Das sie willentlich den Alpha blocken konnte damit der sie nicht hörte, wusste scheinbar auch niemand von denen, noch das sofort nach derem Ausklinken eine echt irre Diskussion unter den geborenen Werwölfen entbrannte:

Was glaubt ihr wie lange die noch am Ufer vorbeimarschieren werden bevor sie unsere neue Lina finden?

Keine Ahnung aber ich hab sie sofort gerochen. Mutiges Mädchen dass sie diese Mensch-Wölfe so herausfordert.

Ich dachte sie währe ein Feigling und Schwächling. Doch sie hat letzte Nacht gegen den Alpha gekämpft.. schon zum zweiten Mal.
Natürlich verliert sie, aber sie konnte ihn verletzen, wie man hört.

Dieser Alpha ist es nicht mehr lange. Er hat ihr erneut die Kehle zerfetzt. Sah böse aus. Sie mussten ihr Die Luftröhrenschnitt aufschneiden, sonst währe sie erstickt.

Heute Abend will sie mit uns allen Walken. Bei Sonnenuntergang. Sagt es weiter!

Hä! Der Alpha pfeift sie einmal zurechtfinden die kippt um. Sie ist dich fast noch ein Welpe!

Aber immerhin ein echter Werwolf was man vom Alpha und seinen Rogues schon mal nicht behaupten kann.

Ey zieht euch das rein!
Der Alpha steht vor der Tür und fragt Haris ob er die Luna für ihn suchen kann.

Die Wölfe lachten spöttisch los
Und Mia merkte nun doch noch mal ihren Kopf hebend auf.
Wenn er es euch nicht direkt und mit der Alphastimme befiehlt dann wird weder Haris noch ein anderer geborener Rudelwolf mich Alpha-Torben zeigen!, befahl sie den Wölfen in ihrem Lunatonfall und alle im Rudel verstummten sofort.
Mia riss ihre inneren Blockaden ein dass die geborenen Werwölfe sie nun alle spüren konnten und nahm ihren ganzen Zorn zusammen um ihren Befehl so deutlich wie nur möglich zu machen.
Ihr erklärt ihm nicht wo ich bin, ihr lasst mich in Frieden ausruhen, damit meine Wölfin die Zeit erhält meine Wunden wieder zu heilen, die der Alpha mir zugefügt hat!, ordnete sie eisig klingend an. Und das Rudel winselte und duckte sich spürbar vor ihr.

Sehr wohl Luna!, sagte nur der Älteste der Wölfe für alle anderen und Mia nickte grimmig.
Freut euch heute noch an der Dummheit eurer Führungsriege... ihr einfältigen Wölfe. Doch wenn Alpha Torben bald schon den Kampf gegen seinen inneren Wolf verliert, werde ich ihn mit meinem Opfer stoppen müssen.
Und ihr werdet dann unter den angrenzenden Rudeln aufgeteilt, wenn nicht zuerst mein Bruder aus dem Schwarzwald hier einfällt.
Der Alpha und sein Ruf halten ihn gerade noch fern.
Also verabschiedet euch doch alle schon mal voneinander, wenn ihr mit Spotten fertig seid und lasst mir dann meine Ruhe.
Dieser Link ist nicht für derlei Gebrauch bestimmt und wenn ihr nicht wollt dass ich den Alpha über euren öffentlich geteilten Hohnspott und Hetzreden aufkläre, empfehle ich euch sofortige Mäßigung.
Das ist meine Einzige und damit letzte Warnung!, fügte sie noch innerlich wild grollend hinzu... und das Rudel fügte sich ihr sogleich widerstandslos.


Sie hatte ihre Ruhe.

Zumindest diesen Tag über und wenn man mal von den hechelnden Lauten der Wächter, die unzählige Male oberhalb der Wurzelhöhlung an ihr vorbei hetzten, einmal absah.

Aber der Alpha ahnte immerhin nichts von dieser kleinen Verschwörung gegen ihn und dachte auch nicht daran seine Alphastimme zu benutzen, weil ja alle total bereitwillig mit ihm suchten, sie aber leider einfach nicht fanden.

Völliger Schwachsinn, wie Torben hier seine Position als Alpha bekleidete.

Ihr Bruder hätte schon nach der ersten halben Stunde die Geduld mit seinem Rudel verloren und mit Alphastimme verkündet sie jetzt sofort zu finden oder aber tot in einem Loch im Wald zu enden.
Wenn er sie nicht gar schon längst selbst aufgespürt hätte.  - Ha!
Spätestens nach zwanzig Sekunden währe sie von ihm entdeckt gewesen. Locker.

Mia verstand also voll und ganz die Frustration und auch den Spott der geborenen Wölfe, teilte deren Meinung sogar, doch ebenso fragte sie sich was das hier überhaupt für eine Art von Rudel war...?

Glaskklar... nämlich gar keins!
Kein Zusammenhalt, kein Verständnis, keine Unterstützung innerhalb des Verbandes.

Wenn die anderen Alphas das wüssten, wie sehr das hiesige Rudel doch gespalten war, anfällig für Verrat und allgemein zerrüttet... sie würden Torben ganz sicher brutal und
schnell aus ihren Reihen ausgestoßen haben.

Wenn er den Kampf der Alphas überhaupt noch überleben würde, denn nun kannte sie ja auch schon das Geheimnis seines Erfolges, nach nur einem Kurzen Kampf!
Der Überraschungsmoment.
Ganz simpel und einfach.

Und nur deshalb schloss der Taunus immer nur ganz kurze Kampfbündnisse, deshalb verschonten sie niemanden.
Sie konnten es gar nicht anders. Wussten nicht mal die bedeutungslosesten Regeln.
Die gesamte Führungsebene hatte demnach auch niemals richtige Rangkämpfe ausgetragen. Und sie würden es auch niemals tun, weil dann nämlich sämtlichst ihre Schwächen offenbart würden.

Nur der Schein hielt die Grenzen gerade geschlossen, nur der Schein und die Zurückhaltung der geborenen Werwölfe dieses Rudels, die vermutlich alle ganz genau wussten, was ihnen bald blühte, wenn dieser unfähige Alpha von einem anderen Rudel ernsthaft überrannt werden würde.

Ihre Ansage vorhin war total überflüssig gewesen.
Sie spotteten zurecht über ihren Alpha und seine Wächter. Bei ihrer durchlässigen Art der Abwehr war ein Einfall ins Territorium nur noch eine bloße Frage der Zeit.

Also lag sie da, sorgte sich und wünschte sich verzweifelt ihren starken Werwolf-Bruder herbei, der sie vor Torben und seinem wahnsinnigen, weil unverstandenen inneren Wolf beschützen würde.

Doch selbst wenn Mia ihn nun um Hilfe angerufen hätte...
Es würde ihr letztlich nur Kummer und Leid gebracht haben und davon hatte sie jetzt schon genug. Wie hatte Mahmen es ihr noch erklärt?
- Es gab kein zurück mehr.
Sie war nun Torbens Mate und er war der ihre. Ob sie es nun wollte oder nicht, sie liebte ihn, weil er ihr Seelenverwandter war.
Sie sehnte sich nach sanften Worten und Berührungen, nach seinen Armen und etwas Freundlichkeit. Wenn er schon nicht auf seinen Wolf zu hören wusste, dann sollte er doch wenigstens nett sein und sie so akzeptieren wie sie war.
Doch das tat er nicht.

Niedergeschlagen döste sie noch eine ganze Weile lang vor sich hin und heilte ihre Wunden leidlich aus, bis die Sonne schließlich so tief stand, dass sie ihr in die Augen hinein schien.

Da stand sie auf, schüttelte und streckte sich, trabte aus der Höhle und durch das seichte Wasser des Teiches hinüber zum Uferstreifen und riss dabei gleichzeitig ihre inneren Blockaden ein, die sie gegen Torbens Rufe und Sicherungsversuche geschützt hatten.

Ich rufe mein neues Rudel zum ersten gemeinsamen WALK auf. Alle, die nicht in Diensten stehen versammeln sich am Teich, jenseits der Blicke aller Menschen!, benutzte sie zum ersten Mal ihre Luna-Stimme über den Mind-Link.

Aufforderung widerrufen!, knurrte aber Torben sofort hinterher.
KEINER WALKT hier bei uns in den Wäldern, Mia! Und schön dass du auch mal wieder aufgetaucht bist. Mach das du ins Krankenhaus zurück kommst...

Alpha Torben, auch wenn du nicht als Werwolf aufgewachsen bist kannst du den ersten Rudelwalk der Luna nicht per Alphastimme verhindern, denn sonst darf ich meine Position als Luna nicht einnehmen, noch behalten!, erklärte Mia ihm um reichlich unterkühlt.

Bitte? Wovon redest du?

Von den uralten Rudelgesetzen, Torben. Ich währe augenblicklich AUSGESTOßEN wenn du den Walk nicht gestattest.
Das wüsstest du aber auch schon längst, wenn du uns Werwölfe ernst nehmen würdest, das was in unseren Gesetzbüchern, Regelwerken und in Rahels Erläuterungen steht.

Und euch gebissene Rogues habe ich gerade ehrlich gesagt auch gar nicht dazu aufgerufen zu WALKEN, wenn euch das so zuwider ist.
Denn ihr bildet hier gar nicht das Rudel. Ihr wurdet ohne den ersten gemeinsamen Walk ja noch nicht einmal richtig in dieses aufgenommen, habt deshalb auch keine Zusammengehörigkeitsgefühle und versteht den Sinn in unserem Dasein und Handeln nicht.
IHR steht tatsächlich gerade alle außen vor, sonst könntet ihr nämlich auch schlicht in Menschengestalt mit dem Rudel kommunizieren.

Wer das heute allerdings gerne ändern und doch noch dazu gehören will, ist natürlich herzlich eingeladen jetzt und hier an dieser heiligsten aller Zeremonien eines Werwolf -Rudels teilzunehmen.

Mia wechselte den Mind-Link von Rudellink auf Mate-link um und wandte sich nun Direkt an Torben:

Torben du hast absolut keine Ahnung von Werwölfen!
Da ich den Tag über in Gestalt verbringen konnte sind meine Wunden, die du mir gerissen hast, größten Teils schon wieder abgeheilt und es hätte sogar schon über Nacht geschehen können, wenn du mich gleich wieder in Wolfsgestalt gebracht hättest.
Aber du ignorierst ja lieber alles positive was ein Werwolf so zu bieten hat, vermutlich weil du niemals in deinem gelernt hast ein Solcher zu sein.

Mia ich diskutiere jetzt nicht in aller Öffentlichkeit mit dir..., fauchte er sie erbost an.

Es ist aber gerade NICHT ÖFFENTLICH, du Idiot! Es gibt mehrere Arten von Mind-Link und wenn du wirklich was über dich lernen wolltest wüsstest du das auch schon längst.
Wir haben vorher umgeschaltet auf Mate-Link, sonst würde ich dir das hier alles gar nicht sagen, aber es nicht zu tun währe mein letzter Fehler im Leben!, keifte sie ihr nun ebenfalls erbost an und hätte am liebsten geknurrt vor Wut.

Du übertreibst... und du kannst auch noch gar nicht gesund sein.. Du hattest einen Luftröhrenschnitt!
Ole hat mir gesagt du musst mindestens eine Woche lang in der Klinik bleiben.
Er knurrte und wie... okay!
Mia ließ ihn nun vollkommen ungefiltert ihre Wut und den heiß brennenden Zorn spüren, bevor sie nun schlicht auf den Führungsebene-Mind-Link switschte:

Alpha-Torben, es tut mir Leid aber dein Tic ist als Rudelarzt vollkommen ungeeignet und unqualifiziert, sonst wüsste er nämlich um die besonderen Heilkräfte von Werwölfen und würde dir nicht so einen bescheuerten Bären aufbinden, ich müsste eine Eiche lang Dady Bett hüten. Es ist egal ob wir im Kampf sogar Gliedmaße verlieren. Wenn sie nicht zu stark beschädigt sind wachsen sie einem Wolf innerhalb weniger Stunden wieder an und sind nach einer Woche wieder voll einsetzbar und gesund., erklärte sie ihm nun honigsüß und bemerkte die Verwunderung des Arztes über diesen von der Luna erzwungenen Mind-Link selbst in Menschengestalt.

