Ich kehre zurück zu Wattpad!

Hi Leute!Das wird mir gerade zu kompliziert hier, ich hab begonnen Takolia auch auf Wattpad einzustellen. Findet es in meiner Liste!Ich geh zurück. Die wollen jetzt hier tatsächlich Geld von mir haben, wenn ich mehr Speicher verwende. Sorry aber das mach ich nicht!Wir sehen uns drüben!LGBea

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Takolia - Der schwarze Krieger Kapitel 2

Sie dankte dem Busfahrer keuchend für sein Warten, was durchaus nicht selbstverständlich war, zeigte ihm hastig ihre Schülerbusfahrkarte, mit der sie umsonst mitfahren durfte, setzte sich auf den erstbesten freien Sitz im Mittelteil des Busses und starrte dann einige Minuten lang nur blicklos aus dem Fenster.

Sie hatte nun eine gute dreiviertel Stunde Zeit, bis sie das Ziel erreichen würden. Müde stellte sie sich ihre Armbanduhr ein, damit sie nicht aus versehen den richtigen Ausstieg verpassen würde und schloss dann erleichtert die brennenden Augen.

Gleich darauf glitt sie so schwerelos und leicht in den Traum hinein, dass sie meinte dieser fremde Typ, von dem sie derzeit immer träumte, müsste sie bereits dort erwarten.

Doch als sie im dunklen Wald auf dem Weg stand, direkt an der Grenze zwischen Licht und Schatten, der diese voneinander trennte und sich dort vorsichtig umsah, war sie diesmal ganz alleine. - Seltsam.
Eben in Geschichte, als sie eingenickt war, hatte er noch da gestanden. Und so war es auch die vielen Träume zuvor gewesen, schon seit zwei Wochen.
Sie stand oder saß immer hier im Schatten, er stand und tigerte immer dort im Licht auf und ab. - Merkwürdig, wo er doch der bedrohlichere von ihnen beiden war, schwarze, wallende Kleider, schwarze Augen, ein Schwert und diverse Messer und Dolche am ganzen Körper in unglaublich vielen, schwarzen Scheidengurten verteilt. Eigentlich hätte doch er eher auf die Schattenseite gehört, oder?
Ein Geschöpf wie aus der Hölle entflohen. Ein Krieger, wie aus dem Mittelalter, gefährlich, hart und rau.

Doch nun war er zum ersten Mal nicht hier. Das irritierte sie nun doch ziemlich.

Langsam drehte sie sich nach allen Seiten hin um, ob er sich wohl irgendwo versteckt hielt, gar auf diese Seite rübergewechselt war. Sie war sich unsicher was sie nun tun sollte. Einfach wieder gehen? Aber wie nur?

Ihr Aufwachen hatte sie noch nie richtig steuern können. Sie fühlte ja nicht mal dass sie die Augen geschlossen hatte, sie stand hier und es war wie die Wirklichkeit.

Auf einmal knurrte und blubberte es wieder ziemlich in ihrem Magen, er tat richtig weh und erinnerte sie schmerzhaft grummelnd daran das sie heute noch nichts gegessen hatte. Katja hatte gestern wohl mit ihrem derzeitigen Kunden den Kühlschrank geplündert und ihr mal wieder nichts übrig gelassen. Wieso machte sie sich überhaupt die Mühe etwas dort hinein zu legen?“, fragte Natalie sich bitter und presste die Hände auf den Magen, bat ihn stumm mit dem Protest aufzuhören, es gab jetzt eben nichts und Basta. Doch die Magenschmerzen waren nicht alles was sie quälte. Ihre Kopfschmerzen wurden schon seit einer Woche nicht besser, sondern im

Gegenteil, immer schlimmer.

Aber zum Arzt konnte sie nicht gehen, sie hatte keine Versichtertenkarte, war nirgendwo angemeldet, außer in der Schule, weil Katja sich um dieses Zeug nie kümmerte.

Einmal hatten sie vom Amt Karten bekommen doch im Drogenrausch hatte Katja sie mit der Schere kleingeschnippselt und dabei die ganze Zeit gekichert, als wäre das ein Heidenspaß.

Das war nun garantiert schon drei Jahre her oder sogar vier.

Natalie hatte keine Ahnung bei welcher Versicherung sie überhaupt gewesen war... früher.

Sonst könnte sie an die schreiben, eine neue Karte erbitten, Katjas Unterschrift fälschen...

Erschöpft ließ sie sich auf den zunächst stehenden knorrigen Baumstumpf sinken und sah zum von dichten Blättern verdecken Himmel hinauf, der seltsam azurfarben schimmerte, wenn sie doch einmal einen Blick darauf erhaschen konnte.

Wieso war ihr dieser Wald, diese ganze Gegend dort drüben nicht so recht geheuer?

