es gefiel ihr nicht.
Dared hätte Dennis und Sebastian dafür glatt einen Kopf kürzer gemacht.

Natürlich Alpha-Luna. Die Haushälterin hat bereits aufgetragen. Wir warten nur noch auf euch... und den Alpha!", fügte er reichlich spät und wiederwillig hinzu.
Torben knurrte sauer auf, doch Mia fuhr bereits blitzschnell auf den verdutzten Wolf los und hieb ihm ihre Krallen einmal quer über das Gesicht, während sie zum ersten Mal den Alpha-Bann über jemanden wirkte:
Ein Beta hat respektvoll zum Alphapaar aufzuschauen und tust du es nicht dann kniest ... du... eben... nieder... Wolf!!!", krächzte die so laut und kratzig klingend wie klirrende Reißnägel auf einer Schiefertafel. Sogar in ihren eigenen Ohren schmerzte ihre zerstörte Stimme.
Doch der Bann, den sie Kraft ihres Zornes über den Taunuswolf legte, zwang ihn unvermittelt auf den Boden und seinen Blick nach unten.
Mia wartete nur kurz... versuchte dann ein Knurren das zu einem kratzenden Luftausstoßen wurde.
Doch der Beta schien trotzdem zu begreifen,
„Ich erbitte eure Vergebung, Alpha Torben.", sagte er tonlos.
„Du musst sie ihm gewähren oder verweigern. Verweigerst du aber, dann forderst du ihn zum Zweikampf auf Leben und Tod.", flüsterte Mia erklärend zu dem verwirrten Torben hin der kurz finster überlegte, sie dann direkt anblickte und nickte. „Ich gewähre.", grollte er düster und Selma zischte erbost auf. „Bist du verrückt, Ben? Er ist dein Feind..."
Mia presste sie sofort wieder rumsend zurück gehen die Wand und ihre Augen brannten erneut. „Wie ich schon sagte...", flüsterte sie warnend „Hast du keine Ahnung was du angerichtet hast, aber nun wirst du eines der Lehren Gästezimmer zu deiner Verfügung erhalten, um die Gesetzesbücher der Alten zu studieren.", sagte sie scharf flüsternd, bevor sie Maron wieder bezeichnend anblickte und zurück auf den Leader Mind-Link switchte.
Wenn du sie mit den Büchern versorgt und auch etwas zu Essen und zu trinken gebracht hast schließt du sie ein. Sie bleibt für sich, bis sie die Werwolf-Gesetze kennt und weiß was sie tut.
Und dann... wenn es hier einen Computer und Internetzugang gibt, fahr ihn hoch und sag mir Bescheid, gleich wenn du online bist.
Auch als Beta hast du gewisse Sorgfaltspflicht Pflichten, Maron.
Ich entstamme einem starken und Gesetzestreuen Rudel und werde hier sicher keine Genunziede egal an wem auch immer durchgehen lassen.
Alle werden respektiert, ob nun Wolfgeboren, gebissen, Rogues oder Menschen! , wies sie ihren gerade wenig Vertrauen erweckenden Beta mit Alpha-Zwang-Stimme an.
„Ja Alpha-Luna! Wie ihr befehlt."
Er wollte aufstehen doch Mia verstärkte noch ihren Willen. Ihr Bruder hatte ihr als die erst dreizehn gewesen war und er nach dem Todeskampf mit Aristo zum Alpha mutierte, erklärt wie das mit der Alphastimme funktionierte. Mann musste fest entschlossen sein, musste sich vorstellen was man von den Rudelwölfen die man Bannen wollte, sehen oder hören wollte.
Es war wie der Mind-Link nur im etliches intensiver.

Jetzt erst wusste sie wie intensiv...

Maron konnte sich nicht erheben, nicht bewegen, ja noch nicht einmal den Kopf heben und zitterte vor lauter Anstrengung es trotzdem zu tun... vergeblich... bis sie ihm nach langen Sekunden des Kampfes doch endlich gestattete sie wenigstens anzusehen.
Seine grünen Augen trafen auf ihre brennend roten.

Fordere mich nicht noch einmal so wie eben gerade heraus, Maron, sonst könnte es uns allen am Ende Leid tun! Ich brauche einen treuen und vor allem anderen auch gesetzestreuen Beta, der weiß was er tut, wie er mit mir und meinem Alpha spricht, was seine Aufgaben sind und wen er unbedingt respektieren muss, egal ob da persönliche Abneigungen im Spiel sind oder nicht.
Wir sind hier noch kein Rudel. Stehen kurz vor der endgültigen Vernichtung von innen und außen. Aber mit ein wenig gutem Willen von allen Seiten kann alles gut werden., sagte sie noch entschieden zu ihm.

Er nickte diesmal nur einmal unterwürfig und überaus ernsthaft und schluckte hart, bevor sie ihn mit einem Blinzeln los ließ und den Bann löste.
Er stand mit gesenktem Blick auf und griff nach Selmas Arm. „Kommt, die Alpha-Luna befiehlt es!", sagte er nun vollkommen ausdruckslos zu Selma die empört nach Torben rief und sich zu wehren versuchte.
„Geh mit!", flüsterte Mia darum Silas kurz tief durchatmend zu und er nickte nur erleichtert zu Torben hin, der gerade richtig fuchsig zu werden schien.

Stumm bat sie ihn über den Mind-Link kurz noch mit seiner Explosion zu warten bis die Tür zu sein würde und die Wölfe und Selma gegangen.
Sie zitterte fast schon wieder vor Schwäche und rieb sich kurz dir schmerzende Stirn, während sie die Zimmertüre leise schloss und sich dann erst wieder verzagt zu Torben umdrehte.

Er sah so grimmig und fies aus wie noch nie.

Mia ging ganz langsam auf ihn zu und sah ihn besorgt und auch fast schon verzweifelt an.
„Ich will nicht die Alpha-Luna sein, Torben. Ich hab solche Angst vor den Taunus-Wölfen und was hier demnächst alles noch geschehen kann.", flüsterte sie ganz ganz leise zu ihm auf und zögerte kurz, streckte ihre Hand dann zögernd nach seiner aus, während er sie nur um Fassung ringend und heftig nach Luft schnappend anstarrte.
Mit solcher umfassenden Ehrlichkeit hatte er nicht gerechnet.
Doch Mia konnte es nun einfach nicht mehr länger ertragen. Er war ihr Mate und er war eiskalt zu ihr.
Sie wusste dass sie das aus seiner Sicht auch verdient hatte, trotzdem steckten ihr Angst und Schrecken noch immer tief in den Knochen fest.
Also zögerte sie nun nicht mehr länger sich ganz langsam und zitternd an ihn zu lehnen und seinen wundervollen Duft ganz tief einzuatmen.
Bitte... nur... für einen Moment... - darf ich?, bat sie ihn über den privaten Mind-Link und berührte zaghaft seine Seiten, wollte sich an ihm festhalten und nie wieder loslassen.
Sie teilte mit ihm in dieser einen Sekunde nur ihre Angst und ihre tief empfundene Argonie.

Sie war erst sechzehn. Viel zu jung um eine Alpha-Luna zu sein, wie aus längst vergangenen Zeiten. Sie war auch bei weitem nicht stark genug, um alleine zu bestehen.
Ihr Atem entfloh zitternd schniefend ihren Lippen, als sie die Augen schloss und ihr Gesicht gegen seine harte breite Brust drückte, eigentlich schon sicher dass er sie nun gleich von sich stoßen würde.

Doch zu ihrer grenzenlosen Verwunderung nahm er sie auf einmal beruhigend sanft aber zugleich fest in den Arm.

Er fühlte sich so gut an, warm und stark.
Trotzdem konnten Sie natürlich nicht ewig so stehen bleiben, also schluckte sie schließlich einmal hart, trat durchatmend einen Schritt von ihm zurück und hob den Blick.
Nur um sofort erschrocken zusammen zu fahren, denn Torbens Augen waren kohlschwarz und dunkel geworden.

Er war gerade Dark!
Der Wolf hatte Torben wieder übernommen.

Verwirrt und ängstlich starrte sie ihn an, schluckte wieder und begann unwillkürlich zu zittern.
Da grollte der düstere Werwolf leise auf und hob seine Hand, um damit ganz sachte über ihr Gesicht zu streicheln. Beinahe wäre sie zurück gezuckt... ja, beinahe.
„Wenigstens ein echter Werwolf in diesem Irrenhaus. Lass dich ja nicht von ihm abhalten ein solcher zu sein, hörst du?", knurrte er sie beinahe tonlos klingend an.

Mia hätte fast angefangen zu weinen.
„Wie kann ich euch beiden nur helfen, Dark?", flüsterte sie heiser zu ihm auf.
Er lächelte grimmig, strich zugleich erneut ganz sanft über ihre Wange und sah sie dabei total liebevoll an.
„Das kannst du nicht. Er hört mir und auch dir nicht zu, denn er will kein Wolf sein. Er würde mich am liebsten töten, verstehst du das?", grollte er leise und Mia sah ihn nur unglücklich an.

Und darum willst du mich nun töten, oder?", flüsterte sie ahnungsvoll.
Er neigte den Kopf nur ein ganz klein wenig zur Seite und begann dann aber plötzlich zu Lächeln.
„Nein, meine Luna... ich könnte dich niemals töten. Aber ich musste einfach die falsche Matezeichnung durchbrechen, die dich deiner wunderschönen Singstimme beraubt hat und das Zeichen gleich wieder neu und richtig setzen, damit du gesund wirst... damit du bald schon wieder heulen kannst mit dem Rudel. Ich will dich hören und mich daran wärmen, kleine Luna.", gestand er ihr nun ebenso flüsternd und hob nun langsam seine beiden Hände vor ihre Augen, lies sich scharfe Krallen wachsen... bevor er sich dann aber diesmal selbst in den Handballen schnitt und ihr die blutende Wunde direkt an die Lippen hielt.
„Der Rudelarzt hat gesagt mein Blut wird dich heilen, Mia. Doch verrate es ihm nicht, verstehst du? Er soll sich ruhig  vor mir fürchten. Er muss denken dass ein Teil von ihm einfach zu brutal zu dir ist, als dass du noch mehr ertragen könntest. Dann vielleicht freundlicher zu dir, meine Mate. Dann wird er dir auch nicht mehr allzu sehr zürnen und nun trink!", befahl er ihr leise, fast schnurrend und Mia schnurrte beinahe ebenso, während sie das Blut in ihren Mund und sich gleich darauf wie unter Strom stehend fühlte. Zwei Schlucke, drei... vier...
„Beiß mich jetzt, Mia und nimm nicht so ernst was ich tue, um dich vor Schlimmerem zu beschützen. Glaub mir, seine Gedanken sind sehr viel brutaler als meine!", schnitt er ihr auf einmal mit drei Krallen-Nägeln sachte am Kinn hinab und verschmiere auch noch ihr eigenes Blut über ihren Mund und Hals, währed sie ihm gehorchte und ihn direkt über dem Schnitt in seinem Handballen fest ins Fleisch hinein biss, dass es noch mehr blutete. Er lächelte noch einmal kurz und packte sie dann brutal hart am Hals, knurrte, fauchte und würgte sie ganz kurz auch noch ernsthaft ...

...Und ließ sie dann plötzlich geschockt aufkeuchend wieder los, sodass sie hustend nach Atem ringen konnte.
„Gott... Nein!!! MIA!  Mia, was hab ich dir angetan...?", fragte Torben sie einmal mehr verstört und berührte ihre blutige Wange, sah sich zugleich verwirrt die Bisspuren an der eigenen Hand an, doch dann aber wieder sie, nun total entsetzt.