Äh... Ben? Ich glaub ich höre gerade deine Mia über Mind-Link, aber ohne verwandelt zu sein. Kann sie das mal bitte lassen!? Ich bin hier mitten in einer Untersuchung... , teilte Ole verwirrt mit. Da mischte sich eine andere Stimme ein. Eine Werwolfstimme, die sie noch nicht kannte:

Schwachkopf! Wenn die Luna spricht dann hast du zuzuhören, Tic! Sie steht im Rang weit über dir, neben dem Alpha!
Und was sie gerade sagt ist wichtig, also hör besser mal zu!, knurrte der Wolf wurde aber sofort von Torben zusammengeschissen:

Was zum Teufel fällt dir ein Maron, so mit meinem Tic zu reden???

Ihm fällt zufällig ein dafür zu sorgen dass man deine Luna hier mal zur Abwechslung RESPEKTVOLL behandelt, Alpha aber scheinbar liegt dir nicht an mir., unterbrach Mia ihn ernsthaft aufbrausend. Dann aber dachte sie eine Sekunde lang nach und entschied sich.
Nun gut... da du es ja gerade im Führungsebene-Link so ganz offiziell verkündet hast, dass die Ehre und Worte deiner Luna für dich keinen großen Stellenwert besitzen, und deine Freunde die Nichtskönner sind die mehr bedeuten und in deinen Augen vor mir stehen, bleibt mir als Werwölfin und Luna in diesem Rudel keine andere Wahl als den Gesetzen zu folgen.

Ich muss zum KREISKAMPF aufrufen um meine Ehre nun fortan selbst zu verteidigen.
Maron, ich danke dir, dass du es ehrenwehrterweise versucht hast deiner Luna zu ihrem Recht zu verhelfen und einen Unwissenden zu tadeln.
Doch auch ohne die Unterstützung des Alphas werde ich nun meine Position im Rudel behaupten, denn ich lasse mich von dir, Torben, Alpha des Tsunus-Rudels, nicht zu einem unterwürfigen Hündchen degradieren das im Rudel nichts zu sagen hat, die Füße stets still hält und einzig in abgeschiedener Stille deine Welpen bekommt, Alpha, die dann sogar noch weniger wert sein würden als deine niedersten Omegas, es sei denn du erkennst wenigstens sie an, wenn schon nicht mich!

Was zum Geier läuft hier gerade eigentlich für ein Film, Ben? Und was redet sie da von Ehre und verteidigen und dass du sie nicht anerkennst? - und was ist das, ein Kreiskampf?, mischte sich nun auch der Beta Silas verwirrt ein.

Mia aber sah auf und bemerkte die vielen Wölfe die nun ihrem Ruf gefolgt waren und aus allen Richtungen herbeigeranntes kamen.

Oh wow ...war das Rudel groß. Das waren hunderte von Wölfen.

Sie schaltete also wieder um auf den Rudellink:

Willkommen zum ersten Walk der Luna. Ich fürchte allerdings der Alpha, Beta und Tic akzeptieren die uralten Rudelgesetze nicht als verbindlich und unabänderlich. Ich dagegen achte und ehre sie.
Wir werden jeden Tag walken, und ich bitte Maron den Leader der geborenen Wölfe an meine Seite, um mir zu zeigen welche Wege hier die sichersten sind, um die Menschen nicht zu erschrecken. Dann will ich diesen Walk gerne anführen und den Zorn eures Alpha über meine Weigerung ihm zu gehorchen, damit auch gerne auf mich nehmen.
Den heutige Abschluss bildet dann übrigens der Kreiskampf im Wald... Ich weiß... ein überholtes Ritual.
Doch ich werde als Luna und Werwolf gerade leider in der Führungsebene nicht anerkannt und muss somit meine Ehre verteidigen um meine Stellung mit Gewalt einzunehmen.
Selbst euer Alpha kann und darf mich nicht daran hindern!

Mia, sag mal bist du verrückt?
Wir haben mit diesen barbarischen Ritualen und Gesetzen schon vor Jahren gebrochen!, knurrte Torben sie erneut an.

Kurz atmete Mia tief durch und sammelte ihren Mut für das was nun ebenfalls noch ganz dringend gesagt werden musste:

An dieser Stelle einen Hinweis an die unwissende Führungsebene und alle gebissenen Rogues, die das hier wieder mal nur für einen lächerlichen WITZ der Wölfe halten :
Mit den Uralten Ritualen und Gesetzen der Werwölfe kann man nicht brechen und einzig Rudellose Wölfe können sie ignorieren.
Der Kreiskampf nach dem Walk ist entgegen der Meinung eures Alphas eine PFLICHTVERANSTALTUNG, selbst für ihn.
Im Krankenhaus muss der menschliche Notdienst einspringen, ebenso an anderen wichtigen Orten.
Denn wer nicht daran teilnimmt erklärt damit ganz offiziell seinen AUSTRITT AUS DEM TAUNUS -RUDEL und auch seinen Verzicht auf sämtliche Ämter, die er oder sie hier inne hat.
Gilt auch für das Amt des Alpha, Torben!

IHR SEID WERWÖLFE!
Egal ob nun gewollt oder nicht, ob nun demokratisch oder nicht, ob nun daran glaubend oder nicht, ich, Mia Isra abstammend vom Schwarzwaldrudel, Schwester des mächtigen Alpha Dared Isra ... BEFEHLE DIE ANWESENHEIT für alle die unter mir stehen und diesem Rudel angehören denn ICH BIN JETZT HIER DIE NEUE LUNA!!!



Mia hörte einige der Rudelwölfe nach ihrer Ankündigung jubelnd aufheulen... am liebsten hätte sie mit geheult, so froh und angenommen fühlte sie sich gerade. Es gab hier also doch noch richtige Werwölfe im Rudel die ihre Initiative begrüßten.

Doch da kam der gewaltige rotbraune Alpha aus dem Wald gesprintet und biss in alle Richtungen, um sich Platz zu machen und fegte sogar über ein paar Welpen hinweg, die unachtsamerweise vor seine Füße geraten waren.

Das Jaulen wurde schmerzlich und das Knurrend und bissige Bellen des Alpha gefährlich böse, bevor er vor ihr stehen blieb sie sauer anblickte und sich dann verwandelte.

"WECHSLE DIE GESTALT MIA!", fuhr der Alpha sie mit bester und gröbster Alphastimme an.

Die Wandlung erfolgte natürlich prompt, wegen des Alphatonfalls.

Nein, wie unhöflich von ihm, fand allerdings Mia empört, denn sie hatte schließlich nur diesen sehr offenherzigen Krankenhauskittel an, der kaum das nötigste von ihr bedeckte, da er hinten ja schließlich auch noch offen stand. Aber bitte...?!

Ihre Blicke zu Torben hin hatten das gesamte Rudel nun schlicht gefrieren lassen. Doch die meisten der nun ebenso gewandelten Wölfe drehten sich mit einem leisen oder lautem Räuspern oder einem schnell verborgenen Lächeln oder Auflachen oder hastigem Keuchen um, während eine der Krankenschwestern nur diskret ihren Mantel auszog und ihn ihr mitfühlend blickend zureichen wollte.

Doch der Alpha riss ihn schon an sich und wickelte ihn bitterböse knurrend um Mias Schultern.
"Ist das nun nötig gewesen, dass dich hier jeder so sieht? Ernsthaft?", fragte er sie laut und donnernd.

Wohl genauso nötig wie die Show die du nun gerade abziehst, Alpha, weil du schlicht vergessen hast von wo ich heute Morgen getürmt bin.
Vielen Dank auch, dass du mich gerade erneut vor deinem Rudel beschämen möchtest., teilte sie ihm über den Mind link mit, und ließ auch zugleich das Rudel mithören, das auch sogleich wieder leise zu Raunen begann.

Torben aber sah sich nur stinksauer um.
"Wenn du hier schon dein Spielchen spielst, dann schalte wenigstens auf privatenMind-Link um, Mia!", verlangte er zähneknirschend von ihr.

Ich spiele im Gegesatz zu dir keinerlei Spiele, Alpha Torben. Und ich weigere mich zu schweigen, während du dein unsinniges Donnerwetter über mir ausgießt. Tust du das nur, damit du gut da stehst und ich wie ein gescholtenes Kind?
Ich bin erwachsen, Torben unter und Werwölfen und noch dazu deine Luna. Also wenn du gerne Streit in der Öffentlichkeit mit mir willst, bekommst du ihn. Wenn du brutale Kämpfe willst, nach denen ich hinterher beinahe ersticke und drauf gehe, weil du mir erneut die Kehle rausreist... auch gerne diese.
Aber wage es nie wieder mir zu befehlen mich in die Hände von unfähigen Stümpern, wie deinen bescheuerten Tic-Doc zu begeben der keine Ahnung davon hat, wie er einen Werolf behandeln muss, obschon er selbst einer ist.
Ha! ... Aber nur gebissen, und leider in all der Zeit seitdem nichts darüber gelernt, wozu er nun fähig ist, genauso übrigens wie du., griff Mia ihn nun direkt und immer noch den Rudellink benutzend an.

Du redest puren Unsinn, Mia!", knurrte Torben sie nur an. Daraufhin aber sah sie nur zähneknirschend zu ihm auf und schaltete nun doch auf den persönlichen Mind-Link um

Du kennst doch noch nicht einmal die grundlegensten Gesetze, nach der die Werwolfzivilisaion lebt, Alpha Torben. Du hast auch keinerlei Respekt vor meiner Position in diesem Rudel und zeigst deine Verachtung für alle Werwölfe ganz deutlich.
Es ist kein Wunder das dein eigener Wolf nicht mehr länger erträgt, wie du zu ihm und allen hier hier bist. Es ist kein Wunder warum er dich und damit auch mich nun offen bekämpft und demnächst tatsächlich gewinnen wird, weil du hier das unwissende Kind unter den Wölfen bist. Ein starker Welpe mit hitzigem Blut. Aber auf keinen Fall ein echter Alpha.
Wüsste mein Bruder das du nur etwas vom raschen töten aber nicht vom Kampf selbst verstehst, würdest du jetzt schon eingesperrt im Bunkerloch sitzen, denn er hätte dich wie auch deine lächerlich schlecht ausgebildeten Leader-Wölfe im Handumdrehen besiegt!
Sie schaltete wieder tief durchatmend auf den Rudellink um.

Doch nun lass uns besser zum Kampfplatz walken, Alpha Torben. Das gerade war wieder nur persönlich und nur für dich  alleine zu hören. Denn im Gegsatz zu dir wurde ICH gut erzogen.
Und ich weiß auch genau welche Pflichten ich hier ab sofort zu übernehmen habe!", schloss sie giftig blickend und sah zugleich seinen Schock und seine Verwirrung über ihre Worte in seinen Augen aufblitzen.

Ha.... sollte er doch mal darüber nachdenken und sein krankes Hirn für andere Dinge benutzen, außer für menschliche Belange.
Kurz reichte sie den Mantel wieder an die Krankenschwester zurück.

Wir walken noch einmal am Rudelhaus vorbei.
Maron ...ich denke der Alpha übernimmt jetzt vielleicht doch besser und feundlicherweise die Führung, denn ich weiß den Weg nicht, sollte mich aber für den Kreiskampf zumindest noch passend kleiden, sonst wirft man mir noch Ablenkung vom Kampfgeschehen vor.
Ein attraktiver endzwanziger Wolf, braune Locken und von beeindruckender, souveräner Autorität trat vor und verneigte sich tief vor ihr, ohne sie dabei aber anzublicken, wie es Brauch war, während sie nur kurz erhaben nickte.

"Sehr wohl, Luna, wir ihr es wünscht.
- Rudel! Die Walkstrecke führt am Schloss vorbei!", wandte er sich gleich wie ein Beta an die Wölfe, die nun alle nickten und es weitergaben, an jene die Maron nicht gehört hatten.