Es waren hohe, lichtdurchflutete Bäume auf seiner Seite, dessen Art und Blätterform sie überhaupt nicht kannte, auch nicht nachdem sie verschiedene exotische und ausländische Baum- und Holzarten in der Bibliothek nachgeschlagen hatte. Es sah nicht gerade nach Regenwald aus, aber auch nicht europäisch oder amerikanisch. Sie standen direkt am Rand, zu dem schnurrgerade verlaufenden Weg, der mehr ein Trampelpfad als eine richtige Straße war. Auf der anderen Seite, wo sie selbst stand, war dagegen alles ziemlich Kahl und trist, grau und dunstig. Kein einziges, grünes Blatt an den Bäumen nur schwarze verdorrte knorrige Zweige, tot und stinkend, faulig und halb verrottet. - So wie ihre Wohngegend, oder? Kurz vor dem totalen Abriss.
Zu ihren Füßen verdorrte schlammfarbenes, schleimig aussehendes Gras und stinkende pilzartige grüngelbe Quaddeln die Schwammform und eine glibberige Konsistenz hatten wuchsen neben ekelerregend gelbstichigen Sumpflöchern, die irgendwelche sonderbaren Gase sprudelnd herausglucksen ließen.

Kein Wunder das ich Kopfschmerzen habe, bei dem Gestank hier, dachte sie erschöpft.

Warum kann ich denn eigentlich nichts schönes mehr träumen?“, flüsterte sie gequält zu sich selbst und schloss aufseufzend die Augen.

Warum nichts einfaches, normalerweise realistisches, wo ich nicht riechen und fühlen und schmecken und mich auf irgend etwas konzentrieren muss?

Was zieht mich nur immer wieder hierher, kaum das ich einschlafe?“, fragte sie sich murmelnd und vergrub kurz das Gesicht in den Händen.

Der eisige Wind ließ sie frösteln, doch sie rührte sich nicht, konnte es einfach nicht.
Der Typ war nicht da, einerseits ein Glück. Andererseits, konnte er auch hier irgendwo auf sie lauern, fies genug sah er ja aus, mit seinen Dämonenaugen, so ohne jede Wärme, ohne Gefühle und ohne Farbe.

Ob er Frauen wohl schlug oder sie nur einfach umbrachte, wenn sie den Fehler begingen auf seine Seite rüber zu gehen, um auch etwas Sonnenwärme abzubekommen?

Oder ging es am Ende einfach nur darum? Der Kampf ihres Unterbewusstseins gegen die ungerechte Behandlung ihrer Mitmenschen, nur weil sie in einem Elendviertel wohnte und auch so aussah?
Doch wenn sie nun nach Besserem strebte, könnte es sie das Leben kosten? War der Dämon also eine Art ihr zu suggerieren, dass man für alles bezahlen musste, was man sich Gutes wünschte? Erfolg, Geld, ein eigenes Leben, ein paar wärmende Sonnenstrahlen in einem schöneren Teil der Welt, mit einem blauen Himmel. So ganz anders als der, in dem sie lebte, smogergraut und dunstig-nebelig?

Eigentlich unsinnig so was zu denken, schüttelte sie verwirrt den Kopf. Etwas zu abgehoben...zu philosophisch.

Sie machte sich ernsthaft viel zu viele Gedanken über diesen immer wiederkehrenden Traum. Vielleicht war er ja auch deshalb nur so real, weil sie sich einfach zu sehr darauf einließ?!

Erneut fröstelte sie. Ihre Jake war kaputt und der Wind, der nun im Oktober schon ziemlich eisig werden konnte, pfiff durch den Reißverschluss hinein, als wäre es lediglich ein löcheriges Tuch, das sie über ihren Schultern zugezogen trug. Sie schlang die Arme fest um ihren Leib und sah sich erneut kurz um, runzelte die Stirn, Mann was sollte sie denn hier noch tun?

Er kam anscheinend wirklich nicht.

Im Baum hoch über ihr schrie ein Vogel, sie hatte ihn schon zuvor des öfteren gesehen. Im Grunde war es aber gar kein richtiger Vogel, viel ihr auch heute wieder auf.

Irgendwie war sein Federkleid merkwürdig... hellblau und zitronengelb und dazu auch noch grellgrün und mit seltsamen lila Mustern gepunktet und gesprenkelt. Sein gewölbter Schnabel hatte im Inneren spitze kleine Zähne, die man aber nur dann sah, wenn er wie jetzt aufschrie. Auf dem Kopf schwoll ein goldener Kamm an, je länger der Vogel schrie. Sah irgendwie so aus als würde er breit grinsen, oder?

Das war ja direkt unheimlich, sie erschauerte unwillkührlich wieder. - Mann, ey!

Sollte sie denn nun die ganze Zeit über hier rumsitzen und sich den Hintern abfrieren?

Plötzlich fühlte sie, wie ihr von hinten etwas warmes, großes und weiches um die bebenden Schultern gelegt wurde, sprang sogleich erschrocken hoch, nach vorne weg und drehte sich dabei quietschend um.

Es war der Krieger.