Mia aber sank nur unglücklich fühlend an der Wand entlang zu Boden und hustete noch ein wenig weiter, atmete schniefend und sah auf ihre blutbesudelten Hände hinab.
Was tat Dark denn da nur?
Und warum konnte sie Torben nicht einfach und ehrlich sagen, dass sein Wolf sie vor ihm zu beschützen und ihr zu helfen versuchte?
Warum nur war der Mann heute so kühl und kalt zu ihr gewesen der Wolf allerdings nicht...? Oder irrte sie sich gerade komplett in ihm?
Torben hatte sie im Schlaf an sich gezogen, oder?
War das dann etwa auch der Wolf gewesen?
Möchte die tatsächlich nur Dark, nicht aber Torben?
Da hockte er schon wieder vor ihr und sah sie hart keuchend an.
„Mia, rede mit mir! Was hab ich getan?", bat er sie eindringlich.
Also hob sie nur endlich den Blick aus tränenüberlaufenden Augen und sah ihn verzweifelt an.
„Ich will ja mit dir reden. Ich wollte nichts anderes, Torben aber ich weiß das du böse bist.
Ich habe deine Mutter eingesperrt, weil sie wiederholt unser beider Autorität in Frage gestellt hat und das vor Zeugen.
Das kostet uns bald die ganze Achtung des Rudels, wenn sie damit weiter so ungestraft fortfährt, aber ich weiß, dass es dir gleichgültig ist, weil die Meinung der Wölfe in deinen Augen gar nichts zählt. Ebensowenig meine.

Doch ich musste jetzt dafür sorgen dass sie zumindest unsere Gesetze kennt, bevor sie sie bricht, Torben Und das sie auch gleich weiß, was das für uns alle bedeuten könnte, wenn sie es tut. Denn das wird sie, wieder und wieder.", vermutete Mia zittrig und schüttelte unglücklich den Kopf.
„Wie gern würde ich auch dir die Regeln unserer Zivilisation erklären. Unsere stets gütliche Einigung mit unserem inneren Wolf. Aber du verachtest mich jetzt schon zu sehr, nur weil ich kein Mensch bin. Und ich werde es ja auch niemals sein, egal was auch immer du für mich geplant hattest.
Dein Wolf kann mich akzeptiert, weißt du?
Er will sogar das ich dich dazu zwinge ein Werwolf zu werden, aber auch das kann ich nicht.
Die Entscheidung was und wer du bist oder sein willst kannst nur du für dich alleine treffen, niemand sonst.
Ich weiß jetzt einzig, dass ich es weder deiner dir noch deinem Wolf Dark je recht machen kann, denn das geht weit über meine Kräfte hinaus.
Und so werde ich dich oder ihn nur immer wieder enttäuschen, dann wirst du zornig sein und verletzt mich, oder Dark erwacht und tut es...", schniefte sie hauchleise und hob dann die Hand, um sie ganz leicht nur auf seine Wange zu legen. Sie hatte solche Sehnsucht nach ihm, ihrem Mate.
Doch er sah sie nur wieder merklich kühler an.
„Oh gütige Luna... Wenn du nur sehen könntest wie kalt und hart du mich ansiehst. So hat wohl noch nie ein Werwolf seine Mate angesehen, wenn er sie nicht ablehnen wollte.", flüsterte sie tonlos und lächelte traurig.
„Jetzt gerade wünschte ich mir so sehr ich währe nie geboren worden und Luna hätte mir besser gar keinen Mate geschenkt, als dich und Dark. Denn du bist so zerrissen und krank, Torben, dass es mich vermutlich eher das Leben kosten wird, statt dass ich dich heilen oder deine Seelenpein auch nur lindern könnte. Es tut mir Leid.", krächzte sie noch halb erstickt, dann stand sie auf und kehrte zurück ins Badezimmer, schlug die Tür hinter sich zu, schloss ab und stellte die Dusche an.

Sie hatte gerade versucht ihm zu zeigen und zu erklären dass er ihr nicht gleichgültig war, doch er hatte kein einziges Wort dazu gesagt.

Der heiße Wasserstrahl wusch das Blut von ihrer Haut und Kleidung  ab und vermischte sich mit ihren heiß brennenden Tränen.
Sie schluckte oft daran und es fühlte sich plötzlich ganz seltsam in ihrer Kehle an. Anders...
Irgendwie kribbelig.
Aber sie wagte es nicht zu hoffen dass ein paar Schlucke Blut tatsächlich ihre Stimme geheilt hatten, denn noch immer konnte sie gerade nur flüstern.

Geduscht und in ein großes Handtuch gewickelt kehrte sie in das Zimmer zurück, wo Torben nun mit Wischlappen und Eimer eine kleine Blutlache am Boden wie auch einige Flecke an der weißen Wand entfernte. Er wirkte finster und brütend und sah nicht zu ihr auf.
„Ich habe dir frische Kleidung auf das Bett gelegt eine Werwölfin brachte sie vorbei. Das ist wohl Marons Intension gewesen.", brummelte er finster.
Mia sah ihn kurz verwirrt an.
„Wo sind denn meine Sachen? Hast du niemanden geschickt meine Koffer zu holen?", fragte sie ihn krächzend.
Er griente nur kühl und wischte weiter.
Mia begriff.
„Sie haben euch nicht gestattet sie zu holen, verstehe. Mein Lebenszeichen fehlt, denn auf das Wort eines Wolfes aus dem Taunus verlässt sich mein Bruder nicht. Nun denn...", zog sie sich rasch die Sporthosen und das weich fallende und silbrig schimmernde Shirt an, bevor sie an ihm vorbei ging und kurz stehen blieb.
„Er hat mir nicht lange weh getan und auch nicht sehr. Kratzer bedeuten für uns Werwölfe nichts. Sie heilen schnell.
Du brauchst dir also keine Gedanken darum zu machen was Dark mir tut, denn er ist nicht du. Auch deine Meinung zählt. Also benutze sie ruhig und schrei mich an, wenn du denkst ich verdiene es nicht anders."
Er sah verwirrt zu ihr hoch.
„Wie bitte?", fauchte er sie leise an. Doch sie sah nur gerade aus die Tür an.
„Du hast vor zwei Jahren dafür gesorgt das ein ängstliches kleines Mädchen verdammt schnell erwachsen und stark werden musste.
Doch sicherlich nicht ohne Grund.
Also lass deinen Zorn ruhig an mir aus. Ich bin ein Werwolf. Ich werde es schon ertragen können was du mir tust und nur wenn nicht wehre ich mich, ist doch fair, oder nicht?", bot sie ihm noch flüsternd an bevor sie leise aufatmend hinaus ging.
Sie ließ einen sprachlosen Torben am Boden kniend zurück.

Er starrte Sekundenlang nur blicklos auf die schon halb aufgewischte kleine Blutpfütze, bevor er den Lappen zittrig im Eimer auswusch und dann den Boden restlos säuberte.

Mia kam die Treppe hinunter und fand eine sehr nervöse Haushälterin im Flur vor, die furchtsam die Hände rang.
„Das...Das Essen ist jetzt aber sicher nicht mehr so warm und gut wie es sein sollte... Es tut mir Leid!", heulte sie beinahe los und Mia sah ihr überrascht zu, wie sie in die Küche floh.
Tja.
Nein.
Diese Frau hielt es hier definitiv nicht mehr lange aus., dachte sie bei sich und trat durch die geöffnete Tür ins Esszimmer ein.

Ole starrte sie sofort giftig an.
„Das Essen ist schon kalt!"
Maron betrat den Raum von der anderen Seite aus und knurrte drohend auf.
„An der Alpha-Luna übt kein Leader jemals Kritik!", bellte er Ole erbost an.
„Doch hat er Recht, Maron.", wandte Mia leise flüsternd ein. " Ich bin viel zu spät und die hiesigen Wölfe sind nicht an Luna-isst-First-Regeln gewöhnt.", fügte sie noch kratzig rau klingend hinzu und der Beta nickte nur düster zu ihr hin und senkte mal wieder den Kopf.
Mia rieb sich einmal mehr die Schmerzende Stirn.
„Und natürlich geht es auch ganz allgemein nicht gut. Wir sind kein klassisches Rudel. Es gibt hier Leader-Wölfe die rein menschlich arbeiten gehen, so wie Ole. Ich denke nicht dass ich die Luna-Regel also hier im Taunus befürworten kann.
Tatsächlich wurde sie auch im Schwarzwald schon längst abgeschafft. Rahel konnte es auch nie leiden dass alle auf sie warten mussten. Ihr könnt also essen wann immer ihr wollt ohne auf mich zu warten. Das gilt für das gesamte Rudel.
Die Hauptsache ist ihr lasst mir noch genug übrig, dass ich satt werde oder aber die Haushälterin muss noch etwas Neues für mich richten.", stellte Mia flüsternd klar und ging dann seitlich an der Wand entlang zu einem hölzernen Sekretär, den sie öffnete und etwas auf einen der bereit liegenden Zettel schrieb, bevor sie darauf biss und einen Abdruck schuf und dann auch noch ihre Wange daran rieb, bevor sie das Blatt faltete und in einen Umschlag steckte.
Damit ging die zurück zu dem finster da sitzenden Silas, der sich gerade reichlich aufgetan hatte und tippte ihn kurz sachte an, dass er zu ihr aufschauen musste.
Hast du eine Arbeit zu der du gleich aufbrechen musst oder bist du frei für einen wichtigen Auftrag, für den ich meinen Tic brauche?, fragte sie ihn über den Mind-Link.
„Ich bin frei, Luna. Zumindest heute noch.", knurrte er düster. Scheinbar konnte er sie hören aber den Link nicht selbst benutzen, dachte sie kurz auf ihre Lippe beißend
Sie nickte nur ernsthaft und legte den Umschlag neben seinen Teller.
Wenn du nicht über den Link reden kannst, dann nicke oder schüttle den Kopf. Es hat einen Grund warum es diesen Link gibt. Was hier gesagt wird bleibt unter den Wölfen der Führungsebene und ist nicht für andere Ohren bestimmt. Das gilt auch für Antworten auf Fragen. Und jetzt zu diesem hier... Bring das bitte an die Grenze, gib es nur Sebastian persönlich er ist Beta. Dieser Brief ist für meinen Bruder und du sagst ihm, dass deine Luna ihre Sachen haben will.
Kein Wort über das was hier passiert ist. Wenn mein Bruder davon erfährt brauchen wir ein Wunder um den Sturm zu überleben der da kommen wird.
Wenn er schweigend geht wartest du.
Wenn er eine Frage nach mir stellt schweigst du.
Und Übertritt nicht die Grenze, auch wenn sie dich provozieren sollten, sonst wirst du angegriffen.
Du gehst alleine, keine Rückendeckung. Das zeigt ihnen deine hohe Position im Rudel.
Nimm aber einen Wagen mit großem Kofferraum mit. Ich weiß, klingt nicht so spannend, du holst mein Gepäck ab... aber das hier verhindert den Beginn einer baldigen Invasion aus dem Schwarzwald., wies sie noch einmal ernsthaft auf den Brief und er nickte kurz irritiert und sah zu dem zähneknirschenden Maron hin, der sich ganz eindeutig übergangen fühlte... was er auch war.