Das war also der geheime Anführer der geborenen Wölfe im Rudel, solange der Alpa nicht seinen Platz übernahm und der Bata und Tic auch keine Ahnung hatten was sie eigentlich tun sollten.
Gut zu wissen das da einer war und sich kümmerte.
Torben zumindest sah nun alle nur reichlich ungläubig an.

"Alle tun das was du willst nur weil du es sagst, Mia?", fragte er sie leise zischelnd.
Und auch ihm nickte sie nun kurz erhaben zu.

Selbstverständlich... Ich bin hier die Luna und es ist ein uraltes Ritual, dass du hier gerade zu zerstören versuchst. Eines das uns Wölfen mehr bedeutet als dir dein Leben, Torben. Wir sind so geboren worden und damit aufgewachsen, mit Respekt und Anstand vor dem Leben aller.
Aber ganz besonders vor unserem Alpha und seiner Luna. Wirklich schade, das du das nicht weißt und für befremdlich hältst. Dir entgeht dadurch ein ganzes, großartiges Leben, eine riesige Familie und die Unterstützung durch dein eigenes Rudel, weil du sie alle in viel zu eng gebundenen Fesseln mit denen du dich selbst gefagen hälst und aber zugleich nicht erkennst, das deine eigenen Fesseln die engsten sind, die bald sogar tödlich für dich sein werden., gab sie nur wieder eisig im Mate-Link von sich und trat dann stampfend mit beiden Vorderläufen hochspringend auf, anstatt zu heulen. Ihr Zeichen für den Aufbruch.

Maron nickte verstehend und ganz ernsthaft und gab nach kurzem abwartenden Blick auf seinen Alpha, der aber nicht reagierte, augenrollend den Befehl: „Verwandelt euch! Gebt auf die Jungen acht. Wir haben Ungeübte Walker unter uns! Helft ihnen beim einsortieren, die Luna will es so!"

Und alle verwandelten sich nun... bis auf den Alpha, den Beta und den Tic.


Torben

Er starrte ungläubig dem entschwindenen Haufen hinterher, während sein Beta und Tic nun neben ihn traten.

"Sie... sieht schon wieder unglaublich gut aus, dafür das sie letzte Nacht eine zerfetzte Kehle und auch noch den Luftröhrenschnitt hatte. Ich hab mir ihren Hals gerade angesehen... Da ist nicht mal mehr eine Einschnittnarbe, Ben, nur noch deine verblassten Gebissabdrücke.
Das ist unglaublich!
Ich dachte bis eben wir suchen ein schwer verletztes, desorientiertes Mädchen, das in Panik raus in den Wald gerannt ist. Aber sie war total ruhig und nannte mich einen nichtswissenden Stümper...
Was soll das hier gerade? Und was zum Kuckuck machen die jetzt?", fragte Ole seinen Freund verunsichert.
Torben knurrte nur leise auf.
Unsinn, was sonst.
Aber Mia hat mir gerade noch im persönlichen Mind-Link mitgeteilt das ich ein gewaltiges Problem mit meinem Wolf habe. Die Lehren Stunden, die immer wieder auftreten und an die ich mich nicht mehr erinnern kann... Das ist ER. Und er wird angeblich stärker sagt sie, ist mächtig sauer auf mich und will mich aus meinem eigenen Körper verdrängen oder aber insgesamt vernichtet sehen."
Er schluckte hart.
„Deshalb habe ich sie wohl auch gestern Nacht angegriffen, so wie schon einmal. Mein Wolf will Mia
tatsächlich töten."

Silas und Ole keuchten schockiert auf.
"Ach du Scheiße... kann er das denn überhaupt? Aber ich dachte bei dieser Matesache geht es genau darum, dass die Wölfe in euch sich von Natur aus lieben müssen.
„Nicht nur die Wölfe.", murmelte Torben und Silas sah Ole bezeichnend an. „Siehst du? Hab ich doch gesagt. Er hat keine Chance. Sie ist zu hübsch und inzwischen auch echt hübsch geworden.", stieß Silas leise hervor.

Torben zuckte mit dne Schultern und sah seinen Beta hart schluckend an.

"Wie könnte sie mich denn jetzt noch lieben?Ich habe Mia ihre Kehle noch einmal zerfetzt. Ich habe sie in den Hals gebissen, wie ein Tier. sie konnte mich nur mit Mühe und Not überwinden und fliehen. Du hast sie selbst gesehen, du hast auch mich gesehen. Es ist kein Wunder das sie nun sauer auf mich ist und ihr eigenes Ding versucht. aber gerade jetzt... hat sie eine Ansage laut der geltenden Gesetze gemacht. Das bedeutet ich muss ins Haus und nachsehen was sie mit Kreiskampf und um ihre Ehre kämpfen meint. Ich habe sie ja ganz sicher nicht abgelehnt, indem ich das Walken verbiete..."

"Aber du hast es ihr auch gerade nicht noch mal erklärt warum sie es in nächster Zeit besser nicht tun sollten.", kritisierte Silas ihn verstimmt.

Ole knurrte leise auf. „Mir gefällt das ganze nicht, Ben. Maron schiebt sich wieder mal total in den Vordergrund. Du solltest ihn endlich rausschmeißen. Er stört deine Pläne doch inzwischen ganz erheblich.

"Nein, es ist Mia die diese stört, wenn nicht sogar gerade pulverisiert, Jungs. ", sagte Torben ziemlich beunruhigt und Ole verzog gennervt das Gesicht.
"Dieses ängstliche Häschen? Du bist der große, böse, Wolf, Mann! Bring sie einfach wieder auf Kurs und Schluss.
Sie muss schließlich dem Alpha gehorchen, ob sie es nun will oder nicht."

"Ich glaube aber nicht das es jetzt noch so einfach wird.
Mia ist nicht wie die hiesigen Taunuswölfe. Sie ist kein gefährliches, brutales Wesen. Und sie liebt das was sie ist, ganz offensichtlich.
Wir haben uns die Übernahme dieses Ruels und seine langsame Auflösung in menschenähnlich handelnde Wesen doch etwas leichter vorgetellt als es tatsächlich ist.
Mia meint mir bleibt nicht mehr viel Zeit dann verschwinde ich vollständig, weil mein eigener innerer Wolf meine so lange geschmiedeten Pläne ganz offensichtlich nicht beukottieren wird."

Da krachte auf einmal gar nicht weit weg ein Schuss durch den Wald...

Mia

Au!
Was lief hier nur?
Benommen hetzte sie weiter, doch ihr war jetzt schon schwindelig und das Rudel war auseinander geschossen wie irre.
Aber wer würde denn hier auch mit Jägern im Taunus rechnen?!
Schon gar nicht in einem Rudelgebiet.
War Torben denn verrückt geworden, diese schießwütigen Menschen auf sie alle los zu lassen?
Gerade hatte die noch eine Frau und einen Mann mit Gewehren gesehen. Und auch wenn einer von beiden scharf geschossen hatte, ... getroffen hatte sie ein dämlicher Betäubungspfeil.
Tja und der tat gerade seine Wirkung, wenn auch sicher nicht so wie die beiden Idioten dachten, dass es sein würde. Sie würde sich gleich zurückverwandeln und dann könnten diese Irren mal was erleben!!!
Die Beine knickten unter ihr weg und ihre Kräfte schwanden.
Maron, der neben ihr geblieben war und ihr noch die Betäubungsspritze aus der Flanke gezogen hatte stupste sie weiter an.

Noch ein kleines Stück, Luna. Da hinter dem Gebüsch ist schon das Rudelhaus...

Sie hörte ihn plötzlich nur noch wie aus weiter Ferne zu ihr sprechen. In ihren Ohren rauschte es und pfiff es und schon brach sie stolpernd am Boden zusammen.
Sie versuchte noch Torben über den Mate- Link zu erreichen. Doch alles was sie da letztlich spürte war nur Grimm und Ärger und schlichte, genervte Gereiztheit.

Du bleibst in Wolfsgestalt, Mia, dass ist ein Befehl!, hörte sie ihn mit seiner Alphastimme brüllen.
Toll! Also noch nicht mal ein zur Rede Stellen der Jäger? - Hallo?

Außerdem beorderte er auch noch den total zornig aufknurrenden Maron zum Rudel zurück, lies sie tatsächlich ganz alleine und nun auch noch vollkommen hilflos am Boden liegend zurück.
Was, bei Lunas Ohren, lief hier nur???

War er denn verrückt geworden? Sie war doch kein Tier...

Schon rannten die beiden Menschen herbei und lachten und freuten sich hörbar.
„Guter Schuss, Danni. Und was für eine kleine Schönheit wir da erwischt haben...
Muss eine junge Streunerin aus einem anderen Rudel sein... Hm sieht aber nicht sehr abgemagert aus. eine gute Jägerin demnach, na egal.
Los hilf mir schnell, bevor diese Spinner hier auftauchen und die neue Wölfin mal wieder für sich beanspruchen." sie ließ ein Gerät über ihren Rücken und Nacken steichen, doch es tat ihr nichts. "Perfekt! Die Kleine Streunerin ist noch völlig unmarkiert und damit Freiwild. Die nehmen wir für unser Rudel mit..."
„Aber erst impfen!", meinte der Mann nur fröhlich und jagte Mia dann auch schon eine Spritze in die Flanke rein.
Wenn sie gekonnt hätte, sie hätte aufgeheult vor Schmerz und Angst. Aber der Adrenalinschub lies zumindest die Betäubung eun wenig nachlassen. Sie wand sich sofort heftig zappelnd und biss die Frau, wild knurrend und hart zuschnappend in die Hand, die Mia natürlich sofort wieder runterdrücken wollte.
„Scheisse noch mal... die ist ja gar nicht so  weggetreten... halte sie!!! Los doch!!!", fauchte die Frau noch erbost auf und plötzlich wurde sie am Kopf gepackt und bekam irgendwas ganz widerwärtig schmeckendes in den Rachen rein gespritzt.
Und zugleich setzte die Frau nun knurrend eine Pistole in ihren Nacken an.
Mia bekam nun tatsächlich Panik und knurrte, biss, trat benommen um sich, doch schon drückte die Frau ab und ein kurzer scharfer Schmerz schoss ihr in den Nacken hinein.

Fertig! "
"Alles klar, lass sie jetzt besser kurz los, Micha! Sie kann uns nun sowieso nicht mehr entkommen.
Denn hiermit gehört die Kleine Streunerin nun ganz offiziell zu unserem  Rudel, statt zu den Naturpark-Idioten und ihrem zahmen Zirkus.
Sie wurde schließlich  gerade zu allererst von uns... gechipt, geimpft und entwurmt!


Das war nicht deren f...ing  Ernst, oder?

Mia ging vor Empörung,  Zorn und auch enttäuschter Wut auf Torben, der so was hier hätte verhindern müssen, glatt der Arsch auf Grundeis.

Die hatten sie gerade allso echt geimpft, gechipt und entwurmt???
War sie jetzt also einfach ein Hund, oder was?

Und Torben... ihr eigener Mate, hatte sie mit seiner Alphastimme in den Werwolf gebannt, damit sie das hier noch weiter so ertragen musste?

Nicht. Sein. Ernst!!!
Oh... das bekam er zurück, aber so was von!!!

Da ihr Organismus Betäubungsmittel wesentlich schneller absorbieren konnte, als ein normaler Wolf, stemmte sie sich nun auch schon wieder mit aller Macht wieder auf die Beine hoch und duckte sich wütend aufknurrend dicht an den Boden runter, während Micha gerade mit Danni besprach den Jeep holen zu wollen, um sie jetzt besser schnell einzupacken und zu ihrem neuen Rudel zu bringen.
Sie überhörte diesmal auch ganz die knurrige Alphastimme in ihrem Kopf die ihr befahl sich einfach wieder hin zu legen und ruhig zu bleiben.

Von! Wegen! Ich bin deine LUNA und kein Hund! Und selbst du kannst mir so was hier nicht befehlen mitzumachen. Du verrätst mich hier gerade auf das aller Abscheulichste indem du dein Schutzversprechen nicht hältst und brichst damit das Mate-Band!, grollte sie ihm privaten Mind-Link gegen ihn und bekam nur noch eine leicht verwirrte Unsicherheit von ihm mit, bevor die Ereignisse sich auch schon zu überschlagen begannen.