Oh Mann! Natalie rutschte das Herz in einem Satz hinab in die Hose.

Er war auf ihre Seite rübergewechselt!

...Scheiße, war der groß, mindestens einsneunzig, wenn nicht sogar noch größer. Und nun wo er ihr so nahe war, erkannte sie auch, dass er sehr viel jünger war, als sie ihn zuvor eingeschätzt hätte, bestimmt erst Anfang zwanzig, wenn überhaupt.

Du...!?“, keuchte Natalie mit rasendem Herzschlag und presst sich eine Hand auf die sich heftig heben und senkende Brust. Er nickte nur ziemlich kühl.

Ich! ...Warum bist du schon wieder hier? Es ist gerade mitten am Tag. Und mir steht nicht der Sinn nach so viel Schlaf. Meine geringe, letzte Zeitspanne ist äußerst knapp bemessen, also erkläre dich endlich, oder lass mich meiner Wege gehen, Aschni!“

Natalie blinzelte verdutzt, über seine Härte und den komischen Namen. Keine Angst zeigen, keine Schwäche...schoss es ihr wieder mal durch den Kopf. Sie begann unwillkürlich aber nur rein innerlich zu beten.
„Ich ...weiß nicht was du willst... was du von mir willst.“, sagte sie dann so ruhig sie eben konnte. „Ich kann das schließlich nicht lenken, ob ich herkomme oder nicht. ...Ich bin nur irgendwie eingenickt... gerade ...auf der Busfahrt zu meinem Job... und Träume nur diesen ganzen Scheiß hier.“ Sie wollte seinem Umhang wieder abnehmen und ihn ihm zurückreichen. Doch er hielt nur blitzschnell ihre Hände fest und sah sie finster an.

Lass das, dich friert es.“, brummte er ausdruckslos.

Natalie wusste nicht was sie von seiner gerade ganz anders scheinenden Art halten sollte. Warum war er denn diesmal überhaupt auf ihrer Seite, warum nicht mehr auf seiner?
Hastig sah sie hinüber zu den Bäumen, zu der Sonnenseite hin. Es sah herrlich warm aus und doch wusste sie instinktiv, dass sie besser nicht versuchen sollte dorthin zu gelangen. Nervös, weil er sie immer noch so genau musterte zuckte sie schließlich die Schultern.

Ich friere immer etwas, wenn es gerade Herbst ist, na und? Was kümmert es dich? Ich kenne dich ja noch nicht einmal.“, sagte sie betont forsch und wedelte mit der Hand. „Du bist doch sowieso immer da drüben... Warum hast du so plötzlich die Seiten gewechselt und bist rübergekommen? War dir etwa all die Sonne und Wärme zuviel?“, spöttelte sie kurz.

Er sah sie mit seinen tiefschwarzen Augen nur abschätzend an und griff dann plötzlich nach ihrer sehr viel kleineren, kalten Hand, drehte sie herum und betrachtete sie ernsthaft.

Natalie riss fassungslos die Augen auf und wollte sie schon leise aufkeuchend zurückziehen, doch er hielt sie zu fest, unnachgiebig aber gar nicht mehr hart. Einen Moment lang kämpfte sie noch gegen ihn, ...was ziemlich dumm war, denn er war natürlich sehr viel stärker und gewann den Kampf mit Leichtigkeit.
Natalie atmete nun schon wieder ziemlich hastig und gepresst aus und ein. Sie konnte ihr Unbehagen nun auch nicht mehr länger vor ihm unterdrücken. Ihre sonstige Gelassenheit war dahin und sie begann erneut zu zittern und wo seine Hand ihre Haut berührte kribbelte und stach es so sehr, als würde er sich elektrisch an ihr entladen.

Scheiße, lass das...!“, flüsterte sie rau, doch er ignorierte es einfach.

Er hob ihre Hand bis auf seine Brusthöhe zu sich hinauf und drehte sie schließlich in seiner riesigen Hand mehrfach hin und her, strich über die zuckenden Finger und den aufgescheuerten Handballen hinweg, als wollte er sie wissenschaftlich erforschen.

Du bist an harte Arbeit gewöhnt. Das sind ganz eindeutig nicht die Hände einer S’Auq Firies.“
Natalie begriff nicht was er damit meinte. War das ein tschechisches Wort oder arabisches Französisch? Ein afrikanischer Dialekt vielleicht? Wieder versuchte sie ihm ihre Hand zu entziehen und diesmal ließ er sie gewähren.

Lass das gefälligst, Krieger. Ich mag nicht betatscht werden, schon gar nicht von einem so ungehobelten, schwarzäugiger Dämonen wie du einer bist.
Ich arbeite hart um zu leben, klar? Und das tut jeder Mensch.“, verteidigte sie sich erbebend.

Er sah sie nur wieder so scharf und forschend an, wie zuvor und schwieg.

Natalie schluckte hart, riss ihre Hand aus seiner heraus und wandte sich schließlich immer noch zitternd von ihm ab.