Mia sah ihn jedoch nur ganz kurz finster an und er senkte augenblicklich den Kopf.
Gut für ihn, dann musste sie ihn wenigstens nicht noch einmal hier vor allen anderen Leuten zusammenscheißen. Zumindest er wusste also wie die Regeln lauteten.
Ihr Herz klopfte mal wieder viel zu schnell, als sie sich nun auf ihren Platz zur Rechten der Kopfposition setzte. Marons Kopf flog wieder hoch, weil das eigentlich Lunaposition war und nicht Alpha.
Doch sie saß hier ganz bewusst, denn als Torben nun ebenfalls herein kam, stutzte er kurz und sah sie verwirrt an.

"Du bist doch jetzt der Chef, dachte ich?", fragte er sie grimmig und nickte zum Chefsessel am Kopfteil der Tafel hin, doch sie schüttelte nur stumm den Kopf und nahm sich etwas vom Rührei und Speck, außerdem zwei Scheiben Toast. Sie war wirklich hungrig.
Also setzte er sich wieder auf seine alte Position und sah ganz kurz zu seinen grimmigen Freunden rüber.

Ich habe Silas einen Beta-Auftrag gegeben, der äußerst wichtig ist und menschliche Diplomatie erfordert.
Ich habe dafür Maron übergangen und riskiere gerade seinen Zorn.
Doch dein Freund fühlt sich trotzdem von mir verarscht.
Wie kommt dass, dass ihr nicht einmal die Grundlagen der Wolfsgrenzregeln beherrscht oder wisst was einen Krieg auslösen könnte und was nicht? Und bitte... versuche wenigstens einmal nur den privaten Mind-Link zwischen und zu benutzen wenn du mir Antworten willst. Sonst beschämst du dich und mich schon wieder vor dem Rudel.

Er sah sie kurz finster an und sie erwidertet seinen Blick so gerade heraus und emotionslos sie nur konnte.
Schließlich beugte er sich nahe an zu ihr hin und wisperte ihr leise ins Ohr.
„Ich kann eure bescheuerte Telepathie nur dann wenn ich auch Wolf bin. Also Klinke dich nicht dauernd ein, wenn du nicht willst dass ich dir normal antworte.
Gerade hatte sie noch die Gabel zum Mund geführt doch nun landete sie klirrend auf dem Teller und alle Wölfe sahen sie erstaunt an.
Mia stand schließlich heftig knurrend auf und sah erst Maron und dann wieder Torben ziemlich wütend an, während sie nur mit rotglühend Augen den allgemeinen Link zum ganzen Rudel öffnete.

Alle Wölfe die walken können finden sich umgehend vor dem Rudelhaus ein! Das ist ein Befehl! Diese Anmaßende Ausgestoßenenpolitik endet hier und heute! Wölfe des Taunusrudels... auf höchsten Befehl eurer Alpha-Luna hin... verlasst die Häuser und Wohn- und Arbeitsstätten und wandelt euch!!!
- SOFORT!!

Mia sah in die erstaunten, verwirrten, zornigen oder verständnislosen Gesichter ihres Rudels - das keines wahr.
Doch sie musste jetzt stark bleiben.
Torben hatte sich im Zorn verwandelt und stand nun grollend an ihrer Seite. Er konnte nicht anders, während von überall her Wölfe angehechelt kamen.
Das Rudel wuchs und wuchs und die verwirrten Stimmen in ihrem Bewusstsein mit denen sie durch diesen geistigen Zwang der Alpha-Luna-Stimme verbunden war, drückten unglaublich hart auf sie drauf.

Da war keine Ordnung, keine Disziplin oder das Erkennen von Bindung unter den Wölfen.
Nun gut.
Das halbe Rudel hatte demnach noch nie einen Walk vollzogen. Auch die Welpen nicht.
Doch selbst diese waren aus der Schule getürmt... hatten keine Wahl gehabt... ebenso Arbeiter und Angestellte. Sie hörte erschrockene und besorgte Stimmen.
Ich verliere meinen Job...
oh Gott ich verliere meinen Job, wovon sollen wir denn leben?
Amateure!
Sofort nach diesem geknurrten Wort herrschte Stille.
Die Gesichter wandten sich ihr zu.
Dieses Rudel ist kein Rudel, ist nicht verbunden und ich gebe niemand anderem die Schuld als jedem einzelnen von euch.
Nicht Walken, nicht jagen, nicht Wolf sein. Ein Alpha kann nicht alles alleine entscheiden. Er mischt sich nur ein wenn es überlebensnotwendig ist.
Die meisten von euch sind nicht im allgemeinen Rudellink verschaltet, selbst euer Alpha nicht.

Das bedeutet im Falle eines Angriffs von außen habt ihr alle keine Ahnung was da kommt außer die geborenen Wölfe.
Ihr würdet an eurer Arbeit in Menschengestalt einfach überrascht und  überrannt werden, könntet eure Kinder nicht holen und sie in Sicherheit bringen, könntet die Menschen die euch wichtig sind nicht evakuieren. Eure Verteidigung ist lax und ungeordnet. Die Wächter wechseln ihre Schicht in Menschengestalt und plaudern dabei auch noch. Nur der Umstand das Torben sich einen Ruf als Rogue-Mörder der ehrlos angreift und tötet erworben hat hält unsere Feinde zurück. Nur der Umstand dass ich zwei Jahre lang noch im Nachbarrudel lebte hat diese Grenze gesichert und den Kellerwald abgeschreckt. Doch nun bin ich hier und sehe dass ihr alle vollkommen wehrlos und hilflos seid. Darum verbinde ich heute jeden von euch im Rudellink, damit ihr warnen könnt, werdet ihr angegriffen, damit ihr Bescheid wisst, wenn die Grenzwacht nicht hält.
So überleben zumindest einige von uns.
Und nun folgt uns und walkt mit uns. Läuft einfach mit und öffnet euren Geist dem Rudel. Wir werden erst dann aufhören wenn ich spüre das jeder hier nun online und dabei ist. Wieder auszubrechen nützt euch also nichts. Das hier ist Überlebensnotwendig!

Mia zwang sie alle zu folgen, selbst Torben. Sie ließ ihr Entsetzen und all ihre Sorge in den Alpha-Zwang mit einfließen und es gab viele Wölfe die nun vorwärts getrieben wurden, die sich noch versuchten zu sträuben, oder nicht wussten wo ihr Platz war.
Mia zwang die geborenen Wölfe in die Rolle der Hüter hinein. Ein Wolf musste je einen anderen, bisher unwissenden Initianten anleiten und tat es auch, blieb neben ihm. Keine Rangfolge nur Folge heute. Das war das Einzige dass die Wölfe gerade verlässlich hinbekamen.
Sie hatten natürlich auch alle keine Wahl als mit zu machen, selbst Torben der vor Wut über ihren Zwang zitterte.
Mia bleib neben ihm und führte ihn Schritt für schritt, während sie auf ihren privaten Mate-Link switchte.
Ich weiß ich werde nachher sicher blutig dafür bezahlen, doch dass ist es mir wert dich endlich mit an den Rudellink zu bekommen, damit du, Alpha, sofort Bescheid weißt, wenn wir alle sterben müssen!
Denn der Kellerwald -Alpha ist inzwischen alt genug um uns anzugreifen.
Du hast seinen Vater getötet, Torben. Denkst du ernsthaft das wird nicht irgendwann erwidert?
Dieses Rudel ist bereits verloren, wenn wir nicht schleunigst zusammenstehen und uns allen helfen statt uns gegenseitig aus einem reinen Menschentrotz-Gedanken heraus zu unterdrücken!, fuhr sie ihn an und endlich bemerkte sie so etwas wie eine leichte Unsicherheit in ihm. Bemerkte das seine Beine sich nicht länger widersetzten. Er dachte nach... über ihre Worte... über den Kellerwald und die vielen Men...
Heule! Laut! Rufe sie alle, Torben!, befahl Mia ihm besorgt. Und er tat es, heulte und rief das Rudel damit während dem Walk und sie antworteten ihm auch fast alle.
Fast...
Noch einmal! Mit Alphastimme! Du hast sie noch, also benutze sie bitte, denn ich kann nicht heulen, Torben!, flehte sie ihn  verzweifelt darüber an und ihr Mate blieb abrupt stehen tänzelte... die Reihen schlossen auf, die geborenen führten die Rogues und gebissenen im Kreis um das in der Mitte stehende Alphapaar herum und Torben sah sie kurz giftig an.
Verdammt seist du dass du mich hierzu zwingst, knurrte er Mia erbost an.

Doch dann übernahm auf einmal Dark das Komando stampfte Alphagleich mit dem Fuß auf und rieb sich nur ganz kurz und sanft an ihr, während ein wölfisches Grinsen über seine Züge glitt.
Und dann heulte er, so laut, jubelnd und klar dass sich selbst Mia diesem mitreißenden Gefühl nicht verschließen und es zumindest Versuchen musste, kläff-krächz-heul, es war Schauderhaft, doch nun heulten alle Wölfe miteinander, erzwungen, mitgerissen, begeistert, erstaunt, verwirrt, verunsichert oder einfach nur anwesend.
Sie heulten mit dem Rudel und die Verbindung schloss sich wie ein rostiges, aber eingeschnappendes Scharnier.
Und Mia ließ die Wölfe augenblicklich los.
Es war vorbei.
Das heulen erstarb.
Sie trat tribbelnd auf der Stelle herum und ganz nahe an Darks Seite, der nur alle nahe stehenden männlichen Wölfe auf Abstand knurrte.
Mia aber trat nur noch einmal einen Schtitt vor und wandte sich an das Rudel:
Jetzt ist die Rudelverbindung in der Gemeinschaft geschlossen.
Ihr werdet nun auch in Menschengestalt online sein können. Wer das nicht will stellt sich eine Wand vor, eine Barrikade einen Geräuschschutz. So wird er oder sie nur noch das wirklich wichtige empfangen... Kann aber zugleich auch über seine Kinder in der Schule wachen und wissen was dort passiert.
Ihr werdet nun gewarnt sein, wenn der Kellerwald kommt.
Sucht euch jetzt schon sichere Orte, Schaft euch Panikräume für weibliche Wölfe und die Kinder. Die männlichen Wölfe aber müssen ab sofort alle den Kampf trainieren, sonst seid ihr vollkommen wehrlos, wenn ihr demnächst überrannt werdet.

Maron wird das Training der unkundigen Rudelwölfe leiten, und jeder Wolf wird ab sofort behandelt als sei er oder sie ein geborener Werwolf. Und wenn auch eine Wölfin das Kämpfen lernen will um sich und ihre Jungen zu verteidigen, so ist auch diese zum Training willkommen.

Wir sind jetzt ein Rudel, auch wenn ihr das so vielleicht nicht haben wolltet.
Ich aber kenne keinen anderen Weg als zusammen zu stehen. Ich habe schon früh gelernt das nur eine Gemeinschaft stark ist, nicht aber ein einzelner Wolf. Und noch eine Warnung für jene die nun erbost über meine Machtdemonstration gehen möchten: Außerhalb dieses Territoriums werdet ihr alle rudellos, werdet gejagt und getötet. Also schließt euch endlich zusammen und helft euch, statt gegeneinander zu gehen.

- Ihr könnt nun alle an eure Arbeit und Aufgabe zurückkehren!