MICHA!!!", kiekte die Frau denn auch schon geschockt los, als sie Mias lauernd und stinksauer knurrend am Boden kauern sah.
Der Mann aber riss nur fluchend sein Gewehr an sich und legte auf sie an...
Mia fühlte plötzlich eine unbändige Kraft in sich aufsteigen. Tödliche Gefahr sprengte die Ketten des Alpha-Bannes, der lächerlichen Befehle von Torben und binnen Sekunden stand sie in ihrem Krankenhauskittel wutschnaubend vor den beiden Biologen... Doch der Mann drückte vor Schreck trotzdem ab. Es knallte furchtbar laut...

Scheiße!

Mia fühlte das heiße Brennen in ihrer Brust und ein diesmal nahes, brutal lautes Aufheulen eines Wolfes doch durch den Tinitus nach dem Schuss und weil es ihr gerade den Atem raubte, bekam sie kaum mit wer denn da nun heulte.

Schon lag sie plötzlich auf dem Boden, während die Frau den Mann anschrie, er hätte gerade auf einen Menschen geschossen, der vor die Wölfin gelaufen war... es sein musste... wo war sie denn hergekommen... ?!?!
Und um sie herum brach nun endgültig die Hölle los.

Wölfe stürmten knurrend von allen Seiten kommend vor. Auf einmal war auch Torben da und sah sie erschrocken an, während sie nun angestrengt zitternd nach Luft rang... und sich die Brust hielt.

Deine Schuld! DAS IST ALLES NUR DEINE SCHULD, TORBEN!!! Du bist ein schlechter Alpha für DIESES RUDEL, NEIN SOGAR ÜBERHAUPT KEIN ALPHA!
Lässt zu Das Menschen uns fangen und an uns rum experimentieren? An deiner Familie...? Deiner eigenen MATE ??? Ja spinnst du denn?!

Mia... schhhh! Oh scheiße... oh Gott, sei ganz still... Es wird alles wieder gut. Alles wird wieder gut! VERDAMMT NOCH MAL, SEID STILL!!!", explodierte er zornig und die Wölfe verstummten ebenso wie die geschockten Biologen die sich nun wieder zu ihm umdrehten und aufhörten sich zu streiten.
Ganz davon abgesehen dass der Mann sowieso schon entwaffnet und von Maron in den Schwitzkasten genommen worden war.

Mia wusste das langsam ihre Zeit knapp wurde und meldete sich deshalb wieder über den Rudellink:
Wo ist der Rudelarzt?!
Sofort hierher und hol die Kugel aus mir raus! Und damit meine ich den echten und nicht den Tic, der weiß schließlich nichts von Wölfen und dass wisst ihr Schwachköpfe auch ganz genau!!!
Denn wenn ich sterbe, kommt mein Bruder der Schwarzwaldalpha hierher und er kennt keine Gnade mit den Mördern seiner Schwester! Das hat er schon vor Wochen so angekündigt! Selbst eure Welpen werden dann nicht mehr verschont!, drohte sie lehr, doch es wirkte. Ein älterer Mann drängelte sich zu ihr durch und eine jüngere Frau folgte ihm... grimmig.
„Das kannst du nicht tun!
Er tötet dich, wenn du noch mal praktizierst!", fauchte sie anscheinend ihren Vater an.
Ole kümmert sich gleich um dich, Mia!", fauchte Torben ebenso entsetzt von ihren Worten, die er tatsächlich auch in Menschengestallt gehört hatte. Aber Mia reichte es nun.
Ich fordere dich hier und jetzt zum Kampf, Alpha!", schrie sie ihn an, nahm all ihre Kraft zusammen und hieb dem Alpha ihre rechte Gerade so hart sie nur konnte gegen die Linke Schläfe.

Wamm!

Der hatte gesessen. Und anscheinend auch richtig gut getroffen.
Torben, der den Hit überraschenderweise nicht mal hatte kommen sehen, wankte kurz... und viel dann wie ein gefällter Baum einfach tonlos um.
Ausgenockt.
Endlich!!!

Geschockt und Kollektiv nach Luft schnappend starrte nun das Ganze Rudel augenblicklich zu ihr runter, während sich nun in ihr eine gänzlich neue Art von Kraft zu entfalten begann.
Ihr ganzer Körper prickelte und kribbelte...
Oh wow... was lief hier nur?
Das Mädchen hielt sprachlos inne, ihren Vater abhalten zu wollen, der auch prompt vorstürzte und sie begeistert angrinste.

Alpha-Luna! Wir haben jetzt eine Alpha-Luna, Leute!
LUNA MIA!
Ihr habt den Alpha besiegt! Ihr habt ihn gerade eben im Kreiskampf bezwungen! Bei Lunas Schatten, wir sind gerettet! Doch noch!
Ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben!
Oh, ich bin übrigens Finn, der Ältere. Der letzte ordentliche Rudelarzt,
Luna. Doch nach der Übernahme durch die Rogues wurde ich aufgefordert nicht mehr zu helfen und dem Jungen Tic Ole und seiner Menschenmedizin die Führung zu überlassen. Sie wollten das wir uns alle zukünftig ganz normal heilen, ganz normal behandeln lassen wie Menschen eben und uns fortan auch nur noch wie solche benehmen, was wir aber niemals könnten, wie ihr ja hoffentlich wisst."

Mia nickte nur und deutete dann auf ihre Brust, während sie schon den Kopf wandte.
Alpha -Luna!
Ach herrje. Sie hatte Torben tatsächlich noch vor dem Hit herausgefordert.
Klar... uraltes Gesetz der Rudel. Aber eine amtierende Alpha-Luna hatte es sicher schon seid fünfhundert Jahren nicht mehr gegegben., oder noch länger?! Wenn das ihr Bruder erfuhr... bei Lunas Ohren... der würde sie schlicht überennen, oder? Er hatte sie schließlich noch nie für voll genommen und würde es auch niemals tun... Was sollte sie denn jetzt bloß machen?

Eine Alpha-Luna... Die gab es doch nur dann, wenn der Alpha viel schwächer war als seine Mate. Die alten Barbarinnen unter den Werwölfen waren echte Kriegerinnen gewesen, doch auch sie hatten ihre Mühe gehabt ihre Gefährten zu bezwingen. Doch wenn es wahr war, dann musste sie jetzt sofort die ersten wichtigen Entscheidungen treffen...

Maron! Bis ich weiteres entscheide und der Rang im Kreis ausgekämpft wurde bist du mein Beta und zugleich Leader der geborenen Wölfe.
Silas ist Tic, Leader der menschgeborenen Wölfe und Ole der Leader der Rogues die ihr aufgenommen habt. Mein Mate behält offiziell den Titel Alpha, für alle da draußen, sonst werden die uns schon bald überrollen. Niemand wird hiervon irgendwem berichten, der nicht zum Rudel gehört, ja noch nicht einmal den Menschen gegenüber oder in einer SMS, da die ist ein Befehl.
Maron? Bring die Beiden Menschenforscher erst einmal entwaffnet rüber ins Rudelhaus und Sperre sie unversehrt ein, bis ich über sie entscheiden kann.
Das alte Gesetz der Alpha-Luna tritt ab sofort in Kraft.
Viele kennen es schon gar nicht mehr, aber Ich habe euren Alpha besiegt.
Doch fordert ihr mich zukünftig heraus... müsst auch ihr als erstes gegen ihn auf Leben ud Tod kämpfen, denn er ist mein Mate und damit dazu verpflichtet mich mit seinem Leben zu beschützen!
Ich... übernehme hiermit dieses Rudel!, erklärte sie bebend über den Mind-Link und hoffte das ihre erste große Amtshandlung nicht auch gleich ihr Tod sein würde. Doch der Rudelarzt Finn war schon dabei an ihr herum zu fingern.

Die Wölfe knieten bereits um sie herum nieder und unterwarfen sich ihr damit, während Maron sich nur noch ein paar weitere Wölfe herbei knurrte und sie sich die nun verschreckt aufkreischenden Menschen packten um sie weg zu bringen, gemäß ihrem Befehl, den diese beiden aber nicht gehört hatten.
Derweil begann der Rudelarzt schon damit ihr die Kugel mit einer dicken Pinzette heraus zu pulen.

Ahhhhhhhhhhh!

Das ganze Rudel zuckte unter ihrem kreischenden Inneren Aufschrei zusammen, auch wenn ihr äußerlich nur ein Paar erstickte Laute entfuhren.
Schon hatte er die Kugel und nickte einer weiteren, älteren Wolfs-Frau zu, die gerade mit einer kleinen Dose heran gekommen war und diese für den Arzt öffnete.
Er grinste nur zufrieden und hob die Dose kurz zum Gruße an ihre Göttin Luna an, bevor er ein Zeichen mit dem tintigen Inhalt auf ihre Stirn malte.

Hä?

Alphazeichen-Tinte?!, dachte Mia bass erstaunt.
Schon drückte der Arzt ihre Wundränder zusammen und goss die restliche Tinte darüber und dann noch über ihrer Brust aus. Okay... das schmerzte ja noch nicht einmal.
Puh- Ein Glück.

Da rappelte sich Torben auf einmal wieder auf und wollte den Rudelarzt packen und knurrend von ihr weg zerren.
Du hälst das jetzt nicht auf!", flüsterte sie aber sofort barsch und ungewohnt Alpha-klingend zu ihm hoch und er erstarrte förmlich und wurde kreidebleich...
„Du hast... eine Alphastimme!?", krächzte er heiser.

Sie ist jetzt eure Alpha-Luna. Sie hat euch herausgefordert und besiegt, sprich umgehauen, Alpha. Darum tut es mir nicht Leid fest zu stellen, das sie nun unser neuer Alpha ist, auch wenn ihr offiziell den Titel behaltet, wie sie es gerade angeordnet hat.", stellte Finn überraschend ruhig aber ehrlich fest.
Torben wurde nun sogar weiß vor Wut, während der Arzt nun fertig mit seinem Werk wieder zu Mia umwandte:
"Alpha-Luna! Ihr solltet euch nun wieder wandeln und einen geschützten Platz zum Ruhen aufsuchen. Der erste Walk war interessant mit euch. Ach ja und wenn ihr eure Stimme wieder haben möchtet solltet ihr des Alphas Blut trinken. Nur wenige Schlucke dürften genügen, dann werdet ihr vollständig genesen.
Darf ich noch anfragen, ob wir nun generell zum alten Status zurückkehren dürfen?", fragte er nur ganz freundlich an.
Auf gar keinen Fall!!!", donnerte Torben nur entsetzt los und Mia die schon hatte zustimmen wollen, besann sich danach ganz kurz.
Zuvor noch einige Regeln für alle Wölfe:
Es darf keinem im Rudel geschadet werden, weder geborenem noch gebissenen Wolf ... und auch nicht den Menschen, die hier leben. Aber ihr müsst euch auch nichts gefallen lassen, was nicht Rechtens ist. Wir fangen von vorne an. Und demnächst erhaltet ihr eure Einweisung durch den Alpha und eure Leader, die sich noch im ordentlichen Rangkampf beweisen müssen, um auch als solche anerkannt zu werden. Ich Ruhe jetzt aus.
Ehrt die Gesetze und denkt alle daran: Ihr dürft mich nicht herausfordern, noch hinterrücks töten. Denn dann würde dieses Rudel für immer Alpha-los und ehrlos sein und das Gebiet unter den anderen Rudeln aufgeteilt, während sie euch als ehrlose Rogues jagen und töten dürften!, erinnerte sie alle noch einmal vorsichtshalber an die alten Gesetze.

Und vor allem aber Torben sollte dies wissen, der sie sicher gar nicht kannte.

Dann schloss sie erschöpft und verunsichert die Augen und verwandelte sich.
Torbens zorniger Blick ging ihr gerade nicht mehr aus dem Sinn.
Er hatte sie beinahe schon hasserfüllt aber auf jeden Fall total entsetzt angesehen.