Du solltest jetzt wirklich wieder auf deine Seite zurückgehen, Krieger und ich... muss gleich aufwachen. Ich muss arbeiten gehen. Ich sitze in einem Bus. Herrgott noch mal... hoffentlich rede ich nicht auch noch im Schlaf, sonst halten mich alle anderen, die drinsitzen, auch noch für durchgeknallt und nicht nur asozial...“

Hilflos trat sie einen Schritt zur Seite, doch er folgte ihr wie ein Schatten nach. Gleich darauf fühlte sie seine Hand an ihrem Rücken, wobei er sie sanft jedoch schon wieder ziemlich unnachgiebig nach rechts dirigierte. Direkt auf die Grenze zu. Den schmalen Pfad zwischen Licht und Schatten.

Ich ...nein... da kann ich nicht hin gehen!“, rief sie entsetzt aus und scheute erneut heftig vor ihm zurück.

Er sah sie nur seltsam eindringlich an. „Kannst du nicht, oder willst du nicht?“, fragte er sie ernsthaft.

Natalie bemühte sich redlich ihm auszuweichen, was gar nicht so einfach war, schnell wie er sich bewegte.
Er trieb sie immer weiter zum Pfad hinüber, als wäre sie eine scheue Kuh und er der Cowboy, allerdings ohne Pferd.

Ich habe jetzt wirklich keine Zeit für dieses bescheuerte Spiel. Ich muss jetzt wirklich gleich gehen...“, sagte Natalie fast flehend zu ihm und blieb atemlos stehen. Doch da ergriff er wieder blitzschnell ihre Hand und hielt sie mit sanfter Gewalt fest.

Noch nicht!“, murmelte er rau. „Du kannst jetzt noch nicht fort gehen. Nicht jetzt!

Etwas geschieht hier gerade... etwas unterwartetes, auf dem Pfad zwischen Licht und Schatten, kurz vor dem Tod. Ich dachte bisher du wärst sie... die Illyra a S’Auq Firies. Die Todesgöttin oder Aschni selbst, die mich entgültig bezwingen will. Doch das bist du gar nicht. Du bist Fleisch und Blut und Leben. Du stehst im Schatten, und nur ich alleine im Licht. Es hat etwas zu bedeuten, ich weiß es genau!“

Er spannte sich an, während seine schwarzen gefühllosen Augen sich in ihre zu brennen schienen.

Du bist das... Gewissen!“, murmelte er schließlich langsam nickend. „Mein Gewissen um es genau zu bennenen, hab ich es also doch noch gefunden? Nach all der langen Zeit und so kurz vor dem Tod?“

Es klang ganz anders als sonst, so ernst und eindringlich, verwundert und rau. Natalie stockte vor Fassungslosig-keit der Atem. Aus unerfindlichen Gründen wurde sie knallrot. Wieder wisperte sie: „Ich bin nichts dergleichen, ... Du irrst dich, Krieger. Ich kenne dich nicht, wie soll ich denn da dein Gewissen sein, ...oder was auch immer? Himmel... ich muss jetzt wirklich gehen...“ Doch die Worte verloren sich im schon wieder aufkommenden scharfen Wind. Er zog sie einfach mit sich mit, zum Pfad und hielt erst wieder an als sie ihn erreicht hatten.

Aus dem schmerzhaften Stechen und Kribbeln auf ihrer Haut wurde nun etwas völlig anderes... etwas warmes und seltsames. Verwirrt sah sie darauf nieder und erkannte erschrocken, dass sie gerade glühte... und leuchtete.
Helles Licht schimmerte um ihrer beider Hände herum, in einer merkwürdigen elektrostatischen Lichtsäule, die von ihrer beider Haut aufstieg, wo sie sich berührten.

Was machst du denn da?“, gelang ihr ein heiseres, schwaches Flüstern, doch er schüttelte nur ausdruckslos den Kopf. „Komm. Ich muss noch mehr über dich wissen... Wir gehen ein Stück zusammen den Weg entlang. Das wird dich vielleicht beruhigen und ein wenig aufwärmen. Warum trägst du auch keine vernünftige Kleidung, so wie unsereins? Wer bist du, wie lautet deine Bezeichnung, deine Kaste?“, fragte er sie höflich klingend.

Natalie wusste nicht so recht was sie dazu sagen sollte, also schwieg sie lieber.

Ihr Kopf begann schon wieder schmerzvoll zu hämmern, so dass sie beinahe leise aufgestöhnt hätte.

Nur keine Schwächen zeigen, sagte sie sich erneut. Auch wenn er ein Riesenkerl mit ritzeschwarzen Augen war, der ihre Hand in seiner hielt, so hieß das doch nicht das es auch real war. Es hieß nicht, das sie nicht wieder aufwachen würde...