Das ließen sich die meisten Wölfe nicht zwei Mal sagen und verschwanden schleunigst. Nur ein paar unsichere blieben zurück und Mia trat zu Ihnen hin.
Wenn euer Arbeitgeber euch Schwierigkeiten macht soll er oder sie im Rudelhaus anrufen.
Das hier ist Werwolf-Territorium. Es wird Zeit die Menschen daran zu erinnern, das sie uns ebenso verpflichtet sind wie wir auch Ihnen. Zunächst aber spreche ich mit dem Innenminister, damit er den Werwolf-Code wieder über unser Gebiet legt und die Menschen tatsächlich von ihrer Regierung erfahren das unsere Intervention hier im Kreis rechtens ist.
Das gilt auch für die Ordnungshüter.
Sie müssten es eigentlich fast alle noch kennen. So lange ist Torben ja noch nicht Alpha.

Mia! Wir müssen reden!", mischte sich dieser plötzlich schon wieder verwandelt ein... Und er war auch wieder Torben.
Grüne Augen!
Ja klar, jetzt kam die Strafe für ihr Verhalten.
Silas und Ole standen ebenfalls bei ihm und sahen ziemlich missmutig aus.
Also verwandelte sie sich auch und sah Silas scharf an.
Sag es wenn du meinen Auftrag nicht ausführen willst. Ansonsten hast du deine Befehle!, wies sie ihn von Torbens Seite. Er knurrte irgendwas, ging aber sofort zum Rudelhaus zurück.
Ole sah ganz kurz finster zu Torben hin, doch der winkte nur ab.
„Du bist sowieso schon zu spät und Mia will anscheinend nur immer mit mir alleine reden.
Ihre Gesundheit interessiert sie scheinbar wenig. Sowieso braucht sie nur diesen Quaksalber und ein totes Reh, dann noch ihre Wolfsgestalt und schon heilt sogar ein Lungendurchschuss einfach zu.
Simsalabim, - Hexe Mia packt das schon!
Und wenn nicht zaubert sie uns mit ihrer Alpha-Stimme gehorsam und bewegungslos."
Oh er war so sarkastisch... da erklangen über den Rudel-Link plötzlich ganz andere verächtliche und spöttische Stimmen.

Was meinst du ab wann dieser Idiot von Alpha die Verbindung spüren wird und tatsächlich auch benutzen kann?
Wenn du mich fragst... er ist zu dumm dazu!

Mias Kopf schoss zusammen mit Torbens und Oles herum, doch sofort griff sie mit Mate-link ein um Torben vorsorglich zu stoppen:
Noch nicht!!!, befahl sie ihm ernsthaft und er sah sie kurz wütend an während ein zweiter Wolf kicherte wie ein Mädchen.

Was diese Göre sich überhaupt erdreistet hat an uns Erwachsenen den Alpha-Link zu benutzen, nur damit wir zwei Kilometer zusammen spazieren rennen... Hast du das verstanden?
Ich glaube die drehen hier alle langsam ab."
Kein Wunder bei all den Kläffern und ihrer verschissenen Brut.", sagte der andere Wolf ätzend.
Wollen wir heute Abend wieder Welpen-aufmischen spielen?"
Klaro! Um Acht Uhr. Dann gehen die kleinen bösen Putzis immer noch mal Gassi..."

Mia hatte genug gehört sie streckte die Hand abwehrend zu Torben hin aus und konzentrierte sich auf den schon rennenden Maron.
Du wirst ihnen nichts tun, sie nur aus der Ferne beobachten lassen und wenn die beiden tatsächlich so blöd sind unsere Welpen anzugreifen und verletzen zu wollen, schlagen wir zu! Außerdem möchte ich sehen ob da noch mehr Rogue-Wölfe daran beteiligt gehen. Es ist besser den gesamten faulen Trieb zu kürzen als nur zwei Zweige.", erklärte Mia ihm zornig.
Ja Alpha-Luna! Wie du befiehlst., meldete ihr Beta sich nur wiederwillig zustimmend.

Erst danach wandte Mia sich wieder Torben zu und sah auch Ole mal eben hart schluckend an.
„Okay, ich weiß du willst mir jetzt die Hölle heiß machen, Torben, doch ich verrate dir jetzt mal was, was du sicher noch gar nicht gewusst hast und weshalb du bisher nie als Mensch dein Rudel hören konntest:
Du bist hier nie der Alpha des Taunusrudels gewesen, Torben, sondern nur ein Leitender und mordender, das Rudel brutal beherrschender Rogue-Leader.
Gerade habe ich das geändert. Nun ist jeder der heute und hier mitgelaufen ist ein vollwertiges Rudelmitglied und Teilnehmer am Rudel-Link.
Und du bist jetzt wirklich der Alpha.
Sorry wenn du das als Blödsinn oder Humbug empfindest aber du solltest dich heute vielleicht doch mal besser deiner Mahmen beim Gesetze-Lernen anschließen. Sie sind viel bindender als du denkst.
Entschuldige mich nun... Ich hab jetzt echt Hunger. Ich bekomme hier im Taunus schließlich nur selten, wenn überhaupt was gekochtes zu Essen. Darum muss ich nehmen was ich kriegen kann, gleich wenn's da steht, denn Jagen zu gehen gestattet mir mein Mate ja leider auch nicht.

Ich bitte dich also jetzt nur einzig darum mir wenigstens das noch eben zu gestatten, bevor du mich wieder schlägst, würgst oder bluten lässt, nur weil ich ein echter Werwolf bin und dir gerade aktiv dabei helfe dieses verdammte, außer Kontrolle geratene Rudel in den Griff zu kriegen."


Torben



Sie ging zum Rudelhaus zurück.
In Menschengestalt diesmal und sich auch schon wieder die Stirn reibend, so als hätte sie Schmerzen.
Vielleicht war das auch so, doch er konnte nicht anders als ihr für diese letzte Spitze zu zürnen, die sie da von sich gegeben hatte.
Silas kehrte nun ebenfalls zurück.
In die andere Richtung marschierend als Mia und er lief auch nur düster an ihr vorbei, ohne sie noch weiter zu beachten.

Irgendwas in Ben begehrte dagegen auf. Brüllte dass ein Wolf sich vor der Alpha-Luna respektvoll zu verhalten hätte, sonst würde er ihm Bald mal den nötigen Respekt lehren.

Klar dass das sein innerer Wolf war.
Die Bestie!
Dieser Hund der ihn die ganze Zeit über geistlos übernommen hatte... nur nicht heute.
Heute hatte er mitbekommen was weiter geschehen war.
Er hatte aber kein Bisschen eingreifen können als der Wolf ihn übernahm.
Mia befahl ihm sich zu wandeln, er musste es tun, sie befahl ihm wie ein Wolf zu heulen... klar doch.
Ein Mädchen... nein ein Wolf wie sie war unberechenbar.
Sie hatte seine Mutter eingesperrt, sie zwang Silas Postbote und Gepäcktransporteur zu sein und nannte das eine wichtige diplomatische Mission die eigentlich ihrem Beta gebührte, den die aber übergangen hätte... klar doch. Da würde sich doch jeder Hund gerne übergangen fühlen.
Wieder regte sich etwas in ihm und knurrte dunkel und wölfisch auf.
Du verstehst nichts, du bist ein Nichts!
Mach das du aus meinem Kopf raus kommst du niedere Kreatur!
Und eben deshalb, weil du so über uns denkst habe ich den Lucky Punch kommen lassen.
Du verdienst es nicht zu führen denn du führst alle nur ins Verderben aber ganz besonders uns beide!, knurrte seine innere Stimme erneut erbost auf.
Halt endlich dein Maul du brutales Vieh! Du hast Mia beinahe getötet! Hör endlich auf sie zu verletzen!!!
Wenn ich es nicht mache, machst du es noch viel brutaler. Vergiss nicht ich bin du und du bist ich. Wir sind zusammen Werwolf und ich folge nur deinen unkontrollierten Trieben, du Arschloch von einem Mensch!
Beleidige ich mich gerade dann nicht selbst? Wieso sollte ich so was bescheuertes tun?!, höhnte er innerlich und schüttelte zähneknirschend den Kopf.
Weil du bescheuert bist, Menschenwurm.
Doch du hast unsere Mate gehört und nun hörst du auch endlich mal wieder mich.
Jetzt ist Schluss mit lustig, Kumpel. Denn ich bin nun Dark, habe einen eigenen Namen und wenn du nicht anerkennen willst was wir beide sind und unsere junge Mate nicht glücklich machen, ein Werwolf-Mädchen sein und sie heil und unversehrt lassen kannst, dann erhebe ich mich und werde ohne dich an ihrer Seite stehen, werde sie ohne dich in meinen Armen halten, mit ihr Welpen machen, mit ihr Walken, mit ihr heulen, ihr mein Blut geben damit ihre Kehle endlich richtig heilen kann, du winselnder Kotzwurm, der ihr die wunderschöne Stimme nahm.
Denn das ist es was ein Mate tut, der sein anderes Seelenstück verletzt sieht.
Er gibt den letzten Tropfen seines Blutes nur für sie hin. Denn sie ist alles! ALLES, HÖRST DU???

Ben!!!", schüttelte Ole ihn heftig durch und sah besorgt auf ihn runter.
Er blinzelte und das besitzergreifende Gefühl in ihm verging so schnell, wie es gekommen war.
Schwer atmend ließ er sich auf eine Baumwurzel sinken und seine beiden Freunde hockten sich nun zutiefst besorgt vorhin hin.

Alles entgleitet mir. Der Wolf in mir drin ist viel zu stark geworden im ihn noch lange zu bändigen. - Es läuft nun alles ganz genau so ab wie damals bei Mike.", flüsterte er beunruhigt und betrachtete erbittert seine zitternden Hände.
Silas sah Ole kurz besorgt an.
„Und was, wenn du ihm nur ein kleines Bisschen nachgibst, so wie Mia es gesagt hat?
Walken gehen... und wie ein Wolf mit den anderen heulen?", fragte Ole ihn zögernd und Silas nickte ernsthaft dazu.

Ehrlich gesagt fand ich diese kurze Tour heute auch gar nicht so schlimm. Es spricht nichts dagegen, weil es keinen verletzt, oder?
Und als du zum zweiten Mal geheult hast hat es mich sogar richtig gepackt..."
„Das war er, Ole!", unterbrach Torben ihn knurrend.
„Er übernimmt mich in den letzten Tagen ständig. Und eben gerade hat er mich auch noch gewarnt, dass er mich tatsächlich ganz übernehmen wird, wenn ich Mia nicht ganz Werwolf sein lasse.
Aber... das ist ganz und gar unmöglich.
Sie zerstört doch gerade alles wieder und das autorritäre undemokratische und monströse Regieme der Vergangenheit erhebt sich erneut... Das kann ich einfach nicht zulassen. Mia muss mich noch einmal herausfordern und ich muss wieder Alpha sein. Anders kann's nicht funktionieren.", dachte er laut nach und nickte bekräftigend, doch Silas schüttelte nun wieder erwarten den Kopf.
„Alter... ernsthaft, Mann... ich hab mit Maron darüber geredet.
Er hat gesagt so einfach geht das jetzt nicht mehr bei einer weiblichen Alpha-Luna.
Tja... Wenn sie ein Typ währe, okay, aber sie ist deine Mate. Und sie hat den Ehren-Kampf ganz legal gewonnen.
Würde sie dich jetzt also gleich noch mal herausfordern währe es diesmal ein Alphakampf. Und damit ein Fight auf Leben und Tod, Mann.", brummelte Silas leise und zischte leise auf als Ole ihn in die Seite hieb.
„Ey?! Was? - Ist nun mal so! Ich hab's sogar noch mal nachgeschlagen, weil ich Maron nicht über den Weg traue. Und sowieso wird hier gerade alles immer komplizierter, schon gemerkt?
Wir hätten diese ganze Geschichte mit Brns Vater vergessen und in Frankreich oder Belgien bleiben sollen!
Wir stecken hier doch nur bis über die Hutkrempe voll im Mist und dein Plan die Wölfe zu Menschen zu erziehen hat auch nicht geklappt.
Mann ey, die wollen gar keine solchen sein, Ben. Die wechseln gerne ihre Gestalt und rennen rum, gehen jagen und rangeln sich den ganzen Tag..."
„Lass mich raten... deine Mate hat wieder mit dir gesprochen und du konntest ihr ihre Gedanken einfach nicht ausreden!", spottete Ole bissig dazwischen.
„Da geht es ihm genauso wie mir, Ole. Mia ist auch ein Werwolf. Und sie will auch kein Mensch sein und kann es ja auch gar nicht.
Ich fühle ihre Zerissenheit, wann immer die mich ansieht. Und vorhin im Kreis bevor der Wolf geheult hat... Mia hat sich da noch einmal ganz kurz an mich gelehnt und es hat sich so unglaublich richtig und echt gut angefühlt und ganz kurz nur... war das Tier in mir drin gebannt.
Ganz kurz nur schienen wir sogar genau das selbe gefühlt zu haben."
„Hey Knick jetzt bloß nicht ein, Benny!", bat Ole ihn eindringlich.
Torben sah kurz gequält zu Silas hin und auch der schaute gequält zurück.