Oh je, was bei Luna hatte sie da nun wieder angerichtet? Sie hatte doch nur ihren Mate suchen, finden und dann Torben gehören und gehorchen wollen, hatte seine Grausamkeiten dulden und die Schmerzen die er ihr zufügte hinnehmen wollen. Dazu war sie ausgebildet worden, doch nicht als Alpha-Luna!
Torben war sauer und das völlig zu Recht. Sie hatte ihn gerade entmachtet.
Sie, die kleine, ängstliche Mia - Den mächtigen Alpha des Taunusrudels!

Sie war ja so was von am Arsch ... Oh Luna hilf!!!


Letztlich blieb Mia in einem Blätterhaufen vor dem Rudelhaus liegen, umgeben von grimmigen Wächtern aus diesmal fast ausschließlich geborenen Wölfen, Silas und Ole, die alle miteinander unzufrieden waren, dem Rudelarzt Finn der sie im Auge behalten wollte und Torben, der unverwandelt neben ihr sitzen blieb und finster brütend dabei zusah, wie sich die für einen Menschen tödliche Schusswunde in ihrer Brust wieder von  ganz alleine Schloss. Keine Verbände, keine Spritzen, keine Operationen. Sie brauchte nur Ruhe und Schlaf. Und zwischendurch auch noch etwas zu fressen.

Der Rudelarzt hatte es Torben vor fünf Minuten leise mitgeteilt das Mia nun wirklich dringend fressen musste, am besten frische Jagdbeute.
Doch der hatte den Arzt für Werwölfe nur bitterböse angesehen und reagierte nicht. Schließlich hatte sie finster, weil enttäuscht brummelnd den Kopf zu Maron umgedreht und der war schleunigst im Wald verschwunden.

Zusammen mit ein paar anderen Jägern schleppte er nur eine halbe Stunde später ein Stück Dammwild an, noch ganz jung und warm.
„Ist jetzt nicht dein Ernst oder?!", hatte Torben sie nur noch entsetzt angefaucht.
Scheinbar hatte er noch nie Wild gejagt und es auch seinem Rudel nicht gestattet, sondt währen sie sicher nicht so schnell erfolgreich gewesen.
Aber Mia war inzwischen wirklich nicht mehr bereit Rücksicht auf ihn zu nehmen. Darum  hatte sie sich nur noch völlig ausgehungert aufgerappelt und ihre Kiefer knurrig und tief in das Beutestück vergraben, während Maron nun vor den Ungläubigen Torben trat und ihn finster anblickte.
- Hoffentlich um ihn aufzuhalten, sie daran zu hindern sich endlich mal wieder satt zu fressen.
Minutenlang existierte nur noch das Fleisch vor ihrer Nase und ihr extrem knurrender Magen. Alles Andere verblasste zur Bedeutungslosigkeit.

Torben

Warum hast du meiner Gefährtin ein ganzes Reh gebracht? Bist du bescheuert oder was!?
Ich hab hier die Jagd unter Wölfen ausdrücklich verboten
„Der Arzt hat euch aber eben gerade gesagt sie braucht zu fressen, um wieder schnell gesund zu werden.
Fressen, nicht Essen, Alpha.", knurrte Maron ihn böse an. „Sie hatte schon Tagelang nichts richtiges zwischen den Zähnen, weil ihr ja nicht auf sie achtet, noch euch richtig um sie kümmert oder auch nur sorgt.
Unsere Alpha-Luna ist ein echter Wolf und außerdem auch ein geborener Wolf. Und sie unterdrückt sich nicht selbst, sondern lebt auf die Rechte und einzige Weise, die wir Werwölfe kennen, die für und gesund ist und die wir uns gestatten können, im Einklang mit ihrer wilden Natur."

Torben sah den Werwolf nun ernsthaft erbost an.
„Sie kann jederzeit etwas essen, etwas Menschlich zubereitetes, im Rudelhaus! Doch bisher hat aber nun mal lieber geschlafen.", zischte er den Kontrahenten ebenso böse knurrend an wie er.

Maron sah schließlich als erster bei Seite doch sein Kiefer zuckte verräterisch.
„Unsere Luna ist genauso Werwolf wie wir anderen es auch sind, Alpha. Euer Wolf hat sie aber von Anfang an bekämpft und verletzt. In der letzten Nacht dann schon wieder, weil sie unerlaubt aufgestanden ist.
Ihr habt ihr nicht zu Essen hingestellt, ihr habt sie beschränkt auf den Tag, nicht wahr? Gleichgültig ob sie nun Krankheit ider Verletzungen zu Heilerin hatte, was sie eine Menge Energie gekostet haben muss. Sie hätte ausruhen müssen und viel bessere Pflege und Essen gebraucht, mehrmals am Tag und auch in der Nacht, denn sie ist nun mal kein Mensch.", stellte er leise fest während Mia nun wie rasend das Fleisch von dem Wild herausriss und runterschlang, taub und blind für alles andere.

Torben aber schluckte nur hart und angeekelt von diesem Anblick und nickte schließlich wiederwillig zustimmend. „Ich weiß das ich sie verletzt habe, dass das Wilde in mir unberechenbar stark und gefährlich ist.
Darum versuche ich meinen Wolf ja auch so gut wie es mir nur möglich ist im Zaum zu halten, ebenso wie euch auch.
Das wahllose entsetzliche ermorden und drangsalieren unschuldiger Menschen musste ein Ende haben, Maron.", knurrte er den neuen Beta erbost an.
Der aber lächelte nur bitter.

Die letzten vier Jahre über habt ihr und eure heiß geliebten Menschen uns Wölfe systematisch und drangsaliert, unterdrückt und sogar ständig gefoltert.
Sogar die allerkleinsten habt ihr nahezu verstümmelt in eurem Bemphen uns zu Menschen zu erziehen und alle getötet die versuchten euch zu erklären das euer Vorhaben unmöglich ist.
Doch es war euch egal ob dabei einer von uns, unsere Kinder oder die alten Wölfe schreckliche Qualen leiden mussten, denn wir sind ja alle nur gefährliche Bestien, nicht wahr, Alpha!?
Alle von uns! Wir sind aber für euch keine Wesen die wirklich Schmerz fühlen, atmen und denken. Keine Wesen die ihr auch nur respektiert oder akzeptiert.
Ich weiß das Silas mich schon lange davonjagen wollte, einzig weil ich ein Wolf bin und ihm weit überlegen. Dabei habe ich alleine in den letzten vier Jahren dafür gesorgt dass es im Rudel keine große Revolte gab. Denn denkt ihr tatsächlich wir hätten euch und eure Idioten von gebissenen Wölfen nicht schon längst durchschaut? Sogar eure Luna hat das getan. Deshalb hat sie euch ja auch hier im Kreis des Rudels herausgefordert und konnte euch mit nur einem sorgfältig gezielten Schlag treffen, da ihr sie nur immer foltert und quält aber nicht töten könnt.
Ihr seid weder ein Anführer noch aufmerksam gegenüber der tatsächlichen Welt. Ihr lebt statt dessen lieber einen Traum.
Aber wenn ihr mich nun als letzten geborenen Wolfsleader abgesetzt oder getötet hättet würde euer Rudel erst euch alle vernichtet haben und dann alle noch hier lebenden Menschen. Anschließend währen wir wohl tatsächlich von den anderen Rudeln aufgerieben und vernichtet worden, denn wir sind schwach geworden... dank euch.

Nicht walken, nicht Rangkämpfen, nicht wirklich wachen oder die Jungen darin unterweisen dürfen echte Werwölfe zu sein und trotzdem friedlich mit den Menschen zu leben."

Wahllose Vergewaltigungen oder Verstümmelung von Menschen in den Schultoiletten und das entführen und verschleppen von Menschenmädchen hierher in das Rudel, damit sie euch den Nachwuchs gebären den ihr haben wollt und sie dann zu töten, nennt ihr friedlich?", knurrte er erbost.

Nicht alle hier waren auf Margans Seite und haben so gewütet wie er.
Nicht alle haben gegen euch gekämpft, Alpha. Doch ihr habt gegen uns gekämpft, gegen uns alle, von Anfang an." Maron lächelte wieder freudlos und schnaubte leise.
„Jetzt da ihr kein rechter Alpha mehr seid ist es mir sogar ein Vergnügen euch endlich mitzuteilen das eure irrsinnigen Befehle an uns, unsere inneren Wölfe immer und ständig und überall zu bezwingen und nur die reine Menschenform zu halten, nicht mehr zu jagen oder zu walken, nicht mehr unsere Rituale oder Rangkämpfe abzuhalten niemals Alpha-Stimmen Bindung hatten.
Wir sind weiter unserer Natur gefolgt, haben weiter mit den Jungen gewalkt, haben sie unsere Rituale gelehrt und im Geheimen unsere Sitzungen und Rangkämpfe ausgetragen.
Ihr habt uns das Gegenteil befohlen, das schon. Aber selbst ein Alpha kann per Befehl nicht das unterdrücken was eines Wolfes Natur ist.

In den letzten Jahren wurde das Rudel tatsächlich von mir angeleitet, denn das habe ich mir im Rangordnungskampf verdient.
Eure Luna hat es sofort erkannt und dementsprechend gehandelt, mich als ihren Beta einzusetzen und damit meine Gefolgschaft und Anerkennung ihres Ranges erzwungen. Denn hätte sie es nicht getan... hätte sie wieder euren unfähigen menschgeborenen Freund oder gar euch selbst mir vorgezogen, währe der Rudelkrieg im Rudel nicht mehr aufzuhalten gewesen.
So aber muss ich ihr nun den treuschuldigen Respekt zollen, der meiner Alpha-Luna gebührt und mich an die Gesetze halten.
Wir alle müssen das nun... bis sie uns verrät, Rudelmitglieder ohne rechten Grund tötet oder aber schwer enttäuscht, weil auch sie vielleicht nicht mehr ihrer Natur folgen will und uns dasselbe auch nicht gestattet - wegen euch, Alpha.", wies er ihn nun deutlich warnend zurecht. „Meine neue Aufgabe als Beta umfasst nun also auch den Schutz meiner Alpha-Luna und ich schütze sie zukünftig auch vor euren Grausamkeiten und eurer Bestie, die ihr selbst kaum mehr bezähmen könnt.
Das beste für uns alle währe es wohl euch irgendwo einzusperren, wie ihr es mitbringen versucht habt. Aber das entscheidet später unsere Alpha-Luna, Nichtvorhandensein und sicher auch nicht ihr, Torben."

Und du denkst ernsthaft, ich würde mich einfach wegsperren lassen?", knurrte er bedrohlich finster.
Maron lächelte bösartig.
„Da es eurer Natur nicht widersprechen würde, hättet ihr bei Alpha-Lunas Befehl keine Wahl.
Doch was mich betrifft, ich hoffe nur noch, das unsere neue Alpha-Luna den Schaden den ihr angerichtet habt heilen und die zerstörten, wütenden Wolfseelen beschwichtigen kann, die ihr nun schon in den jüngsten Jahren das hassen gelehrt habt.", fügte er noch grollend hinzu und Torben sah den etwas älteren Beta überrascht an.

Bitte was soll ich getan haben? Die Welpen dazu gebracht zu hassen???", fragte er ihn nun merklich heiserer.

Maron lächelte nur wieder unfroh.
„Ihr seid ganz eures Vaters Sohn, Alpha Torben. Denn ihr habt ganz genau so wie er ungerecht und verachtend und diskriminierend viele Unschuldige getötet oder verurteilt zu gehen und Rogues zu sein, ganze Familien in eurem finsteren Genunzid- Bestreben auseinander gerissen und die euch unangenehm erscheinenden Leute versklavt und geknechtet.

Nur habt ihr euren Zorn und eure Mühen nicht auf die Menschen gerichtet, wie er es seiner Zeit tat, nein.
Zu Anfang spracht ihr uns allen von Gerechtigkeit und Gleichberechtigung unter Menschen und Wölfen, das haben viele von uns sogar gut und richtig gefunden. Doch statt dafür zu sorgen dass es auch tatsächlich Gerecht für alle wurde, habt ihr einzig nur den Spieß herumgedreht und die andere Seite gegrillt. Nicht Mensch wurde diesmal diskriminiert sondern nur noch Werwolf."