Wie ist der Tag, dort wo du gerade bist? Ist es wärmer geworden? Scheinen die Zwillingssonnen? Was tust du dort, wo du dienst? Was sind deine Aufgaben?“, unterbrach er ihre Grübeleien weiter mit leiser, seltsam singender Stimme. Natalie stutzte verunsichert.

Zwillingssonne? Dienst?, fragte Natalie sich verwirrt. Wieder schwieg sie nur und versuchte noch verzweifelter ihre Hand aus seiner heraus zu ziehen. Stemmte sogar die Fersen in den weichen Waldboden, um stehen zu bleiben, doch er war so stark, das sie einfach weiter mitgezerrt wurde. Ob sie es nun wollte oder nicht. Er schien es nicht einmal mitzubekommen, dass sie sich gegen seinen Griff wehrte... was für ein Mann war das überhaupt? Heilige Scheiße!

Ihr Kopf schmerzte nun immer mehr. Diese Verbindung... diese seltsame quälende Verbindung zwischen ihren Händen, das Licht, das Glühen... Er musste loslassen. Dann würde sie aufwachen... mit Sicherheit!

Was ist? Hast du mich nicht verstanden oder willst du mir nicht beantworten, was ich dich frage?“, hakte er kühl nach und sah sie plötzlich wieder von der Seite her an. Natalie hatte das Gefühl unter seinem Blick zu schrumpfen. Ein paar Blicke auszutauschen, während er auf der einen und sie auf der anderen Seite dieser Grenze war, - das war eins. Doch ihn so nahe bei sich zu spüren, seine Kraft und Überlegenheit wirklich und wahrhaftig zu fühlen... Das war etwas ganz anderes, ...beunruhigend, um nicht zu sagen einschüchternd. Sie fühlte sich wie ein Zwerg neben einem Riesen.

Ich bemerke dein Unbehagen, als wäre ich in dir.“, sagte er nun leise, als sie weiterhin schwieg. „Der Schmerz, die große Müdigkeit. Du musst unbedingt essen und schlafen, weißt du das denn nicht?
Ruhig und lange ruhen. Haben deine Dienstherren denn kein Verständnis, oder schinden sie dich bis hin zur Selbstaufgabe? Du weißt, dass sie das nicht dürfen, oder? Geh zu den Tempeln, zu den Jemay. Sie werden dir sicher helfen eine neue Stellung zu finden, wo es dir besser ergeht.“

Natalie blieb heftig wankend stehen wo sie war und sah furchtsam zu ihm auf.

Was redete er den da? Er fühlte ihre Müdigkeit? Konnte er denn jetzt auch noch in ihren Kopf hinein sehen? War denn jetzt gar nichts mehr geheim?
Sie musste den Kopf diesmal sogar ziemlich weit in den Nacken legen, um weiter zu ihm aufzuschauen. Seine hellblonden, ziemlich langen Haare reichten ihm bis auf die Schultern herab. Seltsam, die Haarfarbe hatte bislang noch gar nicht so sehr beachtet. Sie hatte ihn insgesamt eher nicht als Mann oder Jugendlicher gesehen, sondern nur als Bedrohung. Sein Haaransatz, wie sie jetzt erst bei näherer Betrachtung bemerkte, war sehr dunkel, fast schwarz, ...so wie seine steinernen Augen.

Seine Nase war markant und passte zu seinen beinahe klassischen Zügen. Hätte er nur einmal gelächelt, wäre er bestimmt ein wirklich attraktiver Bursche gewesen, dem jedes noch so kleine oder große Frauenherz zuflog.

Außer meines, versicherte sie sich selbst rasch und wusste dennoch, mit einem leisen scharfen Schmerz in der Magengrube, dass sie sich gerade auf übelste belog.

Ich ...möchte nicht mehr weiterlaufen, Krieger. Mir ... mir geht es gerade nicht so besonders gut, ich will ...ich meine..., ich muss jetzt wirklich zurück nach Hause und aufwachen.“

Du bist also krank?“, fragte er leise und musterte sie plötzlich wieder scharf.

Natalie schüttelte verunsichert den Kopf, stolperte dann aber über einen faustgroßen Stein und viel ungeschickt gegen ihn. Er fing sie rasch an den Armen auf und tastete sich dann plötzlich durch ihre dünne Jacke und den rauen, alten fadenscheinigen Pullover bis zu ihren Schultern hinauf, an ihren Seiten wieder hinab und bemerkte dadurch ihre überschlanke magere Figur. Durch seinen Umhang und ihre Jacke hindurch fühlte er die Knochen an den Hüften deutlich hervorstehen und stieß gleich darauf zischend den Atem aus.

Bei Drodar... das ist entwürdigend! Wirst du denn von deinen Dienstherren nicht gut versorgt dafür das du so hart arbeitest, wie deine Hände es mich vermuten lassen?“, zischte er zornig, und zerrte ihre Jacke auseinander und ihren Pullover hinauf um ihren überaus mageren Leib zu mustern.