Ole, Mann du verstehst das einfach nicht, aber Ben weis jetzt endlich wie's mir schon seid Monaten geht.
Es ist nicht zu ertragen, wenn dein Seelenpartner leidet. Dann leidest du auch und es scheint nur immer schlimmer statt besser zu werden.
Denn sie gewöhnen sich einfach nicht an Menschenregeln, weil sie keine Menschen sind, Ole. Und sie werden es niemals sein können... und wir in Wahrheit doch auch nicht mehr. Wir alle nicht, auch wenn wir es versucht haben."
Sie schwiegen, Torben schüttelte nur erbittert den Kopf.
Auch wenn Silas recht hatte und er selbst schon seid Tagen wie ein Hund litt... wann immer er Mia ansah, wann immer die verletzt ging, bewusstlos im Bett lag oder sogar weinte. Jedes Schniefen schnitt tief in sein Herz hinein und jede Träne zerriss ihn förmlich.
Doch sie erlaubte ihm sogar auch noch sie weiter zu verletzen, weil sie glaubte er wollte die nur dafür bestrafen wer und was sie war...

So... wenn nun niemand mehr was zu sagen hat... Ich geh dann mal besser bevor diese Ehrenhafte Aufgabe deiner Luna noch davonläuft und Maron der neue Postbote wird. So wie er ja auch alles Andere an sich gerissen hat. Der würde sich darüber doch sicher noch glatt ein Loch in den Bauch freuen, wenn ich die Koffer heute Abend nicht mitbringen würde.
Und unsere kleine Alpha-Luna erst..."
Hör auf sie so abfällig zu benennen, Silas!!!", befahl Torben ihm plötzlich wild aufknurrend und packte seinen Freund auch schon im nächsten Moment hart am Kragen.
Doch Ole ging sofort dazwischen.
„Oh Mann! Wir werden hier langsam echt zu Bestien Leute! Ben! Geh zu deiner Mia und reg dich ab. Und teile ihr doch einfach mal mit, dass du nicht vorhast sie zu verprügeln und das dass nur dein beschissenes Monster ist, dass so was irres tut.
Dann frage Sie doch auch gleich mal höflich wie man den Tod umgehen und trotzdem wieder die Kontrolle übernehmen kann, okay? Ich geh derweil mal was Arbeiten.", verabschiedete sich Ole nur fauchend von seinen Freunden und er stampfte frustriert davon.
„Er wird immer unruhiger, Ben. Was wenn Ali recht hat und ihm fehlt eine eigene Mate?, fragte Silas ihn noch leise.
„Ich kann ihm nicht helfen und dir auch nicht, Sil. Genauso wenig könnt ihr mir helfen. Nur versprich mir noch einmal mich ja nicht hängen zu lassen, ja? Sorg dafür das auch Mia nicht leiden muss, wenn ich irgendwann untergehe und nicht wieder kehre. Wenigstens das will ich sicher wissen."
Silas nickte nur wieder ganz ernsthaft, so wie schon einmal vor langer Zeit.

Sie würden sich gegenseitig von ihrem Joch erlösen, wenn sie einmal komplett zu Bestien wurden und nicht wiederkehren würden.


Mia ging direkt ins Esszimmer zurück und fand die Haushälterin beim Abräumen vor.

Stehen lassen! Bitte! Und holen sie die Eier zurück, die schmecken echt prima.", bat sie sie laut flüsternd.

Uhhha!!!" Die Frau währe beinahe über den Tisch gesprungen vor Schreck.

Mia sah sie nur innerlich seufzend an.
„Oh Mann... Sorry, ich will dich nicht erschrecken, aber ... tja... niemand hier wird dich fressen, klar?
Kannst du denn jetzt vielleicht mal wieder runter kommen und mich ganz normal behandeln?
Ist ja fast nicht auszuhalten wie ängstlich du bist. Ist das auch bei Torben so, oder bin speziell ich es, die dich hier so erschreckt hat?
Vielleicht weil ich immer nur flüstere?", fragte Mia die entsetzt blickende Frau genervt.
„- Dafür kann ich nichts. Torben hat mir zwei Mal fast die Kehle raus gerissen, und es heilt nicht mehr richtig, okay?", setzte sie sich dann einfach grimmig zurück auf ihren Platz und schaute nur noch kopfschüttelnd zu wie die furchtsame Haushälterin nun fast schluchzend zur Tür hinaus stürmte.

Fast so als wäre ich Dracular und wollte ihr Blut aussaugen.", brummelte sie noch einmal finster vor sich hin und schüttelte verständnislos den Kopf.
„Du musst ihr die Ängstlichkeit verzeihen.", sagte Torben plötzlich von der Tür her und atmete seufzend durch. „Sie war schon hier als ich das Rudel übernahm und hat ganze zwei Jahre gebraucht, um nicht mehr bei jedem Wort das ich sagte heftigst zusammen zu zucken.", erklärte er ihr grimmig lächelnd.
Wie seine wunderschönen Augen funkelten...
Mia wäre nun gerne aufgestanden und zu ihm hingegangen um sich an ihn zu schmiegen.
Er ist unser Mate...
schnell verdrängte die ihre Sehnsucht wieder und schüttelte über sich selbst erbost den Kopf.
Rahel würde ihm eine runtergehauen haben... ständig... mit der Eisenstange.
Sie dagegen benahm sich wie eine erbärmliche Närrin.

Weißt du es ist nicht so leicht für sie keine Angst zu haben. Mein Vorgänger hat sie sich wohl schon als Kind geraubt und ihre ganze Familie dabei getötet, nur damit sie nicht mehr weglaufen würde. Er hat sie sehr oft geschlagen oder zusammengetreten. Sie verhält sich also nur so wie man es ihr beigebracht hat. Das hat nichts mit dir zu tun.", meldete sich Torben ebenso brummig und setzte sich seufzend neben sie an den Tisch.

Auch er nahm sich seinen Teller, der schon auf dem Tablett zum Abtragen gestanden hatte zurück und aß die kalten Eier und den Schinken weiter, genauso wie Mia nun auch, zutiefst betroffen von seinem Bericht.

Also deshalb waren wir immer nur mit dem Taunus verfeindet. Zu viele Tote und zu brutale Geschichten die wahr sind.", murmelte Mia heiser und nippte an ihrem nun kalten Kakao.
Wie gerne sie nun total locker und ruhig gewesen währe, doch gerade in seiner Nähe konnte sie total gut nachempfinden wie es der Haushälterin gerade mit ihnen allen erging.
Wobei ihre Gefühle aber ständig die Richtung wechselten.
Jetzt zum Beispiel war er ihr wieder zu nahe, lag seine Hand zu nahe bei ihrer, erinnerte sie sich unwillkürlich wieder an seinen Zorn da draußen im Wald.
Seine Reaktion darauf stand immer noch aus. Und jetzt gerade waren sie ganz alleine.
Sie konnte nichts dagegen tun das ihre Hand... Quatsch ... das ihr ganzer Leib vor Furcht zu schlottern begann.
Unwillkürlich sah er auf und die an. Erst verwirrt, dann aber gleich wieder finster.
„Die Tapfere spielst du also nur vor den Wölfen, hm? Du hast inzwischen genauso viel Schiss vor mir wie Silvia vor allen geborenen Wölfen.
Hey, ganz ruhig. Ich schlage dich schon nicht, Mia, keine Sorge. Und wenn ich nicht von meiner Bestie übernommen werde ist auch deine Kehle sicher.", bemerkte er genervt seufzend und knurrte noch irgendwas leises und unverständliches hinterher.

Sie biss sich kurz hart auf die Lippe und schloss beschämt die Augen. Er war ihr Mate und machte dich schon wieder über sie lustig, na toll.

Scheinbar denken alle Werwölfe dieses Rudels das ein Mensch der endlich mal dominiert prinzipiell grausam zu euch ist, einfach weil ihr Wölfe seid. Dabei wollte ich hier eigentlich nur helfen, damit die Menschen nicht mehr so unter euch Bestien leiden müssen.", knurrte er düster vor sich hin.
Mia schluckte mehrmals hart, um ihren Mund zu lehren, bevor sie ihm antwortete.

Ich bin keine Bestie. Ich bin ein Werwolf... und du übrigens auch. Dich selbst als Mensch zu bezeichnen ist ein Fehler.
Und nur damit du es weißt... Es tut mir nicht Leid dass ich dich und deine Freunde gezwungen habe heute ein Teil dieses Rudels zu werden und nicht nur übelst herrschende Rogues zu bleiben.
Wüssten die anderen Alphas davon, was hier tatsächlich gelaufen ist, währen sie hier doch schon längst einmarschiert um das Gebiet zu säubern und es sich zu nehmen. Allen voran mein Bruder.
Er hat eine Wächterarmee von über 800 ausgebildeten Wächter-Werwölfen.
Vor zwei Jahren dachte ich ja noch, hier währe alles genauso gut organisiert wie im Schwarzwald und deine Reaktionen seien ganz Werwolf.
Ich dachte... da du ebenso schnell wie effizient tötest, spielst du nicht lange herum. Das hat schließlich auch meinen Bruder und unsere Leader schwer beeindruck.
Du hast Rahel vor dem Kellerwaldalpha gerettet und ihren Angreifer so unglaublich schnell erwischt und getötet... doch bisher musste der Junge Kator es wohl nur mit seinen inneren Rudelproblemen aufnehmen. Er war schließlich auch erst vierzehn Jahre alt als sein Vater und seine Mutter starben.
Da müssen so einige Wölfe versucht haben ihn bei der Gelegenheit gleich auch noch zu beseitigen. Doch wie man hört ist er nun sehr stark geworden. Selbst mein Bruder lässt es heute nicht mehr auf einen Kampf mit ihm ankommen und Dennis hat nur mehr seine neuen Grenzen befestigt und hält sie, statt weiter in sein Territorium zu dringen.", plapperte die nervös drauflos.
Doch eigentlich tat sie das nur weil Torben gerade wieder aufgestanden war und ganz seltsam auf sie runter schaute.