Torben fühlte sich eiskalt bei diesen ruhig und viel zu sachlich gesprochenen Worten.
Doch Maron meinte jedes einzelne Wort offenbar genau so wie er es sagte.
Und tatsächlich war ihm das Gleiche auch schon unzählige Male von seinen Gegnern im Rudel vorgeworfen worden. Es hatte ihn nur wütend gemacht. So auch dieses Mal.
„Werwölfe fühlen sich immer sofort benachteiligt Wenn sie nicht bevorzugt werden.
Denke bloß nicht das Mia euren Menschen schlachtenden Kurs wieder aufleben lassen wird. Die Frau die sie die letzten zwei Jahre erzogen hat war bis zu ihrem sechzehnten Lebensjahr auch ein Mensch. Und sie hat den Kurs der Schwarzwaldwölfe deutlich liberalisiert.", knurrte Torben nun ernsthaft sauer.
Maron lächelte nur wieder freudlos und nickte.

Möge eure Luna euch die Schande verzeihen, unwissend und von Menschen geleitet zu sein, Alpha. Ich werde es ganz sicher nicht können.
Und was unsere Alpha-Luna angeht... seht ihr euch besser vor. Sie wird besser sein als ihr es je versprochen habt, denn wenn es so ist wie ihr behauptet, dann kennt sie beide Seiten und wird gerechter urteilen.
Und dass sie es tut hat sie nun auch einen guten Beta der ihr zur Seite steht. Ihr dagegen habt jetzt einzig noch die Aufgabe eure Rolle zu spielen und unser Alpha, zumindest vor den Augen der anderen Rudel, zu sein, damit diese sich von unseren Grenzen fern halten, alleine weil sie euren Ruf fürchten.
Dass es da aber gar nicht so viel zu fürchten gibt ist uns allen längst klar. Ihr habt euer Machtkonstruckt alleine auf der Tatsache begründet, dass ihr euch an keines der geltenden Gesetze gehalten habt, keine Wolfsehre kennt und auch keine Rangkämpfe habt austragen lassen oder daran teilgenommen hättet.
Sogar eure eigene Seelenverwandte behandelt ihr auf eben solch niederträchtige und verachtenswerte Weise, lasst sie hilflos gefangen nehmen, von Menschen abschießen und markieren, ihr Blut abnehmen, ihr gefährliche Substanzen spritzen und Tiermedizin schlucken, die sie weder benötigt noch ihr Wolf, während ihr nur feixend in der Nähe steht und euch über ihre öffentliche Demütigung zusammen mit euren Freunden amüsiert... und das vor dem ganzen, verdammtem Rudel, die derweil zornig mitgelitten haben.
Es war eure Aufgabe sie zu beschützen. Es war eure Aufgabe diese Menschen von uns allen fern zu halten die hier gar nichts zu suchen haben.

Seid froh das sie euch nun niederschlug, Torben. Ich hätte euch in der kommenden Nacht hinterrücks im Schlaf ermordet, nur um ihr ein weiteres, so überaus demütigendes und folterndes Dasein an eurer Seite zu ersparen und dann mit meinem Rudel ihren Bruder verständigt, ihr hättet sie selbst getötet.

Lieber hätte ich mich der Gnade eines echten Alpha ausgeliefert, als euch und eure Menschenbrut noch weiter so tolldreist gewähren zu lassen. Seid versichert dass sie es im übrigen genau so sieht. Denn ihr habt sie gerade heute wie ein Tier behandelt.
Und ein Wolf vergisst nie."

Torben schluckte nur wieder hart bei dem eiskalten Blick des Anderen.
„Sie ist gehen meinen Willen gewalkt und hat nicht auf mich gehört. Ihr wüsstet genau das diese Biologen in der Nähe sind und habt sie nicht gewarnt.
Also ist es eure Schuld was geschah und nicht meine!", verteidigte er sich nun grimmig und entschieden.

Ach Alpha... Schuld oder nicht Schuld. Das sind Gedanken die ein Mensch besitzt aber nicht der Werwolf.
Der Werwolf handelt und folgt seinen Instinkten genauso wie ihr selbst ja auch... oder zumindest eure innere Bestie.", spottete Maron nun böse knurrend und Torben fuhr sofort wieder auf.
„Wenn Mia sich meinem Willen nicht beugt und mein Wolf darüber rasend wird, ist das sicher kein Fehler, die Wölfin gehorcht eben ihrem Mate... immer!", zischte er zurück.
Doch Maron lachte diesmal wirklich los, höhnisch und verachtend.

Ist das so? Ja?
Habt ihr denn vielleicht schon mal daran gedacht dass auch euer eigener Wolf tatsächlich nur versucht haben könnte euch auf eurem irrsinnigen weil fehl geleiteten Weg zu stoppen, indem er eure kleine Mate so schnell und barmherzig wie ihm nur möglich zu töten versucht hat? Denkt ihr denn er liebt seine Mate nicht genug, um ihr ein weit grausameres Schicksal an eurer Seite ersparen zu wollen und sich damit natürlich auch selbst letztendlich zu befreien?", fragte er ihn fast schon gehässig und Torbens Blick glitt unwillkürlich zu der nun ruhig dastehenden und vollkommen mit Blut beschmierten Wölfin hin, die seinen geschockten Blick nun aus schmerzerfüllten grauen Augen heraus erwiderte.



Mia sah die Abscheu und den Widerwillen in den Augen ihres Mate.
Also so war es Dared, ihrem Bruder ergangen, als er Rahel, seine menschgeborene Mate, mit zur ersten Jagd genommen und sie ihm danach die Hölle heiß gemacht hatte.
NIE WIEDER!!!, hatte sie so laut und angewidert gebrüllt, dass das ganze Haus gewackelt hatte und dann die Tür hinter sich zugeschmissen.
Dared hatte die Nacht auf dem Flur vor seinem Zimmer verbringen müssen, weil Rahel sich geweigert hatte ihn rein zu lassen, da er schließlich noch so dämlich gewesen war zu sagen: "Schatz, beim nächsten Mal, wenn du dann selbst deine Beute reißt, wird es dir sicher schon besser gefallen."
Tja es hatte kein nächstes Mal gegeben.
Rahel war immerhin liberal genug gewesen und hatte nichts dagegen einzuwenden dass die geborenen Wölfe und auch manche gebissenen gerne jagen gingen und lebende Beute schlugen aber sie selbst tat es nicht.
Und genauso wohl auch Torben nicht.
NIE WIEDER!, las sie auch in seinen Augen.
Dabei war er Werwolfgeboren. Dabei war er der zwar nicht anerkannte aber nichts desto trotz geborene Sohn eines mächtigen Alpha.
- Und wusste rein gar nichts damit anzufangen.
Seine Mutter hatte dies an ihm verbrochen. Aus seiner Sicht heraus vermutlich gerettet aber aus der Sicht der Wölfe, ganz eindeutig verbrochen, ihn nicht seine wilde Seite kennen lernen zu lassen und ihn damit tatsächlich hochgradig zu verstümmeln, bis der eine Teil seiner Seele gebrochen und beinahe wahnsinnig vor sich hin vegetierte.
Selma hatte seine Wolfseite sicher mit aller Macht unterdrückt gehalten, ihm sogar eingeredet, dass er sie gar nicht brauchte, oder es nicht so sein durfte. Sicher hatte sie ihm beigebracht, dass es schlecht war, böse und grausam seiner Werwolf-Natur nachzugeben.

Das war so ein Hohn.
So brutal und grausam in ihren Augen.
Denn kein Mensch machte je einem Löwen Vorwürfe, wenn dieser eine Gazelle riss oder einem echten Wolf wenn er ein Stück Wild fraß. Niemand tat es außer Selma.

Sie hatte ihren eigenen Sohn niemals als das akzeptiert was er in Wirklichkeit war und das war nun das gesamte Problem.

Kein Wunder also das Torben sich selbst ebensowenig akzeptierte. Und das sein Wolf nun so kirre und Wahnsinnig war, sie lieber umbringen wollte als weiter zuzusehen eas Torben selbes nun auch seiner geliebten Mate antat. Denn das sein Wolf sie liebte... da war sie sich sicher. Mate konnten gar nicht anders als sich zu lieben.

Maron hatte vollkommen Recht.

Dark, wie sie Torbens Wolf nun für sich nennen würde, hatte ganz sicher letzte Nacht versucht ihr Leiden zu beenden, denn es währe nur immer so weiter gegangen mit Torben als Alpha, der nichts verstand, der nichts wusste, der keine Ahnung von seinen tatsächlichen Möglichkeiten hatte, ebensowenig wie seine gebissenen Freunde.

Wie nur, konnte sie dieses Durcheinander jetzt noch klären?
Wie Dark helfen aber Torben ebenso, der sie mit Sicherheit gerade verachtete?
Sie hatte als seine Mate keine Wahl als ihn zu lieben. Genau so wie er nun mal war, mit all seiner brutalen und eiskalten Grausamkeit. Mit seinen Versuchen sie zu unterdrücken zu verletzten und einzusperren.

Sogar die Sache mit den Biologen... Sie müsste so was von Sauer auf ihn sein. Statt dessen war sie nur verletzt und sehnsüchtig und wollte von Torben beschützt und getröstet sein, wenn sie sich vor etwas fürchtete.
So wie sie sich vor der Pistole im Nacken gefürchtet hatte. Warum hatte er da nicht eingegriffen? Als ihr Mate musste er es doch auch gespürt haben?
Doch er lachte über ihre Seelenpein, über ihre Panik. War ihr nicht zu Hilfe geeilt, im Gegenteil.

Wie nur sollte sie nun darauf reagieren?
Na ja, eigentlich hatte sie das ja schon, oder?

Sie war nun die Alpha-Luna hatte aber selbst gar keinen Plan wie sie das gewaltige Rudel von durcheinander gewürfelten Rogues, geborenen Wölfen und den anscheinend fest dazu gehörenden Menschen wie Selma und dies Haushälterin nun organisieren konnte, das daraus eine harmonische Einheit werden würde.

Torben hatte Maron eben vorgeworfen dass die Wölfe die Menschen vergewaltigt, unterdrückt und verschleppt hätten, zum Zweck sie als ihre Brutkästen zu missbrauchen und anschließend zu töten.

Das war abscheulich aber im Taunus Rudel - wie sie schon lange wusste - gängige Praxis gewesen. Denn auch Werwölfinnen hatten die Taunus-Wölfe ja als ihre Sklavinnen gekauft und genau so benutzt. Das sollte ja eigentlich auch ihr eigenens Schicksal gewesen sein, vor drei Jahren, als Torben versucht hatte sie zu kaufen... von Aristo, der daraufhin aber von ihrem Bruder getötet worden war war.

Dared hatte für seine Familie gekämpft und gesiegt, war vom Betasohn zum gewaltigen und gefürchteten Alpha aufgestiegen. Er nahm sich was er konnte, er gab nichts preis, er behandelte sogar seinen Beta wie einen potenziellen Feind und Mia wusste dass auch ihr nichts anderes übrig beiben würde, als um sich herum nur noch Feinde zu sehen, bis sie entweder eine richtige Gemeinschaft geworden waren oder aber sich die Wölfe im Kampf um alles und nichts vollständig ausgelöscht hätten, inklusive ihr und Torben.

Ach wie gerne sie nun Dared angerufen hätte, damit er diesen Hexenkessel übernehmen und sie retten würde.
Nach Hause bringen zu Mahmen, ihrer Mutter. Zu Rahel und in ihr altes Leben zurück.

Doch dann währe Torben verloren, ebenso seine Mutter, ebenso die Rogues hier von denen einige auch aus ihrem alten Rudel stammten.

Dared würde Torben ja wegen ihr sicher noch am Leben aber für immer gefangen halten. Und sie selbst würde auch nicht mehr Luna ihres Rudels sein können, von einer Alpha-Luna ganz zu schweigen.
Also, was zum Teufel sollte sie nun tun?

Sie legte sich erst einmal wieder ächzend und verunsichert in den Blätterhaufen zurück und leckte sich selbst verschämt über die Brust und den Hals um sich so das Blut abzuwaschen, das Torben so ekelhaft an ihr fand.
So wie er sicher jeden Werwolf hier ekelhaft und verachtenswert fand, inklusive sich selbst.