Shit... Ahhh... lass das...!“, fauchte sie sofort erschrocken. „Mir ist auch so schon kalt genug...“, zerrte sie den Pullover sogleich wieder hinunter und riss sich nun doch wieder von ihm los.

Aber er ließ sie nicht gehen. Kam ihr nach und griff bereits wieder nach ihr, noch bevor sie davon stolpern konnte.

Höllenfeuer...warum flüchtest du mir?“, zürnte er knurrend, und riss sie zurück auf den Weg. „Hast du denn Angst ich könnte dich hinüberzerren, zum Licht?“

Er holte mit einer Faust aus und Schlug gegen eine unsichtbare Wand aus Luft welche die Licht und Schattenseite voneinander trennte.

Es dröhnte wie ein gewaltiger Gongschlag in ihren Ohren, die sie rasch mit beiden Händen bedeckte und sich vornüber krümmte.

Schwer atmend hielt sie still, bis der Nachhall endlich verklungen war und richtete sich erst dann wieder auf.

Seine Augen schossen Gewitterblitze auf sie ab, doch irgendwie wirkte er auch hilflos.

Warum... ich meine... wie bist du denn hier rübergekommen, wenn doch die Wand immer noch da ist?“, fragte sie am ganzen Leibe zitternd.

Nial zuckte nur ausdruckslos mit den Schultern.

Du hattest sie eben noch nicht errichtet, als ich kam. Und ich wollte endlich Klarheit darüber, wer du bist und warum du mich immer wieder ausgerechnet hierher zerrst, wo das Leben endet und der Tod beginnt.

Ich bin wahrlich noch nicht bereit zu sterben, falls das also dein Plan ist...!“

Nein! ...scheiße, nein! Ich bin doch keine Mörderin!“, rief Natalie entsetzt aus. „Wie bitte sollte ich denn das auch tun, hä? Du bist zwei Köpfe größer als ich und eine ganze Ecke stärker.. außerdem bist du bewaffnet und ich nicht. Wer tötet hier also wen, eh?“
Er starrte sie nur an, als hätte sie den Verstand verloren, dabei aber so kalt und finster, das es ihr durch und durch

ging.

Lass mich endlich von hier fortgehen... das...das geht alles nicht... du bist nicht echt..., nur ein bescheuerter Traum! Und ich... will so was nicht träumen. Ich schlafe doch nur zum Donnerwetter noch einmal...Verdammt begrabsch mich bloß nicht noch mal, so wie eben, sonst knall ich dir eine!
Egal ob du nun ein Schwert hast oder nicht. Was soll das überhaupt? Lebst du noch im Mittelalter oder was? Bist du ein Ritter?“, fragte sie ihn verständnislos.

Heutzutage laufen doch nur noch ausgemachte Spinner mit so ’nem Teil und tausend Messern bewaffnet durch die Gegend, oder aber ...Japaner die Aikido als Hobby betreiben. Wenn du dich da mal nicht selbst mit aufspießt...“

Was redest du da?“, unterbrach er sie gefährlich sanft.

Natalie sah ihn blinzelnd an. Dann riss sie erneut an ihren Armen.

Lass mich endlich los...“, rief sie nun beinahe panisch, doch er umfasste einfach nur ihr Gesicht und zwang sie dadurch entweder mit dem Zappeln aufzuhören, oder sich dabei das Genick zu brechen.

Durchdringend sah er sie an. Es war so intensiv das ihre Widerstandskraft urplötzlich erlahmte. Das sie sich aus irgendeinem Grund nun gar nicht mehr von ihm losmachen wollte.

Ich fühle“, wisperte er schwer atmend und seltsamerweise erstaunt. „Bei Drodar...Durch dich kann ich wieder fühlen! - Angst... Du hast riesige Angst vor mir, das ich dir...Gewalt antue, das ich ein Lorro’quor bin. Du weißt es nicht, du kennst die Jemay nicht, oder mich, meine Familie... Du bist gar keine Andere unter den Tak.“

Natalie erbleichte und versuchte sich noch einmal von ihm loszureißen, indem sie ihre Fingernägel in seine Hände schlug und ihn heftig pitzte.
Doch wiederum riss er sie nur näher an sich heran, schlang seine Finger in ihr dichtes Haar und hielt sie weiterhin fest, begann leise Worte zu murmeln, die sie nicht verstand... „A...muriuhîjin…A maruháraschêz... A jurruschanefâs...jukfanarreshda, Lierjah... Wo befindest du dich? Wo...? Sag es mir! ...Offenbare mir deine Gedanken...“, bat er sie wispernd.

Irgendetwas geschah, eine Spannung baute sich zwischen Beiden auf und doch entspannten sich nach und nach sämtliche Muskeln in ihrem Körper. Sie atmete immer heftiger... konnte es gar nicht richtig begreifen.
„Was tust du da?“, gelang ihr ein heiseres Flüstern, das jedoch kaum hörbar über ihre plötzlich sehr ausgetrockneten Lippen drang.