Unsicher erwiderte sie seinen ernsthaften Blick und ließ fast ihr Besteck fallen als er unvermittelt hinter ihren Stuhl trat und ihr seine Finger sachte auf die Schulter legte.
Sie zuckte. Konnte es einfach nicht verhindern und schluckte erneut hart an dem gerade riesengroß gewordenen Klos in ihrem Hals.

Was ich am meisten an meinem Dasein hasse ist dieser unglaubliche Geruchsinn. Ich rieche einfach alles, Schweiß, Hitze, Freude, die vielen einladenden Pheromone, wenn ihr Wölfinnen bereit zur Paarung seid, der Gestank von Parfüm oder Deo an den Menschen.
Doch Angst riecht noch schlechter als das.
Und bei Panik wird mir geradezu übel.", erklärte er ihr leise.

Okay?
Dann hatte sie wohl also gerade schon Panik, vor ihm, weil er zu Essen aufgehört hatte?!

Ich habe dich wiederholt verletzt, es tut mir Leid. Auch das ich nicht zu deinem Geburtstag gekommen bin um dich zu holen."
Seine Hand strich gerade nur ganz sachte über ihr Haar, doch Mia traute sich nicht, sich zu bewegen.
„Ich hätte mit dir in ständigem Kontakt bleiben sollen, dann wärst du nicht einfach so hier aufgetaucht und keiner hätte dich einsperren, fast töten oder rücksichtslos behandeln können.", flüsterte nun er ganz leise.
„Eigentlich hatte ich es ja auch ganz anders für dich geplant. Ich wollte erst noch dein Zimmer renovieren, dein Bad erneuern.
Es richtig hübsch und gemütlich für dich machen, damit du dich wohl genug fühlst um es hier auszuhalten... so weit weg von deiner Familie.
Es muss dir schwer fallen sie nicht mehr zu sehen. Doch wenn du willst, bringe ich dich gerne mal nächste Woche auf einen Besuch nach Hause..."

Mia ließ ihr Besteck klirrend fallen und drehte sich ungläubig zu ihm um.
Bist du bescheuert???, brüllte sie ihn nun beinahe vor Zorn platzend im Mind-Link an und sah wie er erschrocken zusammenzuckte.
Zugleich aber sah sie ihn so bleich und entsetzt an dass es ihm ganz mulmig zu werden schien.
Mia aber zitterte nun vor Schreck über seine schier Bodenlose Unwissenheit.
Oh mein Gott!!! Das ist so was von Verrat an deinem eigenen Rudel, sowas auch nur zu erwägen... Torben bitte, ernsthaft sprich nicht laut über so was. Ich bin ein Werwolf und kein Mensch.
Selbst wenn ich meine Familie vermisse werde ich sicher niemals dieses Krankmachende Heimweh empfinden wie Menschenkinder.
Wir wachsen total anders auf das solche, sind viel schneller erwachsen und müssen es auch sein... Sonst könnten wir doch nie überleben, Mann!, fuhr sie ihn im Mind-Link an und packte sich schließlich seine Hände, stand hastig auf und zog ihn hinter dich her und die Treppe hinauf.

Ein Wolf stand vor einer der Türen.
„Selma?", fragte sie ihn krächzend und er wies auf die gegenüberliegende Seite.

Mia riss die Tür auf und fand ihre sogenannte Schwiegermutter ärgerlich am Fenster stehend vor. Auf dem Schreibtisch einen großen Stapel Bücher liegend. Sie hatte aber noch nicht einmal angefangen.
„Na? Kommt ihr endlich um diese Farce zu beenden?", fauchte sie mehr Torben als sie an.
Kopfschüttelnd zog Mia die Bücher heran und suchte ein ganz Bestimmtes heraus. Sie blätterte schnell zu dem Kapitel vor, wo es um den Wechsel von Wölfinnen in andere Rudel ging und reichte es ihm fahrig zu.
„Lies das! - Und nimm es ernst! Sonst sind wir beide nämlich bald tot!", flüsterte sie ihm noch einmal fast schon kieksend zu und ging dann kopfschüttend wieder hinaus.
Doch er folgte ihr auf dem Fuß. Mia nickte dem Wolf zu, die Tür wieder vor Selma, die auch hastig mit rausgehen wollte, zu schließen, was dieser auch prompt grinsend tat.
Der Wutschrei und das Poltern gegen die Zimmertüre ließ Torben erneut auffahren.
„Mia... also bitte!", fauchte er beinahe schon los.
Doch sie wandte sich ihm nun lediglich zu und befahl im mit Alpha-Stimme über den Mind-Link:
Komm jetzt einfach mit mir in unser Zimmer Torben. Es wird Zeit dass du was wesentliches über unsere Gattung erfährst, bevor du dich noch aus Unverständnis selber tötest.


Er folgte ihr.
Zumindest das.

Mia keuchte schon beinahe vor Anstrengung, sich zurückzuhalten, sich nicht in die Wölfin zu verwandeln und wahrscheinlich dann zu sterben... oder wieder mal schwer verletzt zu werden, bei dem Versuch in ehrlichem Zorn auf ihn loszugehen, als sie endlich ihr Zimmer erreichten und hielt ihm die Tür auf damit er durchgehen konnte. Im Korridor tauchte einer der Wölfe auf, die sie heute um Maron hatte herumschleichen sehen.
Es kam ihr vor als würde er sie beide ausspionieren wollen. Sein Blick hatte etwas seltsames an sich.

Geht auf Wache und stört uns jetzt nicht!, befahl sie dem Wolf, wie auch gleichzeitig den übrigen Wölfen im Rudellink ruppig und mit Alphastimme, dann knallte sie die Tür zu und schloss ab.

Sie spürte ihn hinter sich stehen, roch seine Verwirrung aber auch seinen unglaublichen Mateduft, der sie anzog wie nichts Anderes im Leben und versuchte ihren rasenden Herzschlag wieder ein wenig zu beruhigen.
Ihn anzugreifen half hier nicht. Er würde es gar nicht verstehen, warum sie gegen ihn ankämpfte...
So wie er vieles nicht verstand und es scheinbar auch gar nicht wollte.
Mia war sich fast sicher dass die Wölfe des Rudels Torben schon längst getötet hätten, wenn er sich nicht mit ihr verbunden hätte.
Ob nun durch einen Hinterhalt oder durch Gift. Und sie konnte sie verstehen, oh ja. Nach diesem letzten Satz eben um so besser noch...

"Was wolltest du mir sagen Mia?", fragte er sie nun elendig ruhig und Mia drehte sich kreidebleich zu ihm um.

Wie lange haben die Taunuswölfe früher versucht dich zu töten, Torben, bevor sie nach unserer Verbindung vor zwei Jahren damit aufgehört haben?, fragte sie ihn über den Matelink. Er sah sie nur kurz erstaunt an und dann aber zweifelnd.

"Woher weißt du das, dass sie es immer mal wieder versucht haben?", frgate er sie leise, flüsternd.
Benutz den Matelink, Torben, du kannst es. Sieh mich einfach an und sprich in Gedanken zu mir, und wenn ich mal nicht vor dir stehe, dann stell dir mein Gesicht vor, während du zu mir in Gedanken sprichst.
Du merkst es sofort, dass der Link sich aufbaut, bitte tu es jetzt bevor wir hier noch heute alle beide nur wegen deiner blasierten Dummheit ermordet werden. Oder besser gesagt wegen der Dummheit deiner Mutter.

Mia...!

Nein, du verstehst es immer noch nicht, oder!? Ich beleidige hier nicht wild in der Gehend herum ich versuche dir und Selma das Scheiß Leben zu retten. Und mir damit natürlich auch.
Also sag mir Einfach: Was hat sie sich nur dabei gedacht dich, ihren einzigen Sohn dazu zu benutzen um ein alteingesessenes Rudel Werwölfe zu kontrollieren, die aber immer schon unkontrollierbar waren?
Was hast du dir nur dabei gedacht?
Ich, Torben, geborener Werwolf aber als Rogue- Mensch aufgewachsen gehe hin, räche meine Mutter die vergewaltigt und geschwängert wurde und stell die Übergriffe auf Menschen ein, die der Taunus sich regelmäßig geleistet hat?, fragte sie ihn erbost und raufte sich die Haare.

Er starrte sie lediglich finster an und schwieg.
Mia hob nur hilflos krächzend die Schultern.

Du bist der geborene Sohn ihres grausamen, aber geschätzten letzten Apha, Torben und er erkannte dich an, noch vor seinem Tod.
Nur deshalb bist du hier von den sicherlich hoch konservativen Wölfen zunächst in Ruhe gelassen worden.
Aber die Halbstarken und Kinder und die Mütter die du quasie mit deinen Vorstellungen vom viel besseren Wesen eines Menschen durch deine unsinnigen Befehle rein geistig Vergewaltigt, gefoltert und geknebelt hast, während sie an irgendwelchen unsichtbaren Ketten deiner Alpha-Befehle hingen... die sind immer noch echt tödlich verletzt und sauer auf dich...
und weißt du was? Sie haben Recht! Selbst ich würde dich gerade liebend gerne und vor allen anderen umbringen, Torben.

Würdest du vielleicht mal damit aufhören so melodramatisch zu sein?
Ich habe dir angeboten deine Familie zu besuchen, Mia und du rastest einfach aus. Und was das Rudel betrifft... meine Vorgehensweise dient alleine dafür die Sicherheit der Menschen in diesem Landkreis wieder herzustellen und du bist noch viel zu jung um das auch nur in Frage zu stellen, Mia!, unterbrach er sie wütend. Doch Mia ging nun doch auf ihn los, schlug ihm mit einem Fußfeger die Beine unter dem Hintern weg und stieß ihn gewaltsam an dass er halb auf das Bett und halb auf den Boden stürzte, bevor sie blitzschnell nachsetzte und ihm eine saftige Ohrfeige verpasste.

Du bist ein Dreckskerl, Torben.
Ein Monster! Die Bestie die du andauernd in uns Wölfen sehen willst.
Ein mieser Betrüger und fieser Mörder unschuldiger Wölfe.
Hattest du echt und tatsächlich vor hier in deinem Rudel einen Genunzid zu beginnen? Hast du etwa auch noch verboten, dass deine Rudelwölfe Kinder zeugen, ja?
Wer bist du eigentlich, das du denkst das entscheiden zu dürfen, welche Spezies und Gattung auf der Welt leben darf, eh? Stalin oder Hitler?, fragte sie ihn bissig. Er stand schon wider und schnappte sich ihre Bluse, um sie gegen die nächste Wand zu klatschen.

Was weist du denn schon, Mia! Dein Rudel ist Menschen gegenüber vielleicht etwas freundlicher gestimmt, doch auch ihr raubt Mädchen und Jungen und macht sie zu euren Sklaven, zu euren Dienern, zu euren Arbeitern. Ihr beisst sie und benutzt sie Mia. Ihr sperrt die Menschen in einem Landkreis ein, aus dem sie nicht rin mal mehr raus dürfen. Niemals, auch nur einen Urlaub machen... niemals sich anders entscheiden und weg ziehen...

Ja!!! Weil sie dich sonst von der Menschenregierung wegen ihres Wissens um uns Wölfe gejagt und getötet würden, Torben!, riss sie sich erneut los und stieß ihn von sich.
Er schaute sie nur bass erstaunt an, während Mia nur wieder das Buch in die Hand nahm, das zu Boden gefallen war und es ihm erneut hart gegen die Brust warf.