Am liebsten hätte sie nun losgeweint. Sie fühlte den unglaublichen Druck auf ihren Schultern wachsen, je mehr sie darüber nachdachte, was sie gerade eben rein instinktiv gesagt und getan hatte.

Sie hätte Torben nicht herausfordern dürfen... doch dann hätte Maron ihn in der kommenden Nacht getötet.
Sie glaubte ihm seine harten Worte, glaubte auch an den Zorn und die Verachtung der restlichen geborenen Wölfe die er zu unterdrücken versucht hatte.

Hätte sie doch nur nie öffentlich zum Rudelwalk aufgerufen... wenn der Alpha es doch verbot?!
Doch dann währe sie nun einzig nur noch ein Gesicht hinter einem für immer geschlossenen Fenster, zu eingeschüchtert um jemals wieder raus zu kommen.
Und Torbens Wolf würde sie dann ebenfalls bald schon vernichtet haben.
Denn noch viel mehr von diesen brutalen Angriffen, konnte sie sicher nicht mehr verkraften.
Auch die Selbstheilungskräfte eines Werwolfes hatte seine Grenzen und sie war ja immer noch geschwächt vom Wolfsfieber.

Doch auch ohne das war ihr Fehler das oberste Kommando mit diesem Lucky-Punch an sich zu reißen unglaublich gefährlich für sie alle hier im Rudel. Es würde ein Drahtseilakt werden mit ungewissem Ausgang.
Sie hatte schließlich gerade erst hierher gewechselt, war noch nicht anerkannt, ja, noch nicht mal offiziell angekommen, hatte noch keine Verbündeten im Rudel gefunden oder gar Freunde.

Und da waren sicher noch so viele ihr feindlich gesinnte Werwölfe, die mit dem Schwarzwald totsicher noch ein Hühnchen zu rupfen hatten und wie Maron gesagt hatte auch mit Torben, wegen seiner bisher so diskriminierenden Politik.

Mia war sich fast sicher das Selma hinter diesen Pro-Menschen und Kontra-Wölfe Entscheidungen steckte, die die Werwölfe Gegner ihres Mate und damit auch automatisch von ihr, was sie sehr wohl wussten.
Wieder blickte Mia trübsinnig zu Torben hin der nur düster an einem nahen Baum angelehnt stand und mit den Zähnen knirschte.

Sobald sie gesund genug war, in nur ein paar Stunden, würde da wohl ein mordsmässiges Donnerwetter auf sie warten.
Und wenn sie sich dann so verhielt, wie sie sich jetzt gerade fühlte, ängstlich und eingeschüchtert, dann hatten sie alle absolut keine Chance mehr.




Es war an der Zeit hinein zu gehen.

Die Wunde hatte sich endlich geschlossen.
Es würde natürlich noch einige Zeit schmerzen aber nun war es zumindest gut genug, um sich wieder wandeln zu können, sich anzuziehen... duschen zu gehen... und dann ihrem Mate entgegen zu treten und sich seinen Vorwürfen zu stellen. Am liebsten wäre ihr natürlich diese Reihenfolge, doch ihr Bruder hatte sie Realismus gelehrt und nicht zu träumen.
Torben würde ihr eine weitere Atempause kaum mehr gestatten, nachdem sie ihn vor aller Augen derart bloßgestellt hatte.
Zeit sich auch dem zu stellen und so stark wie nur irgend möglich aufzutreten. Ganz besonders vor dem Rudel, dass sie gerade eingehend beobachtete.

Sie rappelte sich also endlich auf und nickte zunächst einmal Maron zu, der ebenfalls in Wolfsgestalt ganz in der Nähe gewacht hatte.

Geht jetzt auf Wache, Beta. Ich will nicht das weiterhin so lax aufgepasst wird, wie bisher gesehen. Der innere Ring ist so offen wie ein unbewachtes Scheunentor und Grenzwachen alleine werden meinen Bruder, die Bayern oder den Kellerwald kaum draußen halten.

Demnächst steht mein Bruder dann hier vor der Tür und fordert das Rudelland als sein neues Eigentum und die Köpfe aller meiner Leader und meines Beta auch noch mit dazu, denn anführende Wölfe wird er garantiert nicht brauchen können und diese auch gar nicht in seinen Reihen dulden.
Er ist von der alten Schule. Er wird also die Verwandtschaft mit mir nur insofern gelten lassen, als dass ich alleine weiterleben darf, um unserer Mahmen Willen. Doch ihr alle ganz sicher nicht!, übertrieb sie ein Bisschen, wusste aber auch dass es im Falle einer feindlichen Übernahme, weil er vielleicht ihr Leben bedroht sah und auch dank Rahels Freundschaft zu ihr, genau so kommen konnte.

Ich weiß, dass ihr es alle viel besser könnt als jetzt gerade.
Also tut euch selbst den Gefallen und vollzieht die Wachablösung immer als Wolf und ohne dieses lästige Geplauder. Sonst weiß der Gegner genau wo wir sind und kommt ganz leicht an uns vorbei. Und wenn mein Bruder dass sieht und erkennt wird er die unausgesprochene Einladung sicherlich auf der Stelle annehmen., versuchte sie möglichst stark und kühl zu erscheinen. ja sie hob sogar den Kopf wie es ihr Bruder immer bei unterredungen mit seinem Beta tat, rührte sich nicht von der Stelle bevor er nicht gegangen sein würde um sich keine Blöße zu geben und Maron nickte dann auch nur einmal ganz kurz respektvoll, ohne etwas zu erwiedern oder zu protestieren, bevor er seine Rudelgefährten, die geborenen Wölfe, mit einem lauten Heulen zusammenrief und sich dann zu den Wächtern an der Grenze aufmachte.

Derweil atmete Mia leise durch und sah ganz kurz zu Torben hinüber, der sich nun vom Baum abstieß und auf sie zu schlenderte.
Doch sie ließ sich von seiner bewusst lockeren Art nicht täuschen. Er war stinksauer auf sie.

Willst du dich nicht endlich mal wieder verwandeln, Mia?", fragte er sie bissig klingend und seine Blicke schnitten tief in ihre Seele ein..
Sie sah ihn also nur ganz kurz traurig an und wandte sich dann zum Rudelhaus um, betrat es als Wolf und verwandelte sich erst  in der Eingangshalle.
Schon saß sie am Boden und lehnte sich erschöpft und mit ihrem eigenen Blut und der Alpha-Tinte besudelt gegen eine weiße Wand an.
Im grünen Krankehauskittel klaffte immer noch ein blutig aussehendes Loch und auch die schwarze Narbe darunter sah ziemlich wüst aus.

Sie sah Torben bei ihrem Anblick kurz stutzen und sichtlich erbleichen.
Gut so. Vielleicht konnte ihr Aussehen ja doch noch etwas menschliches Mitleid in ihm erwecken, wenn er denn so was überhaupt besaß.

Die Haushälterin war nun ebenfalls unsicher in den Korridor hinaus getreten.
„Sir?!", fragte sie Torben sichtlich unsicher.
„Habe ich denn jetzt überhaupt noch einen Arbeitsplatz, wenn sie nicht mehr der Alpha sind?", flüsterte sie  leise und ängstlich.
Mia sah sie nur gereizt an.
„Sie haben bisher zwar nur ihn bekocht, wie auch immer sie heißen, aber seine Ansprüche sind gewiss hoch.", krächzte sie flüsternd. "Wenn sie ab sofort bereit sind auch für mich und das Rudel, die Welpen und Gäste im Haus zu kochen und immer, zu jeder Zeit was Fleischiges mit Beilagen für uns bereit stehen haben, können sie gerne bleiben und ihren Job tun. Wir jagen nur ab und zu. Zu Hause nur einmal pro Woche, nur so zum Spaß oder aber in der Rudelgruppe, wenn jemand krank ist und unbehandeltes Frischfleisch braucht, erklärte sie der Frau flüsterleise und dabei auch gleichzeitig Torben.
Die Haushältern aber war nicht sonderlich begeistert von ihren Worten, schien eher unglücklich auszusehen und brummelte etwas von dem schönen vegetarischen Essen, das sie heute extra gerichtet hatte, bevor sie wieder eilig in der Küche verschwand.

Torben war es, der diesmal zuerst wieder sprach, und zwar zornig:
„Mia, ich habe die Jagd auf Dammwild in diesem Gebiet verboten, weil hier von Kreis und Bundesland angeordnet ein Schutzgebiet für das Wild eingerichtet wurde.", knurrte Torben erbost.

Mia lächelte nur reichlich unfroh über seine Mitteilung, verriet es ihr doch gleich noch einmal seine generelle Untauglichkeit für die Position des Alpha.
Torben, ernsthaft, die Regierung weiß sehr genau wo wir Werwölfe leben und was wir so brauchen, um uns gut zu entwickeln. Die haben dich ganz offensichtlich komplett verarscht, verstehst du das?
Aber ebenso muss ich sagen: Schande über dich, dass du nicht auf die hiesigen Wölfe und ihre sicher gerechtfertigten Proteste gehört hast.

Ich will echt gar nicht wissen wie viele Jäger hier in den letzten vier Jahren aufgetaucht sind und natürlich ganz aus versehen auf die Werwölfe geschossen haben und wie viele Leben dadurch ausgelöscht wurden, nur weil du deine Stellung und Position als Alpha ganz offensichtlich nicht ausfüllen konntest und auch nichts über deine eigentlichen Pflichten gewusst hast., griff sie ihn innerlich knurrend an und sah an seinem überraschten Blick dass sie ihn damit getroffen hatte.
Vermutlich wolltest du es auch gar nicht lernen, oder? Statt dessen hast du diese neuen Gegebenheiten zum Anlass genommen den Wölfen zu verbieten Wölfe zu sein.
Nun... mir kannst du es nicht verbieten. Jetzt schon mal gar nicht mehr.
Und auch die anderen Werwölfe werden zu ihrem Sosein zurückkehren müssen, wenn sie überleben wollen. Darum werde ich mich also zuerst kümmern müssen, aber ich kenne ja den Innenminister immerhin schon persönlich.
Dared hat mich schon seid zwei Jahren mit zu den offiziellen Gesprächen genommen. Er weiß bereits dass ich deine Luna bin. Da wird es also bald keine Probleme mehr geben, ebensowenig wie mit diesen Ansiedelversuchen von echten Wölfen in unserer Nähe und diesen Leuten, die sie einfangen und markieren sollen.
Das Ministerium hat dazu zwei absolut unfähige Idioten geschickt, die in ihrer Unkenntis hiesige Werwölfe zutiefst beleidigt, weil betäubt, geimpft und markiert haben... Was gar nicht gut kommt, Torben.", erklärte sie ihm leise und sorgenvoll. Doch er schaute gerade nur wieder grimmig drein. Vermutlich weil sie ihn scharf kritisierte.
Doch ersparen konnte sie ihm das absolut nicht

Nur damit du mal klar siehst...
Es ist tatsächlich nicht witzig für uns Wölfe geimpft zu werden. Für Welpen ist das sogar potenziell tödlich. Ich selbst spüre gerade die imense Schwäche, die dieses Mittel bei mir verursacht und das ist alles nur deine Schuld. 
Du hast mich nicht beschützt wie es deine heilige Pflicht als mein Mate gewesen währe. Nun wird es Tage dauern bis ich das hoffentlich doch noch unversehrt überwunden habe.
Denn wir sind keine Tiere, Torben, egal was die Menschen dir erzählt haben. Und du bist auch kein Tier aber nun mal leider auch kein Mensch, selbst wenn du es mit aller Kraft versuchst, wie ein Solcher zu leben. So zwanghaft... und ungesund. Zumindest  für deinen Wolf ungesund meine ich.

"Maße dir nicht an zu entscheiden was gut und schlecht für mich ist, Mia. Ich maße es mir nun schließlich auch nicht mehr an, da du mich so einfach und heimlichtuerisch entmachtet hast. Dein Bruder feiert vermutlich gerade seinen Triumph über mich.", zürnte er ihr eisig kalt.