Ihr war heiß! Gott, ... so unglaublich heiß.

Sanft und vorsichtig, legte er nun auch noch seine rechte Hand an die pochende Schläfe, sie konnte sich schon nicht mehr gegen ihn wehren. Eine seltsame Schwäche hatte sie befallen und sie befürchtete schon das schlimmste.

Nial...nein..., tu das nicht!“, schluchzte sie beinahe panisch.
Sie wusste nicht einmal woher sie seinen Namen kannte.
Er war einfach so in ihren Kopf geschlüpft, wie auch etwas von ihr nun in ihn zu fließen schien. Sie sah Bilder vor ihren Augen. Ihr zu Hause, ihre Bücher, an den Wänden hochgestapelt, weil sie kein Regal hatte, der Bus in dem sie gerade saß, die Schule, die Arbeitsstellen, die Gang, die das Gebiet in ihrem Wohnblock beherrschte und für Angst und Schrecken sorgte. Sah Geheimnisse, die sie lange verdrängt hatte, lange weggesperrt hatte, ganz besonders vor sich selbst. Sah die Sonne, eine einzige Sonne, groß und rund und hellstrahlend... Sah ihre Mutter, wie sie sie mit acht Jahren gesehen hatte, als sie es gerade mit einem Kunden trieb, der auch sie gerne hatte haben wollen, sah sich selbst panisch in ihr Zimmer rennen. Sie wollte abschließen, doch der Schlüssel wollte sich zuerst nicht umdrehen lassen, Sie hatte solche Angst gehabt. Der Mann war ihr hinterhergetaumelt, fast nackt und hatte gerufen... Fieberhaft hatte sie den Schlüssel bearbeitet, bis er sich endlich drehen ließ. Dann war sie von der Tür zurückgesprungen, als der Mann versuchte herein zu kommen, doch sie war verschlossen... Gott sei Dank war sie verschlossen. Sie war in ihren Schrank geflüchtet, falls er die Tür einschlagen sollte, würde er sie nicht gleich finden... doch das hatte er nicht geschafft. Er stand unter Drogen und war nicht so kräftig wie normalerweise. Das schrille Lachen ihrer Mutter hatte in ihren Ohren geklungen, bis sie sich diese zugehalten hatte. Bis sie nichts mehr hörte, nur noch ihre eigenen Singsangworte: Mir geht’s gut... er kommt nicht rein... mir geht’s gut..., ihr verzweifeltes Weinen...


Natalie blinzelte und kam schlagartig wieder zu sich. Die Bilderflut war abgerissen.

Doch sie keuchte angestrengt, hielt sich selbst fest und wankte stetig vor und zurück... oder wankte sie gar nicht sondern wiegte sie sich wieder wie als Kind? Hastig ließ sie ihre Arme los und sah sich verwirrt blinzelnd um. Sah ihn wieder an. Er hatte sie losgelassen...Gott sei Dank.

Sie wusste nicht was er gerade mit ihr getan hatte oder warum. Sie wusste nur dass es falsch war, zuviel war, zu tiefschürfend. Er hatte da was aufgewühlt was am Boden hätte bleiben sollen, was verdrängt gehörte. Kreidebleich stand sie vor ihm, fühlte sich sehr klein und schwach und bebte so heftig wie die Erde unter ihren Füßen plötzlich bebte.

Warum träume ich nur so was Blödes?“, murmelte sie fassungslos . „Gott... So viel Fantasie habe ich doch eigentlich gar nicht, so was komisches zu träumen. Ich muss aufwachen... muss endlich aufwachen...“, murmelte sie wieder und wich vor ihm zurück, ganz langsam, ganz vorsichtig.

Seine Augen veränderten sich, mit jedem Schritt, den sie tat, glänzten bald schon wie von einem inneren Feuer erhellt und wurden... grünlich? Verwirrt zuckte sie zusammen und riss entsetzt die Augen auf. Das war ganz eindeutig nicht normal...
Oh Gott, das war nun schon ein richtiger Alptraum.

Ich erkenne dich.“, murmelte er sanft und lächelte wölfisch. „Ich fühle...durch dich...! Du bist mein Weg zurück aus der Dunkelheit, doch muss ich zuerst durch den Schatten gehen und dich in der Wirklichkeit finden.
Ich verstehe es jetzt... Es wird bestimmt nicht viel Zeit vergehen, wenn ich mich nur lange genug konzentrieren kann.“ Er klang richtig aufgeregt, freudig, seine Hände begannen zu zittern, wie auch sein ganzer Leib.

Alles eisige und Distanzierte an ihm war von ihm gewichen.