Diese Regelungen die hier im Buch aufgelistet sind wurden von euren Regierungen für uns aufgestellt. Sie würden nach langjährigen, zähen Verhandlungen irgendwann um 1900 zusammengestellt und sind für uns alle bindend, für Wölfe und auch Menschen die in unserem Umkreis leben.
Wir stehen vom Tag unserer Geburt an immer unter Beobachtung, Torben dafür sind wir aber auch die vorherrschende Klasse in unseren Tälern und Wäldern, in denen wir auf unserem Wunsch hin leben.
Es ist ein unglaublich empfindliches Gleichgewicht in das du da wie ein Kleinkind reingepfuscht hast. Vollkommen resistent für Kritik und Vorschläge und vollkommen voreingenommen.
Früher gab es enorme Kriege mit hohen Verlusten an Leben auf beiden Seiten.
Diese Tage aber sind schon lange vorbei. Und nur selten gibt es einen Alpha der so wie dein Vater ist.
Die Regierung konnten darin nicht eingreifen, doch schnappten sie sich eines Tages die Luna deines Vaters und brachten sie in eine Klinik um sie zu sterilisieren, damit zumindest seine schlechten Gene nicht weiter getragen werden würden, Torben.

Doch er hat dich trotzdem gezeugt. Mit einer unschuldigen Menschenfrau. Und als du her gekommen bist und deinen Vater getötet hast um seinen Platz einzunehmen, durften sie sich da wieder nicht einmischen

Aber jetzt bist du da, verstehst nichts, weißt nichts fragst nichts, sondern experimentierst mit denkenden, fühlenden und lebenden Wesen herum, statt den Gesetzen der Regierung zu folgen.
Um Lunas Willen und den deines Gottes Torben... wir dürfen hier ein einigermaßen freies Leben führen, wir dürfen Firmen haben, Arbeitsplätze bieten, steuern zahlen. Wir dürfen Menschen zeigen was und wer wir wirklich sind, doch sobald sie freiwillig zugestimmt haben in unserem Landkreis zu bleiben, weil sie hier Arbeit haben, weil es ihnen hier vielleicht besser geht, dann müssen sie sich auch zum Teil auch an unsere Gesetze halten.
Das alles einfach über den Hsufen zu schmeißen, zu ändern und so zu machen wie du dir ausdenkst dass du es gerne anders hättest ist Lebensgefährlich, Torben!
Deine Menschenregierung wird nicht zögern dieses Rudel und auch dich und Selma komplett auszulöschen, wenn es zu viele Streitigkeiten hier geben sollte, zu viele Menschen den Tod finden, der Alpha zu oft wechselt...
Verdammt... wir sind alle dazu verpflichtet ruhig und friedlich zu leben, zu jagen, zu Walken, unser Glück in einer hoffentlichen Mateverbindung zu finden und wenn wir sie nicht hier unter den hiesigen Menschen und Wölfen finden, dann müssen wir gut ein Dutzend Anträge stellen und Formulare ausfüllen, nur damit der Wolf der seine Mate Sucht innerhalb von Deutschland auch wirklich weiter suchen darf, bis er sein Mädchen oder seinen Jungen findet.

So was würde die Regierung niemals erlauben, Mia!

Doch das tun sie! Und das wüsstest du auch wenn du deine Pflichten ernsthaft aufgenommen hättest und dem Rudrl ein wirklicher Alpha gewesen wärst.
Aber du willst uns ja nur alle ausgerottet sehen, oder?, klagte die ihn zürnend an.
Doch es ist nicht so einfach wie es für dich aussieht. Wir sind nicht alle Bestien nur weil einer oder zwei von uns welche sind. Du kannst uns nicht alle über einen Kamm scheren und denken du tust das Rechte wenn du uns bekämpfst. Denn Wölfe sind nich gleich wie die Juden im dritten Reich zu behandeln. Du kannst uns nicht einzusperren. Das Lasse auch ich mir nicht gefallen Torben!

Niemand will dich einsperren Mia!, unterbrach er sie erneut ungeduldig doch sie fletschte nur wieder die Zähne

Ach ja??? Für mich hattest du doch ein nettes, renoviertes Zimmerchen geplant, wahrscheinlich mit aussicht auf den Wald den ich nie wieder betreten sollte, ja? Nicht walken, nicht jagen, keine Kinder...  Ist es nicht so? Hast du wirklich gedacht du, mächtiger Alpha, kannst einfach die gesamte Werwolfzivilisation auslöschen und bei dieser Gruppe hier anfangen... ungestraft?
Die trachten dir da draußen inzwischen alle nach dem Leben und nur weil mein Bruder bei der Matefindung klargestellt hat dass er mich liebt und gerade an der Grenze seine Spielchen treibt die auch mit mir zu tun haben, zögern die Wölfe noch uns beide auf der Stelle zu ermorden.
Aber wenn du nun auch noch Illoyalität beweist und das friedliche Rudel einfach so besuchst, einfach mit mir hinfährst, ohne dass es zuvor einen festen Abkommensvertrag für nachhaltigen Frieden gegeben hat, dann lynchen sie uns beide. Unverzüglich!

Du übertreibst doch!, meinte er nur wieder verständnislos zu ihr und Mia sah ihn nur tief durchatmend an.

Ich wünschte es währe so, Torben. Doch wenn das weiterhin deine Einstellung bleibt sollte ich vermutlich damit anfangen meine Angelegenheiten zu regeln. Denn wenn du nicht schleunigst lernst was einen Werwolf ausmacht und wie er sich zu verhalten hat wird dieses Rudel hier in einem Monat - spätestens -
Von meinem Bruder vernichtet.

Sie schnaubte ätzend und verletzt und ängstlich und unter Tränen zu ihm rüber blickend während die die Hände zu harten Fäusten ballte
Aber tröste dich mit dem Gedanken das uns beiden dieses grausige Massaker an Wolf und Mensch hier im Tal erspart bleiben wird, den vor Ende der Woche sind wir beide tot.
Weil du den Mate Link nicht benutzt. Weil du nichts lernen willst. Weil du kein Werwolf bist sondern nur für Marionette deiner scheinbar rachsüchtigen Mutter, denn du weißt nicht was die Mateverbindung mir bedeutet, Torben. Du weißt nicht dass du mir das Her brichst und meine Seele langsam in Stücke reißt. Du hast keine Ahnung von wahren Gefühlen weil du deinen Wolf, der dein reines Gefühl ist  zu  unterdrücken und einzusperren gelernt hast.
Ich bin die Alpha-Luna hier, Torben. Ich bin deine Luna, deine Mate!
Ich dachte wenn ich herkomme übernimmt es drin innerer Wolf für unsere Annäherung zu sorgen. Aber du willst nur Krieg führen, du willst mich nicht..., redete sie dich im Mind-Link schluchzend immer mehr in Rage und übersah dabei vollkommen dass seine Augen nun wieder pechschwarz wurden.
Übersah die ehrliche Bestürzung über ihre Tränen und Verzweiflung in seinem Gesicht und übersah auch ihn als er nun mit zwei Schnellen Schritten vorstürmte und sie fest in seine Arme schloss.
Kurz krächzte sie auf und schlug hart  gegen ihn.
Nein, lass mich los du Missgeburt, du falscher Wolf!
Wäre ich doch nur nie geboren worden! Du machst einfach  alles kaputt, mein ganzes verdammtes Leben! Du tötest mich, ganz langsam und grausam, nur weil du es so willst...!!!, herrschte sie ihn langsam panisch und daher schrill werdend an.

Schhhh... Mia!", murmelte er nun aber nur noch betroffen und fasste in ihr Haar hinein, hielt die fest an sich gepresst, auch als sie nun wimmernd heulend aufkrächzte und sich wieder frei zu winden versuchte.
Lass mich!", flüsterte auch sie nun wild knurrend und schlug erneut wild um sich, doch da hatte er ihr Gesicht plötzlich umfasst und hob es ernsthaft zu sich an.
Sie sah nur eine Sekunde lang noch überrascht und besorgt in seine pechschwarzen Augen bevor sich sein Mund auf ihre Lippen presste.
Die Welt blieb stehen, die Zeit hielt an.
Mia konnte nicht mehr denken, wurde unter seinen unglaublich warmen und irre anfühlenden Lippen zu einem zitternden Häufchen Wolf, während er sie noch einmal küsste, sie regelrecht verschlang...
überrannte...

Einfach nur WOW!!!

Torben


Oh Gott! Oh Gott... nein... Nein! Aufhören...! Sie ist noch zu jung für diesen Scheiß!
Torben brüllte sich selbst an, aber es ging aus irgendeinem Grund nur innerlich. Er hatte überhaupt keine Gewalt mehr über seinen Körper.

Gerade war er unter die Oberfläche gezerrt und von seiner Bestie verdrängt worden. Doch er kämpfte mit allem was er hatte gegen den Wolf an, der nun ganz eindeutige und triebgesteuerte Absichten verfolgte, währendessen er allerdings nur zusehen konnte wie sein Werwolf die kleine, zarte Mia einfach schon mal hart gegen die Wand presste, ihr Kinn nach oben bog und dann heißblütig küsste, das der kleinen prompt Hören und Sehen verging.

Nein... NEIN... du Monster! Hör auf damit! Sie kriegt doch nur wieder Panik... Sie hat doch schon Angst vor dir, sag mal riechst du das denn nicht? - HÖR AUF!!!, brüllte er erneut, doch sein Wolf war gerade total irre und scharf ...

Oh mein Gott... Mein Gott tu das nicht! Das darfst du nicht machen sie ist doch ... unsere Mate!, verlegte er sich aufs bitten weil das Monster einfach nicht hören wollte.

Halt die Klappe du Lusche von einem Menschenwolf. Unsere Mate hat nur immer Angst vor dir, vor dem Menschen, nicht vor mir, denn ich gebe ihr was sie möchte... Nähe... Gefühle... meine Arme und Trost wenn sie ihn braucht, statt kalte Gleichgültigkeit wenn ihr jemand eine Giftspritze in den Schenkel rammt und eine Metalhülse in den Hals hinein jagt. Ich stehe neben ihr, bei ihr, hinter ihr und ich unterstütze sie, du Arsch. Du aber tötest sie noch mit deiner verqueren Spinnerei von dem Perfekten weil nicht existenten Wolf.

Du aber achtest sie gar nicht, nicht mal ihre Paarungsbereitschaft... du markierst sie nicht neu oder um, du gibst ihr nicht dein Blut das sie heilen kann und singen und heulen. Du bist ein schlechter Alpha und ein noch schlecherter Mate, denn die Kleine ist mein Ein und Alles.

Sag mal spinnst du??? Sie ist gerade erst sechzehn Jahre alt, du kannst sie doch nicht einfach hier so überfallen. Ich... wir sind schon zweiundzwanzig, okay? Wir sind schon zu alt für sie. - Hör also sofort auf sie zu Küssen, Mann! Das ist außerdem viel zu grob!!!
Ganz davon abgesehen hat sie eine Scheißangst dass du ihr wieder die Kehle rausreißt, du Bestie!, brüllteTorben nun ernsthaft entsetzt.
Denn sein Wolf hob die kleine Gestalt nun einfach hoch wie ein Kleinkind und trug sie immer noch wild Küssend zum Bett hinüber und warf sie einfach darauf, schob sich über sie, knurrte... begann an ihren Blusenknöpfen zu zerren, während sie überrascht keuchend und mit weit aufgerissenen Augen unter ihm lag und versuchte seine Hände fest zu halten.

"Torben, nicht... Was machst du denn?!", flüsterte sie wimmernd vor Schreck.
"Ich bin nicht Torben, meine kleine, süße Mate. Ich bin Dark!", knurrte der Wolf mit schwarzen augen auf sie herab udn torben sah wie sie erbleichte, sich versteifte...