Mia schüttelte nur entgeistert den Kopf. Wie sollte er das, wenn er gar nichts davon weiß und auch nie erfahren darf?, fragte sie ihn leise, niedergeschlagen und sehr erschöpft. Er schwieg nur verbissen.
Denkst du denn ernsthaft meine Prioritäten könnten jetzt noch bei meinem Bruder liegen, da ich nun hier und deine Mate, die Luna deses Rudels und nun sogar auch noch Alpha-Luna geworden bin?
Denkst du ich bin eine Verräterin?  Weißt du denn nicht, was mir in diesem Fall an Strafe blühen würde, wenn ich auch nur einen der hiesigen Wölfe an meinen Bruder verriete?, ereiferte sie sich aufbrausend.
Er sah sie nur überrascht und auch verwundert an, was Mia nun zumindest wieder halbwegs zu sich brachte und sie kurz tief durchatmen ließ.

Werwölfe haben in der Regel sehr strenge Gesetze, Torben, wenn der jeweilige  Alpha nur gewillt genug ist diese auch durchzusetzen, sind sie für Menschen und auch für Werwölfe von Vorteil.
Ich weiß dir wurde es anders beigebracht... hu... Werwölfe, gefährliche Bestien, geht bei Dunkelheit nicht hinaus und bei Vollmond erst Recht nicht, denn dann streifen sie umher und werden zu gefährlichen, reißerischen und beißenden Bestien... Aber das ist alles einfach nicht wahr!
Nicht bei uns zu Hause.
Ich bin keine Bestie, Torben, ich habe auch noch nie einen Menschen angegriffen oder getötet, ja auch nicht gebissen, im Gegenteil. Meine besten Freunde waren oder sind Menschen. Ich bin mit ihnen zur Schule gegangen, mein Vater arbeitete mit ihnen, stellte sie ein, bildete sie aus. Ich würde einem Menschen nie vorsätzlich weh tun, sofern er mir auch nichts tun wollte,  weil ich stets gut angeleitet und erzogen wurde, von meinem Vater und meiner Mahmen.
... Ich bin nur ich,Torben. Ich bin Mia. Ich bin deine Seelenverwandte, die du heute aber vor dem ganzen Rudel bloßgestellt und dich über meine Angst und Seelenpein auch noch öffentlich lustig gemacht hast.
Weißt du eigentlich was du damit im Grunde sofort hättest anrichten können?
Ist dir denn nicht bewusst, dass du und auch deine Sippe, deine Mahmen und die Männer, die du Freunde, Beta und Tic nennst, nur haarscharf einer riesigen, grausam blutigen Katastrophe entkommen seid?, fuhr sie ihn verzeifelt an und rappelte sich schließlich auf, weil er auch nur wieder schwieg und finster brütend aus dem Fenster raus schaute, statt ihr zu antworten.
Ach es war einfach hoffnungslos ihm erklären zu wollen was jeder Idiot schon wusste.
Im Spiegel sah sie kurz ihr Bild. Sie hatte entsetzliche, schwarze Augenringe und sah auch ganz allgemein so verhärmt, abgemagert und fertig, aus wie sie sich nun auch selbst fühlte.

Das hast du mir angetan, Torben!, flüsterte sie leise in ihrer Gedankenstimme über den persönlichen Mate-Link und sah sich aber nur selbst schniefend dabei an.
Sieh doch nur mal wie ich aussehe!
Sieh es dir an!?
Wenn mein Bruder mich jetzt sehen könnte währen innerhalb eines Tages alle Menschen und alle Rogues hier tot, und nur die kleinsten Welpen und einge junge weibliche Wöfe und omega-Jungen würden überlebt haben.
Hunderte ... gar tausende Tote, Torben... nur weil du kein Werwolf sein willst!?
Weil du nicht mal erkennst dass dein Weg falsch ist? Weil deine Mutter dich einen vollkommen falschen Blickwinkel gelehrt hat.
"Lass gefälligst eine Mutter aus dem Spiel, Mia. Du weiß gar nichts über dieses Rudel! Sie sind gefährlich!", knurrte er sie unglaublich finster an.
Ach und du glaubst also du bist es nicht?, fauchte sie in Gedanken zu ihm hin und wies auf ihre Brust, ihren Hals und ihre Kehle.
Er hatte immerhin den Anstand zu erröten und ärgerlich zu Boden zu blicken.
Mia aber schniefte nur wieder leise auf und sah ihn unglücklich an.

Ich habe mir so sehr gewünscht hierher zu kommen und dir beweisen zu können, dass ich es wert bin zumindest gemocht zu werden, wenn du mich schon nicht so lieben kannst, wie dein Wolf es tut. Doch ich sehe, wie sehr ich hierin fehle.
Nun aber entschuldige mich bitte. Ich muss mich duschen, denn mein Anblick gefällt dir nicht, mein Wesen auch nicht und das was ich bin schon mal gar nicht. Weil ein simpler Lucky-Punch, dem jedes Baby hätte ausweichen können , dich mächtigen Alpha nieder gerungen hat. Doch wenn du glaubst ich hatte es darauf abgesehen gehabt das alles hier zu übernehmen und diesen Hexenkessel fortan zu befehligen, der absolut kein Rudel ist sondern eine aufgeheitzte, kurz vor dem explodieren stehende Dynamitladung, dann liegst du vollkommen falsch!
Ich bin erst sechzehn Jahre alt, Torben.
Du bist ein grausamer und eiskalt fühlender geborener Werwolf, ohne Gesetze, ohne Ehre und ohne jede Richtung. Denn man hat dir in frühsten Jahren einzig und alleine beigebracht dich selbst und alle die wie du sind zu hassen. Aber damit... hasst du nun leider auch mich und das ist echt schade weil ich dich nämlich liebe.
Und damit drehte sie sich um und ging mühsam die Treppe hinauf und in das kleine Zimmer hinein das Ihnen beiden gehören sollte.
Er kam ihr nicht einmal mehr hinterher.
Sagte einem doch eigentlich schon alles, oder?


*


Sie duschte heiß und lange, zog sich hinterher ihre bequemsten Hosen an, die sie dabei hatte und viel dann quasie ins Bett hinein.

Obwohl sie den ganzen Tag geruht hatte war Schlaf doch etwas vollkommen Anderes.
Eigentlich hatte sie auch nicht gedacht das Torben kommen und sich zu ihr legen würde, geschweige denn, sie in den Arm nehmen.

Ja, irgendwann hörte und spürte sie ihn einfach an ihrem Hals atmen, spürte sie seinen Arm um ihre Mitte herum und wie er sie fest an sich zog.
Es fühlte sich zugleich schön aber auch einsam an, dass er ihre Nähe wohl nur im Schlaf suchte.
Denn er sprach nicht zu ihr, kein einziges Wort und sie war ebenfalls zu Müde, um den Mind-Link zu benutzen.

Manchmal verfluchte sie ja schon den Umstand ein Werwolf zu sein. Sie hatten absolut keinen Einfluss darauf wen sie letztlich lieben mussten.
Luna alleine entschied über ihr Schicksal und der Partner den sie ihnen zuloste, war der Einzige im Leben der dann noch wirklich zählte.
Sie konnte also gar nicht anders, sie musste Torben lieben, ausgerechnet ihn.
Es war ein Kreuz.
Und doch hüllte sein wundervoller Duft sie ein, hörte sie das leise Brummen, wann immer er sich leicht regte. Er murmelte leise Worte im Schlaf... Französisch?
Er musste schon sehr weit herum gekommen sein.

Schließlich wurde dann aber irgendwann einfach die Tür aufgerissen und eine schrille Stimme erklang:
Torben! Wach sofort auf!"

Sie saß im Bett, augenblicklich hellwach.
Genau so wie Torben, der finster knurrte.
Selma stand in der Tür und starrte ihren Sohn erst fassungslos und Mia dann sogleich bitterböse an.

Hu?
Was lief denn hier ab?
„Oh Torben... Du liegst auch noch bei ihr? Wie kannst du nur? Wie kannst du alles verraten wofür wir beide so hart gekämpft haben und dich von diesem Kind dort offiziell besiegen lassen?
Sie wird alles zerstören was wir uns mühsam aufgebaut haben! Sie macht alles kaputt!", stritt sie ihren Sohn an und Mia sah nur kurz skeptisch zu ihm hin.

Er wirkte wie ertappt.
Wie ein Junge statt ein Alpha.
Oh Mann!
Sie stand auf und sah ihn gereizt an.

Ich denke mal, hierbei brauchst du keinen Zuschauer. Allerdings finde ich es schon verwunderlich dass sie dich mit Alphastimme angreift. Dabei ist sie nur ein normaler Mensch.
Ich hoffe für dich dass sie das nie vor dem Rudel tut. Mit sechzehn feiern wir steht's unsere Eigenständigkeit. Es ist schlechte Manier sich danach noch schimpfend, statt Ratschlag gebend in unser Leben einzumischen. Wer es doch zulässt oder vor Zeugen tut ist automatisch ein Omega im Rudel. Das nur mal zur Kenntnisnahme.
Und vielleicht teilst du deiner Mutter das auch mal mit, es sei denn du wünschst das ich das mache.
Sie verstummte bei seinem genervten Blick und hob nur sich ergebend beide Hände und auch die Brauen.
Wisse nur dass ich es mir nicht gefallen lassen darf, redet sie so mit mir und warne sie davor, es je zu tun. Es könnte sie erschrecken meine Antwort zu erhalten, auch wenn ich sie natürlich nicht verletzen will.

Was... zum Teufel... treibt sie da gerade? Dag mal redet sie etwa mit dir auf ihre verkommene, heimliche Wolfsart?", schimpfte Selma dann auch nur verwirrt von Mias Verhalten, während sie nun tapsig aus dem Bett stieg und Selma kurz finster zu nickte, bevor die im Bad verschwand.

Doch selbst durch die Tür, während sie sich ihrer Morgerntoilette in diesem winzigen acht Quadratmeter-Mini-Bad widmete, konnte sie den Streit im Schlafzimmer noch ganz deutlich weiter mit anhören.

Was denkst du eigentlich was du hier tust Mutter? Warum platzt du hier so einfach rein, in unser privates Schlafzimmer?", hörte sie Torben finster Knurren.
Weil diese kleine, heimtückische Werwolfschlampe in nur drei Tagen und laut Ole auch nur mit einem miesen Trick dein Rudel an sich gerissen hat, Ben! Das darfst du dir nicht bieten lassen! Du musst sie sofort noch einmal herausfordern und dir die Kontrolle zurück holen...!"
„Das darf und kann ich nicht! Es gibt dazu eindeutige Gesetze..."
Werwolfgesetze kümmern uns nicht, Ben! Wir sind Menschen und du darfst das nicht vergessen, nur weil dieses blonde Gift deine angebliche Seelenverwandte ist.
Das ist doch alles nur Humbug... Das reden sie dir ein. Wieder nur so eine Triebsache, das kennst du dich schon.
Du darfst nicht auf diese Bestie in dir hören die dich mitten in deren vergiftete Pfoten treibt. Sie sieht so süß und schwach und unschuldig aus..."
„Es war ein Lucky -Punch, Mam. Ein dämlicher und auch nicht von ihr geplanter Lucky-Punch. Doch hat dieser noch  schlimmeres verhindert... einen Aufstand des Rudels gegen mich und unser Beider tot.
Die Wölfe wehren sich inzwischen, Mutter. Und sie walken, gehen jagen, vollziehen ihre Rituale im Geheimen... genau so wie zuvor. Und ebenso wird es Mia halten. Du hattest Unrecht mit der Alpastimme.
Ich kann dem Rudel nichts befehlen was wieder ihre Natur geht.
Ja, sie hatten sich sogar schon längst wieder einen neuen Anführer gewält, doch Mia hat ihn erkannt und gebannt."
Maron nicht wahr? Du solltest ihn töten! Habe ich es dir nicht wieder und wieder gesagt, dass dieser Hund gefährlich für uns  ist?", ereiferte sich Selma erbost.

Mia kämmte derweil auf kleiner Flamme köchelnd  ihre Haare aus und schüttelte den Kopf.
Diese Frau war es die hier gerade giftig war.
Für Torben und seinen armen Wolf. Schnell wusch sie sich noch mal dir Hände, schüttelte sie im  Waschbecken aus und trat dann einfach nach draußen.