Ich weiß gar nicht was ich sagen kann, um dir begreiflich zu machen wie das ist!“, flüsterte er aufgeregt und folgte ihr nun langsam Schritt für Schritt zwischen die verdorrten Bäume hinein. Und seine Augen schimmerten immer heller, während auch sein Verhalten sich Schritt für Schritt änderte. „Du bist die Rettung... meine Rettung.“, flüsterte er erleichtert, als würde eine enorme Last von ihm genommen. „ Drodar selbst muss dich gesandt haben mich zu läutern und auf den Pfad des Lebens zurück zu holen, sonst stünde ich jetzt gewiss nicht hier!“

Natalie begriff nicht ganz was er meinte. Rettung, - sie?

Bitte lass mich endlich gehen!“, flehte sie ihn leise an. „Bitte! Ich begreife es nicht, was du sagst und was du tust. Du... kannst das doch nicht so einfach tun.
Die ganzen Bilder von früher wieder aufwühlen, die ich weggeschlossen habe... das ist echt mies von dir. Das machst du nur um mir weh zu tun, ...warum?!“ Sie brüllte ihn regelrecht an, sodass er abrupt von ihr zurückzuckte.

Dann veränderten sich seine Augen erneut, wurde wieder kälter und dunkler, als drehe jemand langsam die Stromzufuhr herunter, bis seine Augen das Grün wieder verloren hatten..., wieder ganz schwarz und ausdruckslos geworden waren.

Dann nahm er langsam seine Hand von ihrem Kopf legte sie auf ihre Schulter und drückte dort fest zu.

Ich muss dich dort finden können, wo du zur Zeit bist...“, sagte er fast schon wieder gleichgültig. „Ich werde kommen und du wirst mich auf den Pfad zurückgeleiten, auf das ich leben und nicht sterben werde. Auf dass das Kranke in mir vergeht. Die Götter zürnen uns immer noch, doch du bist wahrhaftig.
Du bist das Gewissen. Ich finde dich, vergiss es nicht!“, knurrte er sie nun fast schon bedrohlich an.

Erschrocken riss Natalie die Augen auf. Der Bann brach, mit dem er sie belegt hatte.

Seine Hand an ihrer Schulter wurden ganz kurz leuchtend weiß und strahlend hell. ...Wie ein Lichtblitz der in sie hinein fuhr und auf einmal allen Schmerz aus ihr herausbrannte, aus ihrem Kopf, aus ihrem Körper, die Müdigkeit besiegte und Kraft in sie fließen ließ ...Es verging sofort wieder, das Licht und auch die Helligkeit. Es glühte nur gut drei Sekunden lang, ...indes es blieb etwas davon in ihr zurück. Etwas Ungewohntes, nur noch ganz leicht Warmes, das lebendig zu pochen begann und sich gleich darauf wieder beruhigte.

Dann war es auch schon vorbei.

Nials Atem wurde flacher und heftiger, so wie ihr eigener auch.

Was hast du gerade getan?“, wisperte sie zitternd und riss sich dann erneut in einer nun überdimensionalen Kraftanstrengung von ihm los. Er streckte sofort eine Hand nach ihr aus, wie um wieder nach ihr zu greifen, doch Natalie wich rasch noch weiter vor ihm zurück und entkam.

Hastig, wie ein erschrecktes Reh, rannte und sprang sie zum Baumstumpf zurück. Sie musste raus aus dem Traum, sofort...! „Wach auf...wach auf...wach auf, Natalie!“, flüsterte sie sich selbst zu und wie um das zu beweisen, das es nur ein Traum war schüttelte sie den schwarzen Stoff von ihren Schultern und kniff die augen fest zusammen. „Wach auf...wach auf... wach auf...“

Seine Hand berührte sie plötzlich, nur mit einer Fingerspitze an ihrem Handrücken.
Natalie riss die Augen wieder auf und starrte ihn schockiert an. „Bleib weg! Du bist nicht echt, du bist nur ein Scheißtraum!
Er mussterte sie nun fast mitleidig. „Schlaf Menschenmädchen von der Erde!“, hörte sie ihn beinahe schon sanft murmeln, bevor er die Hand wieder zurückzog. Natalie wusste nicht wie ihr geschah. Ihre Augen schlossen sich wie von selbst, wie auch ihre Beine unter ihr nachgegeben hatten. Sie hörte ihn noch wie aus weiter Ferne heiser in ihr Ohr flüstern, fühlte seine Hand auf ihrem wild gelockten Haar. „Ängstige dich nicht, Lierjah. Du wirst es bald verstehen. Ich werde den Weg gehen, den die Götter mir weisen und du wirst mich auf eben jenem Weg führen, damit ich nicht verloren gehe, wie Tausende vor mir. Ich werde dir kein Leid zufügen, wenn ich dich gefunden habe, denn du bist meine Rettung und mein Licht!“

Natalie schüttelte nur träge den Kopf. „Nein...“, murmelte sie undeutlich.

Die Wärme, die nun um sie war ließ sie einfach davon dämmern. Sie schwebte sogar irgendwie, so als würde sie durch warmes, weiches Wasser gleiten, es war schön, beruhigend und angenehm entspannend.

Echter, erholsamer, tiefer Schlaf.


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