Scheiße!!!

Blau... ihre Augen waren so unglaublich blau, wie der Himmel, dachte Torben verstört und versuchte erneut sich... seinen Wolf... zu stoppen, seine Hände dazu zu bringen, sie gehen zu lassen, doch er stand irgendwie danneben, konnte nur zusehen, war vollkommen hilflos udn gefangen, während er bei vollem Bewusstsein mitbekam was Dark da mit dem schmächtigen, zarten Mädchen tatI

"Dark...tu das nicht nicht!", flüsterte sie erneut und versuchte auf ihn einzuschlagen, doch der Wolf knurrte nur begeistert von der Rangelei, fing ihre Hände ein und hielt sie über ihrem Kopf mit einer Haand fest, während er nun ganz dunkel und wild aufknurrte.

"Meins! Du gehörst nur mir... du bist meine Luna und du willst und ersehnst meine Nähe, ich spühre es... nur er nicht. Er ist ein Idiot... aber nun bleibe ich hier... hörst du? Ich beschütze dich. Ich werde dich immer beschützen, meine Seele, mein Herz, mein Alles!"

"Aber du kannst Torben doch nicht einfach so übernehmen, Dark! Das ist nicht richtig. Der Mensch in dir darf nicht zugunde gehen, sonst stirbst du auch... Sost wirst du Rogue, ein wilder Wolf ohne jede Kontrolle über dich selbst. Er muss dich doch halten, Dark.", versuchte Mia ganz vernünftig, wenn auch keuchend, weil der Wolf sich immer noch an ihrer Bluse zu schaffen machte mit ihm zu unterhalten, ihn abzulenken. Doch der Wolf ließ sich nicht beirren. Er riss ihr einfach die Knöpfe ab, als er sie nicht so schnell aufbekam...

NEIN!!! Torben drehte fast durch beim Anblick ihrer zitternden Gestalt.
Das darfst du nicht tun! Sie will es nicht! Sieh sie doch an du brutale Kreatur!!!, brüllte er ereut hilflos, während der Wolf Mia bereits das Hemd herunter riss und sie darüber kurz schrill und erschrocken aufkiekste.

Dark! Nicht, Dark... Ich will das so nicht!, rief Mia nun über den Mind-Link und Torben brüllte erneut horrend auf. LASS SIE IN RUHE!!!

Mia schluchzte wimmernd auf als er ihr mit einem Ruck nun auch noch die weiche Stoffhose herunter riss und dann erneut ihre um sie schlagenden Hände einfing, sich ganz dicht über sie beugte und bedrohlich anknurrte...
"Hör auf dich zu wehren, kleines Wölfchen!"

Bitte Dark! Hör mir doch zu! Ich will das  nicht, denn ich will nicht nur dich alleine zum Mate haben, hörst du das? Ich will auch Torben, ich brauche ihn und dich... euch beide, sonst zerstört ihr mein Herz und meine Seele, und die meiner Wölfin ebenso... also bitte... bitte! Dark!!! Ich will gerade nur ein Bisschen Nähe! Mehr nicht nur... AUUUUU!

Er biss sie knurrend in die Narbe am Hals hinein und hielt sie fest, während sie erschauernd zappelte und nach Luft rang.

NEIN!!! MIA!!!... HÖR AUF DU UNGEHEUER, DU BRIGST SIE JA UM!!!, tobte Torben nun vollkommen geschockt und fassungslos in seinem Kopfgefängnis los.

Das ist nur ein Matebiss, du Idiot. Das tut ihr nicht weh.
Doch sie gehört nur mir, Menschenwolf! Denn du verteid , lässt sie von Maron und Silas und Ole ungebührlich lange ansehen, sie anlächeln, sie anfassen... fremde Wölfe gehen ohne Respekt an ihr vorbei... DU TUST NICHTS DAGEGEN! Doch sie GEHÖRT UNS! UNS ALLEINE, und wenn du das nicht kapierst du Menschenwurm, dann gehört sie fortan eben nur noch mir und du darfst mal für ein paar Jahre unterdrückter Mensch im Wolf spielen... darfst hilflos gefangen zusehen, was ich mache... Darfst miterleben wie ein echter Werwolf ist, was er macht... Denn das ist das Richtige ist, für Mia und mich. Darauf wartet sie schon seid Tagen.

Er griff ihr an die Unterwäsche und Torben bemerkte, trotz seines Schreckens das Mia und er zur selben Zeit losbrüllten...
Dann allerdings schnellte ihr Knie nach oben und traf ihn empfindlich zwischen den Beinen.

Ach du...
Was lief denn hier ab?
Er spürte ja gar nichts.
Doch dafür sein Wolf um so mehr.

Eine wohl platzierte Beinschere traf den Wolf am Kopf. Er jaulte immer noch wegen dem Tritt in die Eier und stürzte vom Bett und zu Boden.
Derweil setzte Mia sich krächzend auf ihn und schlug ihn, schlug ihn immer und immer wieder, ins Gesicht, auf den Solar Plexus... Er sah es, doch nur der Wolf spührte scheinbar den Schmerz... und dann auf einmal...
fühlte auch er ihn wieder, fühlte seinen Körper wieder. Der Wolf war weg, unter die Oberfläche geglitten und Torben rollte sich blitzschnell unter der wie rasend auf ihn einprügelnden Mia hervor, fing ihre Fäuste ein und und zerrte sie mit einem Ruck mit dem Rücken an sich heran, doch sie wand sich weiterschrill kreisch-krächzend in seinen Armen.

Er brauchte ein paar Sekunden um dem sengenden Schmerz in seiner Mitte und in seinem Gesicht weg zu atmen, doch dann beugte er sich keuchend zu ihrem Ohr hinunter.

"Hey... Mia... Ist okay... okay! Mia, er hat mich losgelassen! Ich bin's jetzt wieder, Torben. Es ist alles gut!", sagte er merklich heiser und endlich kam sie wimmernd aufschluchzen in seinen Armen zu liegen.

Er hielt sie einfach weiter fest, nichts weiter und keuchte ebenso stark wie sie auf.

So saßen sie dann auch minutenlang geschockt zusammen, bis er schließlich ganz ganz langsam ihre Handgelenke los ließ.

"Schlag mich nicht gleich wieder. das war eben nicht meine Idee. Ich hab versucht ihn zu stoppen..."

"Du hast das Problem das du deinen inneren Wolf nicht akzeptierst, Torben, du kannst ihn nicht einfach so einsperren. Es geht schlicht nicht mehr.
Eine Zeit lang ja, einige Jahre, aber dann wird er rasend, weil in seinem gerechten Zorn über deine Ungerechtigkeit zu stark. Er befreit sich selbst und wird ein Rasendes Ungeheuer das einzig nur noch auf seine Instinkte und Triebe hört. Du wirst zum Mörder und Rogue, schürst in deiner geteilten Seele den Hass auf Menschen, je mehr du, Torben, sie zu beschützen versuchst.", schluchzte sie leise auf und er saß nur erbleichend da und begriff zum ersten Mal, dass die Werwölfe sich das wohl doch nicht alles nur ausgedacht hatten, die ihm das wieder und wieder vorgeworfen hatten.
Er hatte sie dafür ausgelacht.
Er hatte sie bekämpft und getötet.
Er hatte sie aus demm Rudel verstoßen und dieses  unter seine Kontrolle gezwungen, denn er wollte nicht das ein solches jemals wieder organisiert nach Menschen jagte, sie folterte, Mädchen vergewaltigte...
Doch gerade eben hätte er es beinahe selbst getan.
Besser gesagt sein Wolf hätte es beinahe getan.
Mia hatte nur noch ihre Unterwäsche an und zitterte nun am ganzen Leib.
"Ach herrje..." Und er hielt sie einfach nur fest?!

"Scheiße... Mia... Es tut mir Leid.", fluchte er leise und zerrte dann die Überdecke vom Bett herunter, um sie fest darin einzuwickeln.
Sie lehnte den Kopf nur erschöpft an seine Schulter an und schluchzte wieder leise auf.
"Es tut mir so Leid, aber ich kann dir nicht helfen, Torben.", flüsterte sie schniefend udn todunglücklich "Sorry, aber geht nicht. Und ich weiß dass du davon gerade sicher nichts hören willst aber du musst, denn sonst ist es schon bald zu spät, also höre wenigetsnes du mir zu, wenn schon dein Wolf es nicht kann oder will.
Ich weiß das du schon gefährlich nahe am Abgrund stehst.
Jedes noch so kleine Ärgernis, kann deinen Wolf bald für immer in den Vordergrund bringen und du selbst verschwindest dann.
Das würden wir nicht überleben, Torben. Wir beide nicht. Mein Herz würde brechen, wenn ein Teil von dir verloren ginge und ich müsste dann irgendwann die Entscheidung treffen vor der keine Mate jemals stehen will...", flüsterte sie gebrochen und leise vor sich hin.

Er strich ihr nur Hilflos aber auch verwirrt die Haare aus dem Gesicht zurück, während sie sich nun halb zu ihm umdrehte und ihn voller Angst und Sorge anblickte.

"Wovon redest du, Mia? Welche Entscheidung müsstest du denn treffen, wenn ich in mir verloren ginge?", fragte er sie leise.

Sie schloss kurz die Augen, wärend sie sich räusperte und hart schniefte, bevor sie wieder unglücklich zu ihm aufblickte.

"Wir haben ein Gesetz zur Verhinderung von wild gewordenen Wölfen, die die Körper der Menschen gänzlich übernommen haben, sie nicht mehr an die Oberfläche zurückkehren lassen und unkontrollierbar geworden sind, Torben.
Es wurde in unseren Rudeln schon vor über fünfhundert Jahren so eingeführt und auch die Menschen waren sehr dafür es in ihre Gesetzesbücher zu übernehmen, als unsere damaligen Anführer ihnen davon erzählten."

"Erkläre es mir!", bat er sie rau aber er ahnte da schon etwas.

"Wenn ein Wolf unwiederbringlich die Macht an sich gerissen hat und der Mensch - ergo die Vernunft - im Werwolf vergangen ist, ist er nur noch eine wilde Bestie, die einzig den drei Haupttrieben folgt: Revier verteidigen, Paaren und Fressen.
Alles was den Werwolf als solchen dann noch vom echten Wolf unterscheidet ist dann dahin. Es ist dann nur noch ein Tier im Menschenleib und viel zu gefährlich für die Rudel und die Menschenbefölkerung.
Wenn das Tier dann ein Einzelgänger ist, wird ihm von den Rudeln eine Falle gestellt und es wird getötet, egal ob nun Mann, Frau oder Kind.
Doch hat der Wolf einen Seelenverwandten mit dem er sich verbunden hat, dann ist es die Aufgabe dieses Mate sich selbst das Leben zu nehmen... um die Bestie zu stoppen, die sonst aus dem ehemals Geliebten erwächst.", flüsterte sie heiser und fast tonlos.

Es ist dann meine Aufgabe mich selbst zu töten, wenn du nicht wieder kommen kannst, Torben.
Weil ein Mate einfach nicht ohne seinen Seelenverwandten überleben kann.
Ich kann's auch nicht ohne dich... und ebensowenig ohne Dark.
Wie ich schon gerade zu ihm gesagt habe, ich brauche euch beide und ihr müsst beide endlich anfangen dazu zu lernen, welches unsere Gesetze sind, was Verrat bedeutet.
- Hier bei mir, als meinen Mate, meinen Gefährten und meinen wirklichen Alpha-Partner."